Artikel-Archiv
07.12.2009 |
Friedensmonopoly in der Türkei: Gehen Sie zurück auf "Anfang"... Eigentlich ist es nichts Neues. Mittlerweile ist es sogar zur Routine geworden: Wenn sich in der Türkei tausende Kurden zu Protestaktionen "erheben" (kurdisch: "serhildan"), dann gehören Straßenschlachten genauso dazu wie Verhaftungswellen und schlimmstenfalls Todesopfer. Auch für die türkischen Medien ist es mittlerweile zur Routine geworden. Denn, wann immer es zu solchen Aktionen kommt,... |
06.12.2009 |
Schließung der DTP… Kehren wir wieder an den Ausgangspunkt zurück? Als wir erfuhren, dass Abdullah Öcalans beinahe 11 Jahre währende, sowohl völkerrechtswidrige wie auch ungesetzliche und einsame Festsetzung in einer Zelle - nicht unter der Kontrolle des Justizministeriums sondern unter Militärbewachung - für beendet erklärt wurde, schöpften wir alle Hoffnung. Das Ende der unrechtmäßigen Isolation hätte zu einem wichtigen Schritt in der "kurdischen... |
06.12.2009 |
APO, ZELLE. FRIEDEN . . . Ich weiß nicht, ob die AKP-Vorsitzenden den Roman “Madame Bovary“ gelesen haben, aber falls sie ihn gelesen haben, werden sie sich mit Sicherheit in den letzten Tagen oft an den letzten Satz erinnern. Am Ende des Buches "Bovary" steht: “Ich wollte nur, dass alles gut wird.“ Die AKP-Regierung hatte, als Teil der kurdischen Öffnung, auf Imralı ein neues Gefängnis errichtet, um die... |
29.11.2009 |
"Demokratische Öffnung" – eine Öffnung gegenüber der Demokratie? Bereits vor mehreren Monaten verkündete die türkische Regierungspartei AKP ihre "kurdische Öffnung". Mittlerweile erweckt es den Anschein, dass die Regierung immer stärker vor den Reaktionen der Oppositionsparteien und der Bevölkerung zurückschreckt. Zunächst wurde die "kurdische Öffnung" in "demokratische Öffnung" umbenannt. |
28.11.2009 |
Cejna Qurbanê - Schluss mit den Menschenopfern? Es heißt, der Tag des islamischen Opferfests sei ein Versöhnungstag. An diesem Tag würden Feindschaft, gegenseitiger Hass und Streit vergessen und einander vergeben werden. Das Opferfest hat aber nach islamischer Überlieferung den weiteren spirituellen Hintergrund, dass an diesem Tag der Prophet Abraham nach göttlicher Offenbarung einen Widder anstelle seines Sohnes Ismail / Isaak opfern... |
20.11.2009 |
Mohammad Sahimi: Was geschah mit Ehsan Fattahian? Am frühen Morgen des 11. November 2009 wurde Ehsan Fattahian, ein 28jähriger kurdischer Aktivist, in Sine (Sanandaj), der Hauptstadt der iranischen Provinz Kurdistan, hingerichtet. Er war ein Mitglied der Komalah, einer seit den 1960er Jahren aktiven marxistischen Oppositionsgruppe gegen die [jeweilige] Zentralregierung in Teheran. |
18.11.2009 |
Mustafa Akyol: Wie die Türkei die Dêrsim-Kurden massakrierte Die Türkei hat ein großes Problem: Das Land idealisiert weiterhin das autoritäre Zeitalter und vermeidet es, sich früheren Untaten zu stellen. [...] Ich hoffe, seit Juni erging es allen gut. Aber was die Türkei angeht, so haben sich neue Ereignisse und Debatten entfaltet, doch es ist auch ein wenig so wie immer: Erneut wird ein Tabu unserer gar nicht so demokratischen Republik heiß... |
16.11.2009 |
Bejan Matur über Brunnenvergiftung "..., I learned that soldiers seldom die, ... that's what I learned in school today", dichtete der US-Protestsänger Tom Paxton 1964, als das US-Engagemant in Vietnam seinen ersten Höhepunkt erreichte. Soldaten sterben selten, ihr Beruf ist das Töten. Am letzten Sonntag, 15.11.2009, erschien recht versteckt ein kluger Kommentar von Bejan Matur in "Sunday`s Zaman". Erst eine Erwähnung in... |
08.11.2009 |
Güler Zere darf in Freiheit sterben Güler Zere (37) ist endlich vom trk. Staatspräsidenten begnadigt worden, zusammen mit 3 anderen Gefangenen, die dem Tode nahe sind. Ihr Verbrechen, für das sie bereits 14 von 34 Jahren "absaß": Mitgliedschaft in einer revolutionären Organisation, welche die in der Republik Türkei herrschende Staats- und Gesellschaftsordnung umstürzen und eine in ihren Augen gerechtere Gesellschaftsordnung... |
28.10.2009 |
Abstammung und Religion Es gibt zwei Möglichkeiten jemandem das anzutun, was mensch selbst nicht möchte, dass es ihm/ihr angetan wird und er es auch noch akzeptiert: Entweder Täuschung oder Unterdrückung. Ich kenne dafür keinen dritten Weg. Die Türken tun den Kurden an, was sie nicht möchten, dass es ihnen angetan wird. Wir haben versucht sie zu täuschen. Sie haben es uns nicht abgekauft. Wir versuchten sie... |
24.10.2009 |
Fragen an Radio Inkompetentistan: Hörer XY, frisch als Richter an die 13. Kammer für Schwerverbrechen versetzt, fragt Radio Inkompetentistan: In einem Verbotsverfahren gegen eine 8-seitige oppositionelle Wochenzeitung wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung ergab die Beweisaufnahme keinen Gesetzesverstoß. Kann ich trotzdem ein Urteil auf 1-monatige Schließung fällen? |
22.10.2009 |
Frieden ist machbar, türkischer Nachbar! Es ist unglaublich, wie schnell sich die politische Lage eines Landes verändern kann. Mehr als 50 000 euphorische Kurden feiern am Grenzübergang zur irakischen Föderalregion Kurdistan ihre 34 "Friedensgesandten", als wäre mit ihnen der Frieden scheinbar schon eingetroffen und das ganze durch den Krieg verursachte Leid vergessen. Als dann auch die Staatsanwaltschaft noch bekannt gibt,... |
21.10.2009 |
Alarm an der Grenze: 34 Friedensbotschafter meinen es ernst! Abdullah Öcalan veranlasste die PKK-Führung zur Entsendung einer "Friedensdelegation", deren 34 Mitglieder, die laut PKK-Führung nie an Gefechten teilgenommen hatten, am 19.10.2009 in der Türkei eintrafen. Dies sollte es den türkischen Behörden erleichtern, sie nicht gleich in Haft zu nehmen wie 1999. Nach neuesten Berichten sind sie inzwischen alle in Freiheit. Jetzt ist nur noch offen:... |
20.10.2009 |
O. Miroğlu: Ceylan, Uğur, Mizgin, Xezal, İbrahim und die anderen Wir haben schon längst den Anspruch verloren in einem Lande zu leben, welches das Leben seiner eigenen Kinder beschützt. Diejenigen, welche Uğurs Mörder wegen Notwehr freisprechen ließen, [Richter], die dazu imstande sind, wollen nun Ceylans Mörder, Leute, welche dieses kollektive Verbrechen gemeinsam begingen, mit Befunden freisprechen, welche die Wissenschaft der Kriminologie... |
12.10.2009 |
Ceylan Önkol: "Der Tod der Schafhirtin wird als Terrortat untersucht" - so titelt heute die "Hürriyet Daily News" mit Verweis auf einen Artikel in "Milliyet" am gestrigen Sonntag. Aber freilich, liebe KollegInnen aus Ankara, eine Ermittlung zu diesem Tatbestand ist vollauf berechtigt, auch, dass nach Artikel 10 des in der Republik Türkei geltenden Strafgesetzbuches "vertraulich" ermittelt und die Öffentlichkeit, besonders die Presse, nicht über den... |
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