Aber so mancher Gehörgang scheint verstopft, so mancher Geist verkalkt. Eine junge Stimme ruft. Kurdmania bringt sie zu Gehör:
FRIEDEN - UND SO
Wir rufen: "FRIEDEN!",
bekommen Krieg.
Wir rufen: "FREIHEIT!",
bekommen Gefangenschaft.
Sagt, ist das unser Sieg?
Ist das unsere neue Herrschaft?
Wir rufen: "LIEBE!",
bekommen Hass.
Wir rufen: "FREUDE!",
bekommen Trauer.
Sagt, woher der ganze Menschenhass?
Zwischen uns und dem Frieden erhebt sich eine dicke Mauer.
Wir wollen fliegen,
doch unsere Flügel sind zu schwach.
Wir wollen schmerzlos durch die Welt gehen,
doch dringt der Schmerz immer tiefer in uns ein.
Sagt, warum denkt ihr nicht mehr nach?
Trauer, Leid und Schmerz, ist das die neue Kunst?
Wir wollen leben,
doch werden wir vergiftet vom Kireg.
Wir wollen schreien, laut was dagegen sagen,
doch ihr haltet uns den Mund zu.
Sagt, ist das wirklich unser Sieg?
Sagt, wann lässt uns der Krieg endlich in Ruh?
-Kevîk Hirorî.
Hallo Weißkopf,
ich bin Schwarzkopf.
Akzeptierst du mich,
oder steckst du mich in einem Topf?
In einem Topf voller Schwarzköpfe,
man sagt ja, wir wären alle gleich.
Nehmen eure Arbeit weg,
machen falsche Geschäfte
und sind deswegen so reich.
Machen uns ganz frech in eurem Land breit.
Uns gefällt das nicht,
dass ihr so gemein zu uns seid.
Wir reichen euch die Hand.
Komm, lasst uns Freunde sein.
Doch ihr wollt,
dass wir wieder zurück fahren in unser Land.
Ihr wisst nicht,
wie gefährlich das ist,
denn dort ist nicht alles so rein.
Wir sind doch hier
wegen Frieden, Recht und Freiheit.
Wir sind geflüchtet vorm Krieg.
Wir wollen weg vom Trauer und Leid.
Doch die höheren Mächte möchten Sieg.
So lasst uns hier friedvoll leben.
Lasst uns lernen einander zu lieben.
Lasst uns das Problem beheben.
Unsere Existenz, unsere Kinder,
das ist uns noch geblieben.
Also Weißkopf, weg mit dem Fremdenhass!
Reich mir deine Hand.
Kein Rassismus mehr:
Wir wollen Liebe und Frieden.
Teilen wir uns Wasser, Brot und Land.
In der Vergangenheit wurde dies vermieden.
Also, lasst uns das ändern!
- Kevîk Hirorî







