Wladimir van Wilgenburg ist ein politischer Analyst, der sich auf Fragen in Bezug auf den Irak, Iran, Syrien und die Türkei sowie einem besonderen Fokus auf kurdische Politik, spezialisiert hat. Im Jahr 2011 erhielt van Wilgenburg den MA im „Conflict Studies und Human Rights“-Bereich der Universität Utrecht. Van Wilgenburg ist ein regelmäßiger Referent der in Washington DC ansässigen Jamestown Foundation, und schreibt auch oft für Rudaw, einer Online-Zeitung aus Erbil (kurd.: Hawler), die in englischer und kurdischer Sprache veröffentlicht.

Anm. der Redaktion: Das Interview wurde bereits Mai 2012 geführt!

KM: Jetzt, nach Ihrem Besuch, was denken Sie über die Kurden und die (autonome) Region Kurdistan?

Wilgenburg: Die Kurden im Irak, Syrien, Iran und der Türkei unterscheiden sich ein wenig, sowohl aufgrund der unterschiedlichen Staaten als auch aufgrund der Anpassung an diese Staaten, in denen sie leben. Geografische Faktoren spielen eine große Rolle bei der Gestaltung der kurdischen Identität. Obwohl die Staatenlosigkeit in gewisser Weise die Kurden vereint, existieren (auch) viele Themen, die teilen, wie Sprachgebrauch, Politik, Kultur, etc.

Dies alles hängt damit zusammen, dass die Kurden keinen Staat haben und dies erklärt auch den Mangel an Einheit. Aus diesem Grund habe ich unterschiedliche Erfahrungen mit Kurden, je nachdem wo sie herkommen. Ich hatte positive und negative Erfahrungen in der kurdischen Region, aber Kurdistan bleibt eine Post-Konfliktregion, und ich werde zu viele Erwartungen gehabt haben. Andererseits gibt es eine Menge von Entwicklungen, mit neuen Hotels, Bars, Restaurants, die das Leben für einen Europäer erleichtern. Die meisten europäischen Produkte sind auch auf dem Markt erhältlich. In gewisser Weise kann der Lebensstandard in Kurdistan höher sein als in manchen europäischen Ländern.

KM: Wie würden Sie die Demokratie in Südkurdistan im Vergleich zu anderen Staaten im Nahen Osten beschreiben? Welche Defizite gibt es noch?

Wilgenburg: Wenn Sie die KRG mit Europa vergleichen, gibt es viele Unterschiede. Aber wenn Sie Kurdistan mit den anderen Ländern in der Nachbarschaft des Iraks vergleichen, steht Kurdistan in Hinblick auf einen derart kurzen Zeitraum nicht schlechter da. Es existieren tatsächlich Probleme, wie Menschenrechtsverletzungen, Machtmissbrauch, Korruption, Mangel an Aufsicht und die Abhängigkeit von Importen und Geld aus Bagdad. Einige dieser Probleme werden auch von der KRG selbst erkannt. Aber auf der anderen Seite existieren diese Probleme auch in der Türkei, Iran und Syrien auf einem viel höheren Niveau. Trotz dieser Tatsache haben diese mehr Erfahrung mit der Kontrolle ihrer eigenen Angelegenheiten. Es ist auch nicht sehr überraschend für ein Post-Konfliktland - wie der Irak - diese Probleme zu haben. Denken Sie an Südafrika, Kosovo, Osttimor und andere Länder. Ehemalige Revolutionäre haben häufig Probleme mit der Regierung ihres eigenen (in diesem Fall autonomen) Staates. Es braucht Zeit und Erfahrung. Der arabische Frühling wird auch zeigen, dass viele der nachrevolutionären Länder mit vielen Machtkämpfen, Instabilität und Problemen umgehen müssen. Demokratisierung braucht Zeit und eine andere Denkweise. Bildung spielt eine bedeutende Rolle und die KRG hat dies erkannt. Der Rest des Iraks leidet weiterhin unter Unsicherheit und politischer Uneinigkeit. In der kurdischen Region existieren lebendige, aber unprofessionelle Medien, aber der Machtgewinn der Oppositionspartei Gorran hat bestimmte Veränderungen herbeigeführt und den Prozess der Demokratisierung beschleunigt. Die KRG muss sich mehr auf die Vereinigung der verschiedenen Ministerien, auf Transparenz und auf den privaten Sektor konzentrieren. Viele dieser Probleme wurden durch das KDP-PUK-Abkommen verursacht, welches die Verhinderung eines Bürgerkriegs beabsichtigte. Die KDP-PUK-Vereinbarung war notwendig, um einen erneuten Bürgerkrieg zu verhindern, aber sie wird jeden Tag zunehmend hinfällig. Gleichwohl existieren immer noch von Zeit zu Zeit Spannungen zwischen den Unterstützern der PUK und KDP.

KM: Kennen Sie irgendwelche Christen in Südkurdistan? Wie nehmen diese Kurdistan wahr?

Wilgenburg: Es hängt davon ab, ob die Christen außerhalb des Iraks oder im Irak leben. Es gibt eine Anzahl von Christen in der Diaspora, die der KRG gegenüber feindlich gesinnt sind und die christlichen Gebiete nicht als Teil von „Kurdistan“ betrachten und die Kurden der Übernahme der assyrischen bzw. der christlichen Gebiete beschuldigen. Auf der anderen Seite habe ich mit Christen in der Region Kurdistan gesprochen, die sagten, dass sie kaum Probleme mit den Kurden oder der Region Kurdistan hätten, abgesehen von Problemen mit der Jobsuche hinsichtlich der Tatsache, dass sie Arabisch sprechen. Die Christen außerhalb der Region Kurdistan, in Ninive und Kirkuk, unterscheiden sich sehr von denen in der Region Kurdistan und haben mit Sicherheitsfragen zu kämpfen und stecken zwischen Arabern und Kurden fest. Im Allgemeinen habe ich die Meinung, dass Christen im Nahen Osten keiner anderen Gemeinschaft vertrauen und glauben neutral bleiben oder säkulare Parteien unterstützen zu müssen, um als Minderheit zu überleben.

Nationalistische Kurden würden sie wahrscheinlich eher dazu zwingen Kurdisch zu lernen, da die meisten von ihnen Arabisch (und nicht einmal ihre eigene aramäische Sprache) sprechen. Aber Kurden erlitten die gleiche Erfahrung in anderen Ländern, daher ist dies keine Lösung. Es gibt auch Spannungen mit Christen, die von außerhalb der KRG kommen, weil die Christen bereits dort leben, und als Konkurrenz um Arbeitsplätze (denn viele von ihnen sind sehr gut ausgebildet) betrachtet werden. Obwohl sie von Solidarität sprechen, haben sie auch ihre eigenen Probleme innerhalb der verschiedenen religiösen christlichen Sekten.

Die KRG versucht weiterhin ihr Bestes zu tun, um auch Arabern und Christen Arbeitsplätze zu bieten, aber es sind nicht nur Araber und Christen, die sich über den mangelnden Zugang zu Arbeitsplätzen beschweren, denn es fehlt ein gesunder privater Sektor, dessen Entwicklung viel Zeit bedürft.

KM: Wie haben Sie den Blick der Südkurden auf die Kurden aus den anderen Teilen Kurdistans empfunden?

Wilgenburg: Dies hängt davon ab mit welchen irakischen Kurden Sie sprechen. Einige irakische Kurden betrachten andere Kurden nicht als "wahre Kurden“ oder sie sind sehr gastfreundlich zu den Kurden aus anderen Teilen und schätzen sie sehr. Es hängt auch davon ab, wo die irakischen Kurden wohnen. Die grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen den Kurden aus der Region Badinan sind viel stärker als zum Beispiel mit Suleymaniyah oder Hawler. Auf der anderen Seite erkennen einige Kurden aus der Türkei das Leben in der KRG im Vergleich zur Türkei nicht an und schauen herabsetzend auf das System dort. Iranischen Kurden empfinden manchmal das Gefühl kultureller Überlegenheit gegenüber irakischen Kurden und scheinen eine Rolle im kulturellen Bereich der Region Kurdistan zu spielen, während türkischen Kurden mehr auf Wirtschaft und den Arbeitsmarkt ausgerichtet sind. Die KRG unterstützt nun auch syrischen Kurden, die aus Syrien geflohen sind. Es gibt auch Probleme zwischen Kurden aus Europa oder den USA, die eine harte Zeit durchgehen müssen, um sich dem unterschiedlichen kulturellen Klima in der KRG anzupassen. Einige von ihnen kehren aufgrund negativer Erfahrungen lieber wieder zurück in die EU oder USA, während andere es lieben in der Region Kurdistan zu leben.

KM: Zur Zeit wird viel über die mögliche Unabhängigkeit Südkurdistans gesprochen: Welche Erwartungen haben die Südkurden in Bezug auf diese Nachrichten?

Wilgenburg: Es hängt davon ab mit welchen Personen Sie sprechen. Viele von ihnen sind argwöhnisch, da es (bereits) zuvor diese Aussagen von Barzani gab. Auf der anderen Seite sind einige erwartungsvoll hinsichtlich eines eigenen Staates und unterstützen die Aussagen von Barzani. Die meisten Kurden in der KRG befürworten einen kurdischen Staat sehr. Jedoch ist es nicht vorhersehbar, was (nach der Unabhängigkeit) passieren würde, denn in Wirklichkeit kann die KRG nicht ohne Unterstützung von außen unabhängig werden und ist stark abhängig von Importen und Geld aus Bagdad.

KM: Welche Auswirkungen kann die Krise in Syrien auf das kurdische Volk oder vor allem auf die Politik in Südkurdistan haben?

Wilgenburg: Es könnte die Menschenrechtsverletzungen gegen die syrischen Kurden (Staatenlosigkeit, fehlende kulturelle Rechte, Verhaftungen, Folter etc.) beenden, aber auf der anderen Seite könnte sich die Lage in Syrien verschlechtern und die syrischen Kurden darunter leiden. Auch ergibt sich Möglichkeit für sie ihre politische Macht zu erhöhen, aber sie sind sehr uneinig, und die arabischen Politiker sind gegen jede Form eines kurdischen Föderalismus. Es gibt viel Misstrauen zwischen der arabischen Opposition und den Kurden.

Laut KRG-Präsident Barzani habe man versucht die syrische Regierung zu überzeugen ihre Position zu den kurdischen Rechten zu überdenken, aber dies scheiterte, während die Opposition eine unklare Haltung hinsichtlich der Rechte der Kurden einnimmt. Er (Barzani) sagt, dass die KRG sich nicht in den "sektiererischen Konflikt in Syrien zwischen Sunniten und Schiiten" einmischt, aber in Wirklichkeit unterstützt die KRG in mancher Hinsicht den Sturz Assads. Doch man weiss auch, dass das Ergebnis des syrischen Konflikts mühsam und gefährlich sein kann. Der Assad-Regierung missfiel Barzanis Ablehnung der Einladung nach Syrien oder die Besuche syrischer und libanesischer Politiker nach KRG. Im Moment ist das syrische Regime jedoch zu beschäftigt, um etwas dagegen zu tun.

KM: Einheit ist der Begriff, über den alle Kurden heute sprechen; was glauben Sie, wie können sich die Kurden aus allen Teilen sammeln und eine Einheit werden?

Wilgenburg: Es ist schwierig mit den derzeitigen Grenzen, aber die aktuellen Entwicklungen und die Globalisierung lassen Kontakte und Netzwerke zwischen Kurden einfacher zu. Die Medien wachsen enorm, sodass sprachliche und kultruelle Interaktion häufiger vorkommen. Jedoch werden die politischen und kulturellen Unterschiede wahrscheinlich weiter existieren, doch es ist schwer irgendwelche künftige Entwicklungen vorherzusagen.

KM: Welche Erwartungen setzen Sie in die Nationale Konferenz?

Wilgenburg: Es ist noch nicht klar, ob die Konferenz stattfinden wird oder nicht. Dies hängt alles mit den politischen Differenzen zwischen den kurdischen Parteien zusammen, die (zwar) kurdische Einheit predigen, aber letzten Endes alle unterschiedliche politische Interessen und politische Linien haben, was nicht wundert und durchaus logisch ist.

KM: Vielen Dank für das Interview.

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und auf Jamestown / Wilgenburg.

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Notiz:

Anm. der Redaktion: Anbei die Originalversion des Interviews auf Englisch:

Wladimir van Wilgenburg is a political analyst specializing in issues concerning Iraq, Iran, Syria, and Turkey with a particular focus on Kurdish politics. In 2011 van Wilgenburg received an MA from the University of Utrecht’s Conflict Studies and Human Rights program. Van Wilgenburg is a regular contributor to the Washington DC-based Jamestown Foundation, and also writes often for Rudaw, an online Kurdish newspaper based in Erbil, that publishes in English and Kurdish.

KM: Now, after your visit, what do you think of the Kurds and the Kurdistan Region?

Wilgenburg: The Kurds in Iraq, Syria, Iran and Turkey are a bit different due to the different states they live in, and due to their adaptation to the states they live in. Geographical factors play a huge role in the shaping of Kurdish identity. Although the statelessness in some way unites the Kurds, there are a lot of issues that divides the Kurds such as language usage, politics, culture, etc. This is all related to the lack of having a state, and this also explains the lack of unity. As a result, I have different experiences with Kurds, depending on where they are coming from.

I have had positive and negative experiences in the Kurdish Region, but Kurdistan remains a postconflict region, and I should have too much expectations. On the other hand, there is a lot of development, with new hotels, bars, restaurants, which make life easier for an European. Most European products are also available on the market. In some ways living standards can be higher in Kurdistan than in some European countries.

KM: How would you describe the democracy in South Kurdistan in comparison to other states in the Middle East? Which deficits still exist?

Wilgenburg: If you would compare the KRG to Europe, it would be much different. But if you compare Kurdistan to the other countries in Iraq’s neighbourhood, they are not doing that bad for such a short period. There are indeed issues with human rights violations, abuse of power, corruption, lack of oversight, and a dependence on imports and money coming from Baghdad. Some of these problems are also recognized by the KRG itself. But on the other hand these problems also exist in Turkey, Iran and Syria on a much higher level. Despite the fact, they have had more experience with having control over their own affairs. It is also not very surprising for a post-conflict countries like Iraq to have these problems. Think of South Africa, Kosovo, East-Timor, and other countries. Former revolutionaries often have problems with governing their own (in this case just autonomous) state. It needs time and experience. The Arab spring will also show that a lot of post-revolutionary countries will have to deal with a lot of power struggles, instability and problems. Democratization needs time and a different mindset. Education plays an important role, and the KRG has recognized this. The rest of Iraq still suffers from insecurity and political disagreements. There is a vibrant, but unprofessional media in the Kurdistan region, and the empowerment of the opposition party Gorran has changed certain things, and has accelerated the process of democratization. The KRG needs to focus more on the unification of the different government departments, transparency, and the private sector. A lot of these problems are caused because of the KDP-PUK agreement, which was meant to prevent a civil war. The KDP-PUK accord was necessary to prevent a renewed civil war, but it is becoming more obsolete every day. Although tensions still exist between the PUK and KDP supporters from time to time.

KM: Have you met any Christians in South Kurdistan? How they perceive Kurdistan?

Wilgenburg: It depends on if they are Christians living outside of Iraq, or inside Iraq. There is a number of Christians in the diaspora that is hostile towards the KRG, and they do not see the Christian areas to be part of ‘Kurdistan’, and accuse the Kurds of taking over Assyrian, or Christian areas. On the other hand, I have talked with Christians in the Kurdistan region, and they say they do not have much problems with the Kurds, or the Kurdistan region, apart from having problems with finding jobs due to the fact that they speak Arabic. The Christians outside of the Kurdistan region, in Nineveh and Kirkuk, are much different from those living in the Kurdistan region, and have to deal with security issues and being stuck between Arabs and Kurds. In general, I have the idea that Christians in the Middle-East do not trust any other community, and feel they need stay neutral, or support secular parties, in order to survive as a minority.

Nationalist Kurds would probable rather have them force to learn Kurdish, since most of them speak Arabic (and not even their own Aramaic language). But Kurds suffered the same experience in other countries, so that is not a solution. There are also tensions between Christians coming from outside of the KRG, because the Christians already living there, consider them to be competition for jobs (lot of them are highly educated). Although they may speak of solidarity, they also have their own issues between the different religious Christian sects.

Still the KRG is trying to do its best to offer also Arabs and Christians jobs, and its not only Arabs and Christians who are complaining that they have a lack of access to jobs, due to the lack of a healthy private sector, which needs a lot of time to develop.

KM: How did you perceive the view of the Southern Kurds on the Kurds of the other parts of Kurdistan?

Wilgenburg: That depends on what kind of Iraqi Kurds you talk to. Some Iraqi Kurds consider other Kurds not to be ‘really Kurdish’, or they are very welcoming to Kurds from other parts and hold them in high regard. It also depends on where the Iraqi Kurds are from. The crossborder ties among Kurds in the Badinan region are much stronger than in for instance Suleymaniyah, or Hawler. On the other hand, some Kurds from Turkey do not always appreciate life in the KRG compared to Turkey, and look down on the system there. Iranian Kurds sometimes feel cultural superiority towards Iraqi Kurds, and seem to play a role in the cultural sector of the Kurdistan region, while Turkish Kurds are more focused on business and labour. The KRG is now also helping Syrian Kurds, who flee from Syria. There are also issues between Kurds coming from Europe, or the US, who have a hard time to adapt to the different cultural climate in the KRG. Some of them rather return back to EU or US due to negative experiences, while others like living in the Kurdistan region.

KM: At the time there is much talk about the possible independence of South Kurdistan: What are the expectations of the Southern Kurdish people to this news?

Wilgenburg: It depends on which people you talk too. A lot of them are suspicious, because there have been these statements of Barzani before. On the other hand, others are eager to have their own state, and support the statements of Barzani. Most Kurds living in the KRG are highly supportive of a Kurdish state. But it is unpredictable what will happen, but in reality the KRG cannot get independent without outside support, and is heavily dependent on imports and money coming from Baghdad.

KM: What impact could the crisis in Syria have on the Kurdish people or especially to the policy in South Kurdistan?

Wilgenburg: It could end the human rights violations carried out against the Syrian Kurds (statelessness, lack of cultural rights, arrests, torture, etc) but on the other hand the situation in Syria could deteriorate, and the Syrian Kurds could suffer from it. There is a possibility for them to increase their political power, but they are very disunited, and the Arab politicians are against any form of Kurdish federalism. There is a lot of mistrust between the Arab opposition, and the Kurds.

According to KRG president Barzani they tried to convince the Syrian government to change their position to the right of Kurds, but this failed, while the opposition is unclear about Kurdish rights. He says the KRG stays out of the ‘sectarian conflict in Syria between Sunnis and Shiites’, but in reality the KRG in some ways supports the toppling of Assad. Although, they also know the outcome of the Syrian conflict can be troublesome and dangerous. But the Assad-government did not like Barzani rejecting Assad’s invitation to visit Syria, or Syrian and Lebanese politicians visiting the KRG. At the moment the Syrian regime is too occupied, to do anything about it.

KM: Unity is the word that every Kurd is speaking of nowadays, how can Kurds from all parts gather and unite do you think?

Wilgenburg: It is difficult with the current borders, but the current developments and globalization make contacts and networks between Kurds easier. There is a huge growth of media, which makes language interaction and cultural interaction more common. But the political and cultural differences will likely to continue to exist, but it’s hard to predict any future developments.

KM: What expectations do you have in the National Conference?

Wilgenburg: It is still not clear yet if the conference will take place or not. This is all related to the political differences between the Kurdish political parties who preach Kurdish unity, but in the end all have different political interests and policies, which is not surprising, and quite logical.

KM: Thank you for the interview.