Halabja...griff die irakische Luftwaffe die kurdische Stadt Halabja mit Giftgas an. Es starben 5000 Menschen qualvoll, darunter vor allem Kinder, Frauen und alte Menschen, die nicht die Kraft hatten, so schnell aus der Stadt zu flüchten. Der Angriff fand am 16.03.1988 statt - gegen Ende des Ersten Golfkriegs des Irak gegen den Iran.

Zwischen 7000 und 10000 Menschen wurden bei dem Massaker so schwer verletzt, dass sie später starben oder dauerhafte Gesundheitsschäden wie Nervenlähmungen, Hautkrankheiten, Tumorbildungen, Lungenschäden sowie Fehlgeburten erlitten.

1987 - 1989: Anfal Genozid

1987 führte der Irak eine Volkszählung durch, die zur Grundlage des Anfal-Operationsmusters werden sollte. Nachdem totale Überwachung kein Ergebnis brachte, griff das Baath-Regime zu anderen Maßnahmen - der Vernichtung der kurdischen Bevölkerung. Das Ergebnis war erschütternd. Beobachter der UNESCO schätzen die Opfer Anfal-Operationen auf 180.000, während das irakische Regime die Opferzahl auf höchstens 100.000 festsetzte; anzumerken bleibt, dass allein aus dem Stamm der Barzanis zwischen 5000 bis 8000 Mitglieder deportiert und ermordet wurden.

Während der Operationen wurden über 4000 kurdische Dörfer zerstört und die Menschen durch Giftgas ermordet. Der Leiter der Operation, Ali Hasan al-Madjid, erteilte während der Kampagne den Befehl, alle Männer zwischen 15 und 70 Jahren hinzurichten, worüber exakt Buch geführt wurde.

Offiziell beendet wurden die Anfal-Operationen am 6. September 1988 durch eine Amnestieerklärung; inoffiziell gingen jedoch die Repressionen gegen die kurdische Bevölkerung weiter, die 1989 in der Errichtung einer sogenannten "Schutzzone" (30 km breit und 1200 km lang), entlang der Grenzen zur Türkei und dem Iran, endete.

Notiz:
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Anfal - Der Beutezug / Südkurdistan