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Kurdistan Diskussionsforum 23. Mai 2012, 18:51 *
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Autor Thema: Irak: Flaggenstreit  (Gelesen 3348 mal)
kurd_khanaqin | Beiträge: 37
kurd_khanaqin
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« Antworten #22 am: 16. Feb 2008, 12:41 »



so hätte sie aussehen sollen, die legitime Flagge des Iraks:
 




Habe nur das Bild formatiert  Smiley


ich wäre auch für eine wiedereinführung dieser flagge..
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Welatperist | Beiträge:
Welatperist
Gast
« Antworten #23 am: 18. Feb 2008, 00:01 »

Zum Glück hängt diese dreckige Fahne bis dato in keinen Ämtern in der Provinz Dihuk.
Es gibt nur eine Fahne für Kurden...

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Jaban | Beiträge: 867
Jaban
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Beiträge: 867

Gelê kurd carek din bindestiyê qebûl nake!



« Antworten #24 am: 19. Okt 2011, 16:06 »

Flaggensteit treibt Kurden auf die Straßen

Handelsblatt, 16.10.2011

Einfach war die Beziehung zwischen Kurden und Arabern nie, die irakische Regierung in Bagdad hat den Konflikt nun zusätzlich angeheizt. Außerhalb der Autonomie-Region ist die Flagge der Kurden nicht länger erwünscht. Die kurdische Minderheit reagierte umgehend mit massiven Ausschreitungen.

Bakuba...Im Nordirak haben tausende Kurden gegen das von der Zentralregierung in Bagdad angeordnete Entfernen kurdischer Fahnen von öffentlichen Gebäuden protestiert. In der Stadt Chanikin übergoss sich am Sonntag ein Demonstrant mit Benzin und zündete sich selbst an, bestätigten Sicherheitskreise in der Provinzhauptstadt Bakuba. Er wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht. In Chanikin, 180 Kilometer nördlich von Bagdad, sind die Mehrheit der Bewohner ethnische Kurden, doch leben dort auch viele arabische Iraker und Turkmenen.

Vor knapp einer Woche hatte der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki - ein arabischer Schiit - angeordnet, dass außerhalb der kurdischen Autonomie-Region im Nordirak die kurdischen Fahnen von den öffentlichen Gebäuden zu entfernen seien. Hunderttausende irakische Kurden leben außerhalb der Autonomie-Region, in einigen Orten wie Chanikin stellen sie die Bevölkerungsmehrheit.

Die Kurden, von denen rund zwölf Millionen in der Türkei, vier Millionen im Irak und weitere Millionen in Syrien und im Iran leben, haben keinen eigenen Staat, obwohl sie über eine eigene Sprache und Kultur verfügen. Im Irak ist ihre regionale Autonomie nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein durch den US-Einmarsch 2003 verfassungsrechtlich abgesichert worden.

Die Verwendung der kurdischen Fahne in der Autonomie-Region wird von den Behörden in Bagdad gebilligt. Die Kurden wollen aber auch Gebiete außerhalb der Autonomie-Region, in denen sie in der Zeit vor den massiven Vertreibungen durch das Saddam-Regime eine Mehrheit gestellt hatten, in die Kurden-Region eingliedern. Am heißesten umstrittenen ist darunter die nordirakische Stadt Kirkuk mit ihren Ölfeldern.
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Salman46 | Beiträge:
Salman46
Gast
« Antworten #25 am: 22. Okt 2011, 15:02 »

Am liebsten will ich schreiben, dass wir in den Süden marschieren sollten; unsere Armee, mit 200.000 Starken Peshmerga-Kämpfer, ist viel besser ausgebildet als die arabisch-islamistische Milizientruppe der Schiiten. Da wir besonnene Menschen sind, gewähren wir den Arabern noch die Vernunft. Wenn sie nicht aus eigenem Antrieb Eingeständnisse machen und Ländereien abtreten wollen, dann müssen diese mit der Konsequenz leben, Gebiete zu verlieren, die die Kurden nicht in Anspruch nehmen wollten. Wohlmöglich könnten wir unseren aramäischen Brüdern sogar einen Gefallen tun, wenn wir ihnen Raum verschaffen, wo sie friedlich und liberal weiterleben dürfen, mit ihrer alten Kultur und Sprache.

Das Problem, wenn wir uns mit den Schiiten anlegen würden, käme der Iran ins Spiel. Wir müssen warten bis dies verdammte Mullah-Regime beseitig worden ist.
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Cahit05 | Beiträge: 39
Cahit05
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Beiträge: 39


« Antworten #26 am: 22. Okt 2011, 21:36 »


Der Flaggenstreit ist ein politischer Ausdruck der sich verschiebenden Machtverhältnisse im heutigen Irak. Um hier weiter auszuführen will kurz anmerken, das Flaggen ein Symbolcharakter haben und ein Wir-Gefühl erwecken sollen. Im alltäglichen Leben werden wir jeden Tag damit konfrontiert. Sei es in unserer Euopäischen Flagge mit den 12 Sternen(i12 Apostel...christlichen Wurzeln u.s.w.) oder anderer Symbole mit denen sich Gruppen identifizieren und von anderen differenzieren. Wenn man das unter diesem Aspekt betrachtet ist es ein Schlag gegen das kurdische aufbegehren auf Eigenständigkeit und deren Autorität in den jeweiligen Gebieten, die sie für sich proklamieren. Die Frage, die hier im Raum steht ist nur, wann der georfeigte reagieren wird oder seine Schwäche sich eingestehen muss um zu überleben als de facto Staat im Staat. Diese Reaktionen seitens des irakischen Staatsapparates kurz vor dem Rückzug aller US-Streitkräfte aus dem Irak haben eine deutliche Geste in Richtung der Kurden offenbart. Jeder der auf den ersten Schlag wartet und dem die Schuld an allem zukünftigen geben sollte, sollte diesen Streit nicht vergessen, der dazu geführt hat...



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Amos | Beiträge: 4300
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« Antworten #27 am: 23. Okt 2011, 00:53 »

Eine Dichtung des damaligen "Reichsjugendführers" Baldur von Schirach endete mit diesen Zeilen:

Zitat
Uns're Fahne flattert uns voran,
Uns're Fahne ist die neue Zeit.
Und die Fahne führt uns in die Ewigkeit!
Ja die Fahne ist mehr als der Tod!
Quelle: http://ingeb.org/Lieder/vorwarts.html

Auf solchen Schwulst folgte dann - eigentlich logisch - am 18. Februar 1943 die Frage von Schirachs Kabinettskollegen Joseph Goebbels:

Zitat
"Wollt ihr den totalen Krieg?", fragt der Mann am Rednerpult, und die 15.000 Besucher im Saal springen wie in einer Welle nacheinander von den Plätzen, reißen die Arme in die Luft und schreien "Ja". Als der Beifall abebbt, stützt der Redner die Hände in die Seiten und setzt nach: "Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt noch vorstellen können?" Und wieder springen die 15.000 von ihren Plätzen und schreien: "Ja!"
Quelle: http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/17841/stiller_staatsstreich.html
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« Antworten #28 am: 23. Okt 2011, 12:28 »


Charlie Chaplin hätte keine zynischere Kömodie zu dieser wahren Geschichte aus dem Land der Dichter und Denker einfallen können, die leider in anderer Form vor diesem Ereignis und nach dem Ereignis eingetroffen sind.
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