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Miro
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« Antworten #6 am: 10. Nov 2008, 13:15 » |
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Die Veranstaltung an sich war weniger Spektakel. Mehr oder weniger das gewohnte, aber dieses mal gab es ein Highlight. Und zwar war aus der Türkei eine bekannte Musik Gruppe eingeladen "Yeni Türkü" diese Gruppe gilt unter den linken als demokratisch liberal, aber das was sie am Samstag Abend ablieferten unterschied sie kaum von der offiziell türkischen Haltung. Nachdem sie im Saal eingetroffen sind und proben wollten so der Cudi Arif von der Organisationskomitee, hätte die Gruppe die Technik zum Problem gemacht, da das für ihren Programm unzureichend sei! Daraufhin habe man sich dazu breitschlagen lassen neues Equipment zu verschaffen, was auch der Fall war. Nachdem das erledigt wurde, hat man diesmal Abdullah Öcalan´s Portrait, was neben dem von Hüseyin Celebi hinter der Bühne hing, zum Vorwand genommen und mit nicht auftreten gedroht, falls dieser nicht abgehangen wird. Im Zuge der Verhandlungen mit der Gruppe, was auch der Grund dafür war, dass das Programm fast zwei Stunden später starten konnte, als geplant, habe man sich entschieden und die Entscheidung war natürlich eindeutig, so dass die Gruppe obwohl extra aus der Türkei angereist ohne aufzutreten den Saal verlassen hat.
Zur beginn der Veranstaltung wurde die Mutter von Hüseyin Celebi auf die Bühne gebeten, was ich auch das erste mal erlebt hab, zuvor kannte ich nur den Vater von vorigen Veranstaltungen in denen er kleine reden hielt und vom leben seines verstorbenen Sohnes berichtete. Mutter Celebi fing mit Worten "ich entschuldige mich, für dieses verhalten von „Yeni Türkü" da sie selbst türkisch stämmig ist und fuhr mit Worten fort " es stimmt mich außerordentlich traurig, wenn ich sehe, dass eine türkische Musik Gruppe nicht auftreten will, die angeblich demokratische Werte anerkennen und sich mit ihrer Musik für unterdrückte einsetzen. Ich bin nicht nur die Mutter von Hüseyin, sondern die Mutter von allen gefallenen, die ihren Leben für diese Sache gelassen haben. Ich hoffe und wünsche mir einen baldigen Frieden zwischen den Völkern, da ich diesen Wahnsinn nicht mehr ertragen kann und dieser Krieg muss unbedingt aufhören" nach diesen kurzen und rührenden Worten brach sie in tränen aus und verabschiedete sich von der Bühne, woraufhin die Teilnehmer der Veranstaltung sie stehend minutenlang applaudierten und mit Worten "Sehid Namirin- Märtyrer sterben nicht" zu ihrem Platz begleiteten.
Das Duett von Sakine und Mehmet Akbas was ich das erste mal erlebt hab, war außerordentlich spannend und professionell. Es herrschte Gänsehaut, als Sakine das Lied "Beritan" gesungen hat, die der Freiheitskämpferin Gülnaz Karatas gewidmet ist. Sie sprang von einem Felsen, als man sie gestellt hatte, damit sie nicht zum Geisel wird, sprang sie nach einem heldenhaften Kampf in den Märtyrer Tod.
Neben Sakine und Mehmet Akbas stand Mehmet Atli mit seiner Gruppe auf dem Programm, die dann bis zum Schluss ihren schönsten Lieder vorgetragen haben und somit für einen wunderschönen Abend mit viel Kunst, Harmonie sorgten....
Ps. Medo hatte einige schöne Bilder gemacht vlt... kann er sie hier einfügen, was sehr nett wäre.
mfg...
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