@ Leninist:
Danke für den neuen Beitrag, der so sachlich gehalten ist, dass er als Grundlage für eine weitere Diskussion dienen kann.
Alle Geschehnisse führen zu einem Ziel. Man will ethnische Unruhen provozieren, von denen sich die Provokateure einen Vorteil erhoffen. Doch wer sind die Provokateure und was ist das Erhoffte?
Wo ist der Ausgangspunkt solcher Provokationen?
Seit der Aufdeckung des "Watergate"-Skandals in der US-Hauptstadt im Sommer 1972 während der Amtszeit von Richard "Tricky Dicky" Nixon wissen wir, dass so ziemlich jede Regierung ihre "Klempner" beschäftigt, welche die "Drecksarbeit" für die jeweilige Regierung erledigen und - solange es geht, also bis die Beweise im wahrsten Sinne "überwältigend" sind - verleugnet werden. Das hat Nixon solage getan, bis ein Amtsenthebungsverfahren ("impeachment") gegen ihn eingeleitet wurde. Dem kam er dann mit seinem "freiwilligen" Rücktritt zuvor, bevor er "zurückgetreten werden" konnte.
Zur Organisation dieser Arbeiten verfügen Regierungen über entsprechende Organisation, deren Aufgabe es ist, die "Klempner" anzuheuern, an den jeweiligen Verbrechensort zu bringen, sie abzuschirmen und (vielleicht) auch zu bezahlen - oder bei mangelnder Eignung auch zu liquidieren. Im Staate der Türken ist neben "MIT" vor allem "JITEM" die Schaltstelle für derlei Drecksarbeit. Aber ihr Auftraggeber sitzt bei den einschlägigen Institutionen ganz oben in Ankara, egal, ob in Zivil oder Uniform. Und da geht es zu wie beim Fischhandel, denn wie du weißt, fä,gt faulender Fisch am Kopf an zu stinken.
Der Doppelmörder Bilen ist also lediglich ein kleines Rädchen im Getriebe dessen, was als "Tiefer Staat" bezeichnet wird. Wo eben wie spätestens seit "Susurluk" bekannt ist, auch enge Beziehungen zum organisierten Verbrechen gepflegt werden, im Prinzip ist man da ja auch wieder "unter sich".
Wären sowohl die jeweiligen Regierenden wie auch die Klempner und ihre Bosse nicht so inkompetent selbst beim Begehen von "Verbrechen gegen die Menschlichkeit", müssten sicher noch mehr Opfer ihrer Tätigkeit beklagt werden. Aber das kann natürlich kein Trost sein.
Das wichtigste Mittel zur Bekämpfung dieser Aktivitäten ist die Herstellung von Öffentlichkeit. Wenn zuviel Licht auf die dunklen Finger fällt, verlieren viele die Lust am widerlichen Geschäft, denn sie möchten doch so gerne später einmal als "Helden der türkischen Republik" geehrt werden.
Und solange diese Bosse der kleinen Bilens und mittleren Temisöz unwidersprochen von Friedensinitiative und "demokratischer Öffnung" schwafeln können, ist ihnen halt nicht zu trauen. Und das ist hier auch unsere Aufgabe: Ein Licht zu werfen auf derlei Geschäfte. Vielleicht begreift dann auch der deutsche Botschafter in Ankara, welchen Parteien er nahelegen muss, sich vom Terrorismus fernzuhalten.
