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Kurdistan Diskussionsforum 23. Mai 2012, 18:31 *
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Autor Thema: Repräsentiert das iranische Regime die Perser?  (Gelesen 1926 mal)
lashgar | Beiträge: 11
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« Antworten #22 am: 06. Jul 2008, 07:52 »

Die sog.Kindersoldaten der Basiji-Miliz,die im 1.Golfkrieg zum Räumen von irakischen Minenfeldern benutzt wurden,waren in der Masse freiwillig an die Front gegangen.
Um das zu verstehen,muss man das Bewusstsein der Märtykultes bei iranischen ´Schiiten bedenken.Zudem kam noch,die Isoliertheit des Irans,aufgrund von Sanktionen.dem iran fehlten schon von Kriegsbeginn an material und Ersatzteile.Außerdem war ein Großteil des Militärkommandos des Shahs eliminiert worden.
Diese Kindersoldaten waren der Versuch diese Lücke an Mangel von Kriegsausstatung und ausländischer Unterstützung,personell zu beheben.
Ich als Perser sehe diese Kinder als Patrioten,denen ihr eigenes Schicksal unwichtig erscheint gegenüber der Bedrohung durch Saddam,dem Westen und dem Panarabismus.
Diese Kinder haben für Leute wie mich gekäpft,damit ich meinen Arsch nach Europa retten kann um nicht von Saddam überrant zu werden.
Es gibt bei Persern keinerlei negative Ressentiment gegenünber Kurden(egal welche Konsfession).Bei uns sind die Kurden dafür bekannt,dass sie einen sehr großen Stolz und Ehre haben und immer ihre Identität gegenüber allen bewahrt,beschützt und verteidgt haben.
Genau so sind wir perser auch drauf,deshalb haben die Araber es auch nicht geschafft und ihre Kultur und Sprache aufzudrängen.
Kurden und Perser sind die kulturelle Elite aller iranischen Völker und dies wird dank der Entschlossen beider Gruppen ihre uriranische Wurzeln zu wahren genährt.
Der Konflikt in Ostkurdistan resultiert vornehmlich aus dem religiösen und politischen Kontrast der dortigen Kurden mit der zentrale in teheran
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Welatperist | Beiträge:
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« Antworten #23 am: 06. Jul 2008, 09:27 »

Zitat
Genau so sind wir perser auch drauf,deshalb haben die Araber es auch nicht geschafft und ihre Kultur und Sprache aufzudrängen

In der Hinsicht sind wir Kurden und Perser gewiss nicht gleich !
Betrachte dir einmal kurdische und persische Medien. In den kurdischen Medien herrscht Sprachpurismus, und in persischen Medien wird zu 50 % Arabisch benuetzt - und nicht weil es dafuer keine persischen Woerter gaebe, es ist einfach pure Dummheit.

Aber weshalb soll ich ueberhaupt so weit gehen, betrachte dir einmal nur deinen Nickname, er ist aus dem Arabischen entlehnt. Ich denke du weisst nicht einmal das Iranier Serbaz (Soldat) dafuer verwenden...

Die Araber haben es sehr wohl geschafft, den Persern und auch den Kurden ihre Kultur aufzudraengen, nur so nebenbei.

Ich finde es auch mehr als merkwuerdig, dass man Kindersoldaten heroisiert. Wer weiss wieviele iranische Kinder einfach umsonst in Minenfeldern gejagt wurden...

"Lashgar", ob der Iran Kinder als Kanonenfutter verwendet haette oder nicht, war nicht weiter relevant, denn der Westen der vom 1. Golfkrieg profitiert hat, war zu keiner Zeit daran interessiert, dass der Krieg schnell beendet wird, geschweigedenn wollten sie das es einen "Sieger" gibt. Der Westen ist naemlich an vielem interessiert, nur nicht an eine Supermacht im Nahen Osten, und genau die haette es gegeben, wenn Saddam den Iran okkupiert haette, oder die Mullahs den Irak.

Der gesamte 1. Golfkrieg war dadurch gepraegt, ein Gleichgewicht herzustellen, zu Beginn ueberrollten die Irakis die Iraner, und ca. ab 1983 nahm der Iran das "Ruder in die Hand"...

Zitat
Diese Kindersoldaten waren der Versuch diese Lücke an Mangel von Kriegsausstatung und ausländischer Unterstützung

Sowohl der Iran wie auch der Irak wurden vom Westen und der SU mit Waffen beliefert !
Denkst du etwa das der Iran mit ein paar Kindersoldaten die durch Minen gelaufen sind, Khuzestan (Arabistan) zurueckerobert hat ?  Grinsend

Zitat
Es gibt bei Persern keinerlei negative Ressentiment gegenünber Kurden(egal welche Konsfession).

Diese Aussage ist nicht korrekt !
Bei den glauebigen Schiiten unter den Persern gibt es sehr wohl negative Ressentiments gegenueber den ueberwiegend sunnitischen Kurden...und diese Antipathie hat seine Geschichte (Caldiran 1514)

Zitat
Der Konflikt in Ostkurdistan resultiert vornehmlich aus dem religiösen und politischen Kontrast der dortigen Kurden mit der zentrale in teheran

Auch diese Aussage ist nicht korrekt. Den "Konflikt" in Ostkurdistan gibt es nicht erst seitdem die Mullahs regieren...

Wer hat die Republik Mahabad und unseren Fuehrer Ghazi Mihemed auf dem Gewissen, auch etwa Ayatollah Khomeini ?

@Biji_Kurdistan

Zitat
Wenn ich die Perser beschreiben müsste dann würde ich sagen das sie ein ehrliches Volk sind, im gegensatz zu den Türken und Araber. Sie geben wenigstens zu das Iran ihre Völker unterdrückt.

Ich empfinde da anders. Die Perser haben allgemein eine Schmeichler- Mentalitaet an sich, und sind gewiss nicht ehrlicher als Trken. Die Trken wollen uns keine Rechte gebe, und das geben sie offen zu.
Viele Perser versuchen die ostkurdische Frage dadurch runter zuspielen indem sie sagen, das alle Voelker im Iran unterdrueckt werden, das hat nichts mit Zugeben zu tun !

Zitat
Die Perser die in Europa leben sind selber vor dem Iranischen Terrorstaat geflohen, warum sollen wir jezt die Perser am Verbrechen, Terror und Gewalt in Iran verantörtlich machen? Die sind doch selber davor geflohen.

Hoer dich einmal bei Exil- Persern um. Und frage sie was sie von einer kurdischen Selbststaendigkeit halten (Abspaltung vom Iran). Dann wirst du ihr wahres Gesicht sehen.

Zitat
Ganz ehrlich es ist tausend mal besser mit Persern zu leben als mit barbarischen Türken oder Araber.

Nein Bira. Es gibt keinen Unterschied zwischen diesen Voelkern. Die Interessen dieser Voelker richten sich gegen alles wofuer Kurden wie du und ich glauben - Kurdistan.

Dijmin dijmin e chi Tirke, Ereb an Paris e...

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lashgar | Beiträge: 11
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« Antworten #24 am: 07. Jul 2008, 18:40 »

Von welchen persischen Medien redest du?Die Sender aus Teheran sind teils arabischer in ihrer politischen Sicht- und Ausdrucksweise als manch maghrebinischer Sender.
Mein nickname soll Bezug nehmen zur u.a. aktuellen Bedrohung des iranischen Volkes durch die USA.Ich habe prinzipiell nix gegen die Verwendung nichtmuttersprachlicher Begriffe,solange man das Wort auch in seiner Muttersprache kennt und das tu ich in dem Fall Zunge(Sarbaz)
Der Vergleich der materiellen Ausstattung Irans im Vergleich zum Irak im ersten Golfkrieg lässt  sich u.a.anahand der entsprechenden Wikiseite sehr leicht nachvollziehen und sollte deine Zweifel ausräumen.
Deine Symphatien für die kurzlebige Republik Mahabad kann ich aus dem Gefühl des Patriotismus nachempfinden,jedoch sollte dir Bewusst sein,dass diese Mahabad Republik praktisch eine Sowjetrepublik war und voll und ganz auf dem Rückhalt der Roten Armee aufbaute.
Ich glaube kaum,dass Sowjetdiktatur besser ist als dekadente Shahmonarchie!
Ich bewürworte eine Selbstbestimmung der Kurden,allerding darf diese nicht durch "größere"Mächte ausgenutzt werden.
Eine Unabhängigkeit Ostkurdistans hätte meiner Meinung nach zur Folge,dass der Iran in mehrer Teilstaaten zerfällt,welche wiedrum sich anderen Nachbarländern anschließen könnten.Dies hätte wiederum zur Folge,dass das Machverhältniss im Nahen Osten sich zur Gunsten der Türken,Araber und Amerikaner sich verschiebt.
Das wäre der endgültige Untergang der Iraner.
Meine Lösung der ethnischen Situation im Iran ist der Förderalismus deutschen Typs.
Bildung,Kultur und Wirtschaft regional und Außenpolitik und Militär zentral,die Justiz verteilt sich auf beide Bereiche und natürlich Berufsarmee.
Das wär das Optimum für alle und es gäbe kein Blutvergießen bzw. Machtverschiebung zugunsten der Araber und Türken.

 
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Gelê kurd carek din bindestiyê qebûl nake!



« Antworten #25 am: 08. Jul 2008, 00:09 »

Es wäre nicht das kurdische Problem, sollte der Iran zerfallen oder eine Machtverschiebung zugunsten der Araber bzw. Türken zustande kommen, wenn Kurdistan frei wird!

Gern nehmen hier einige die Unterstützung "höherer Mächte" an, warnen ihrerseits aber die Kurden - welch' Heuchelei!

Hier glauben wohl einige sie würden den Kurden einen Gefallen tun, wenn sie "Demokratie", "Föderalismus" oder "Zusammenhalt" propagieren: Liebe Heuchler, diese unterstützungwerten Initiativen werden auch euren eigenen Staaten und der Menschlichkeit nützlich sein, dh. es würde ledgilich die von Kurden rechtmäßig geforderte Gleichheit und Gerechtigkeit umgesetzt werden; die Menschen würden sich freuen, aber die Kurden müssen dafür nicht im Geringsten dankbar sein!
Hier würde weder kulantes Entgegenkommen noch wahre Gleichheit vorliegen, denn das kurdische Volk an sich wäre weiterhin durch Grenzen getrennt, dh. als Volk nicht eins!

Aus diesem Grund wird das Endziel vieler Kurden weiterhin Kurdistan bleiben, selbst wenn das Ziel weitere hundert Jahre dauert, denn Pax Kurdistanica kann nur durch ein vereintes und selbstständiges Kurdenvolk zustande kommen!

Nicht alle Ziele haben unmittelbare Wege, deshalb sind mittelbare Umwege - wenn notwendig - zum Ziel legitim!
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Welatperist | Beiträge:
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« Antworten #26 am: 08. Jul 2008, 14:30 »

@lashgar

Nicht nur die Sender die aus Teheran senden, verwenden viele arabische Lehnwörter, auch gewisse persische Sender aus Kalifornien tun dies...allgemein ist es festzustellen dass Perser im Alltag extrem viele Lehnwörter benützen, und es gibt keine Tendenz, dass sich dies ändern würde.

Bei den Kurden ist das nicht der Fall, ganz im Gegenteil, man besinnt sich auf seine Muttersprache zurück.

Nun, du glaubst also noch immer daran, dass ein paar Kindersoldaten die durch Minen gelaufen sind, Khuzestan und den Shat el Ereb zurückerobert haben ?? Wikiseiten ??

Zitat
Deine Symphatien für die kurzlebige Republik Mahabad kann ich aus dem Gefühl des Patriotismus nachempfinden,jedoch sollte dir Bewusst sein,dass diese Mahabad Republik praktisch eine Sowjetrepublik war und voll und ganz auf dem Rückhalt der Roten Armee aufbaute.
Ich glaube kaum,dass Sowjetdiktatur besser ist als dekadente Shahmonarchie!

Da glaubst du aber falsch. Die kurzlebige Mahabad- Republik war das Beste, was die Ostkurden in ihrer gesamten Geschichte erlebt haben.

Zitat
Ich bewürworte eine Selbstbestimmung der Kurden,allerding darf diese nicht durch "größere"Mächte ausgenutzt werden.
Eine Unabhängigkeit Ostkurdistans hätte meiner Meinung nach zur Folge,dass der Iran in mehrer Teilstaaten zerfällt,welche wiedrum sich anderen Nachbarländern anschließen könnten.Dies hätte wiederum zur Folge,dass das Machverhältniss im Nahen Osten sich zur Gunsten der Türken,Araber und Amerikaner sich verschiebt.
Das wäre der endgültige Untergang der Iraner.

Du und dein Volk begreift die Definition von Selbstbestimmung nicht.

Das Selbstbestimmungsrecht kann an keine Optionen (größere Mächte gebunden sein) gebunden sein. Einzig und allein die Kurden bestimmen über ihr Land. Und wenn sie sich an größere Mächte binden, so ist das ihr Problem.
Oder hat sich wer beschwert, als der Shah mitten im Ar... der Amerikaner steckte ? Euer Shah n Shah, der "edle Führer" des Irans...und weshalb dürfen die Trken selbst über sich bestimmen, obwohl auch sie jahrzehntelang nichts weiter als ein amerikanischer Vasallenstaat waren, und bis heute noch sind ?

Ansonsten will ich nochmals betonen, dass ich nur die Zerstückelung des Iran's als Lösung für die dort lebenden Völker sehe. Der Perser wird niemals seine Machtansprüche zurück stecken, deshalb sollte der Perser auch nur über sein Gebiet Pars herrschen, und nicht die anderen Völker von einem Unglück (Monarchie) ins andere Unglück (theokratische Diktatur) stürzen.

Es reicht. Das werdet ihr bald erleben !
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« Antworten #27 am: 08. Jul 2008, 16:29 »

Angesichts der materiellen Überlegenheit der Araber im ersten Golfkrieg war der Einsatz von Basiji-Kindersoldat eher symbolischer,denn praktischer Natur.
Man wollte der Welt und dem gegner zeigen,dass Iran alles bis zum letzten Blutstropfen opfern wird um seine Grenzen zu verteidigen,vor allem gegen Araber..Für mich sind das Helden!
Was kann ich dafür ,dass persischer Medien arabische Lehnwörter mehr benutzen als kurdische?Wie gesagt,Sprache ist sehr variabel und passt sich der Zeit an.Im deutsche gibts auch immer mehr Anglizisemn und immer mehr gebaruchen die.
Anscheinend hälst du es nicht für nötig(welatparast),zu begründen bzw. argumentativ darzulegen,wiso die Mahabad-Republik kein sowetischer Marionettenstaat war,der sehr stalinistisch beeinflusst war.
Ansonsten kann ich dir und anderen Kurden das Recht auf völliger Abspaltung und Unabhängigkeit Kurdistans nicht übel nehmen(Selbstbestimmungsrecht der Völker).
Je mehr Iraner,die sich nicht als solche sehen, sich vom Iran abwenden,desto mehr bleibt vom Ölund Gasgewinnen für die übrigen Iraner.
Die  ökonomisch wichtigsten Regionen liegen an den Küsten am Golf und am Kaspischen Meer sowie natürlich Khuzestan.
Das Schicksal des Iran und insbesondere der Perser hängt von der einen Region ab,die Saddam ,die Amis,die Scheichs und einige andere so gerne wegen des vielen Öls vom Iran trennen wollten und einige bis heute wollen.
Wenn es um Khuzestan geht, dann ist es so als würde es dem franzosen um Paris gehen.
Deshalb kann ich mich als Perser unmöglich nur auf die Region Pars beschränken.
Lieber sollen alle iranischen Ethnien friedlich nebeneinander leben als streitend miteinander.
Bei Arabern seh ich aber rot!!!
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« Antworten #28 am: 08. Jul 2008, 18:00 »

Angesichts der materiellen Überlegenheit der Araber im ersten Golfkrieg war der Einsatz von Basiji-Kindersoldat eher symbolischer,denn praktischer Natur.
Man wollte der Welt und dem gegner zeigen,dass Iran alles bis zum letzten Blutstropfen opfern wird um seine Grenzen zu verteidigen,vor allem gegen Araber..Für mich sind das Helden!

lashgar,

angesichts deines obigen zitates frage ich mich wo der unterschied zwischen dir und den dir verhassten arabern liegen soll?

1- mit dem mutwilligen verheizen von kindern an der front wurde niemandem etwas bewiesen. zumindest nicht im positven sinne. die ganze welt und auch "die araber" langten sich an den kopf vor soviel gewissenlose ignoranz gegenüber den weltweit anerkannten fundamentalen gedanken zum besonderen schutz von kindern und jugendlichen.
 
2- ich halte dein billigen, glorifizieren, bzw. heroisieren des todes von kindern - und das dann auch noch im namen irgendeiner  symbolik - einfach nur als kriminell.
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« Antworten #29 am: 08. Jul 2008, 19:12 »

So ziemlich jedes totalitäre Regime hat für die entscheidenden Kämpfe vor seinem Untergang Kindersoldaten rekrutiert. Und natürlich sind die alle freiwillig "zu den Fahnen" gekommen, denn dieses Idealbild der Aufopferung für den Staat war zentraler Bestandteil der von ihnen erfahrenen Indoktrination, die sich als Pädagogik tarnte. In verschiedenen Ländern Afrikas gibt es ganze Kinderarmeen, die als besonders brutal gefürchtet sind, weil in ihrer Erziehung, egal ob durch Schule oder tribalistische orale Erziehung, Hass als zentraler Wert gepredigt wurde, Hass auf alle, die anders sind.

Allen, die sich darüber nicht klar sind, empfehle ich, sich bei ihrem Videoshop eine DVD des fast 50 Jahre alten Films von Bernhard Wicki "Die Brücke" http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Br%C3%BCcke_%281959%29 zu besorgen. Ich habe den als 15-jähriger Schüler damals im Kino gesehen und war dann weitgehend immunisiert gegen derartige Indoktrinationen. Obwohl mensch den sehr einfühlsam und authentisch dargestellten Opfergang dieser Gruppe von Oberschülern auch als Ermunterung sehen könnte, es ihnen gleich zu tun. Aber wer die letzten Einstellungen emotional zu verarbeiten bereit ist und wie ich Eltern und Erzieher hatte, die aus eigener Erfahrung noch Fakten beisteuern konnten, der lässt sich so nicht mehr verführen.

Was "laschgar" aber hier mit seiner Heroisierung tut, ist genau das Gegenteil davon. Denn wenn ich diese Taten verehre, fordere ich die nächste Generation zur Nachahmung auf, reihe mich ein in die Schar der Verführer, statt den Verführten zu helfen, wenigstens denen von ihnen, die das Morden überlebt haben.

Ihr solltet in der Videothek auch folgende DVDs ausleihen: "Lost Children" (deutsch synchronisiert, Trailer: http://www.lost-children.de/de/trailer.htm) und parallel dazu gibt es in guten Stadtbibliotheken die deutschen Ausgaben der Bücher von China Keitetsi, die einen ähnlichen Hintergrund hatte: http://www.chinakeitetsi.info/content/view/43/62/lang,de/ . Außerdem die DVD "Blood Diamond" (auch deutsch synchronisiert, http://wwws.warnerbros.de/blooddiamond/ )

Zum Einsatz von Kindersoldaten im Nahen und Mittleren Osten konnte ich kein DVD Material finden, nur einen alten Aufsatz des Politikers und gelernten Filmemachers Konrad Weiß, der gegen den Einsatz von Kindersoldaten durch die palästinensische Widerstandsbewegung eindeutig Stellung bezieht, gerade aus den Erfahrungen der eigenen Biografie heraus, die, da er aus meiner Generation stammt, sehr ähnlich sind wie meine Erfahrungen: "Kinder als Waffen", Publik-Forum, Februar 2003: http://www.bln.de/k.weiss/tx_kind.htm
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« Antworten #30 am: 09. Jul 2008, 00:55 »

Zunächst einmal danke an Amos für die ganzen Links.Ich möchte nbicht das Bild entstehen lassen,dass Kinder-an-die-Front- schicken etwas Heroisches ist.Ich meine nur,dass seinerzeit es nötig war die Massen im Iran zu mobilisieren um gegen Saddam vorzugehen.Da es sogut wie keine reguläre Armee mehr gab nach der islam.Revolution wurden alle möglichen Kräfte mobilisiert.
Nun Herr Sekevir!
Die von dir behauptete Moral der Araber gegenüber Kindernsoldaten kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Erst einmal paar Fakten:-die Araber haben den Krieg begonnen
                                   -die Araber haben iranische und kurdische Vorstöße mit Giftgas bekämpft,sowie auch Giftgas gegen
                                     die Zivilbevölkerung in Halabje und Sardasht eingesetzt.Wer hat die Kurden aus dem Giftgasholocuast gerettet?Iraner!Wer hat sich weltweit über den Tod von mindestens 60.000 menschen durch irakisches Giftgas beklagt?Niemand!
                                   -die Araber haben angefangen zivile Öltanker anzugreifen sowie zivile Städte mit Scudraketen zu beschießen.
Das sind alles Fakten,natürlich kamen im Laufe der Zeit immer mehr Infos über halabje ans Tageslicht und Saddam wurde auch diesbezüglich angeklagt.Es waren aber die Iraner,die alles gefilmt und erste Hilfsmaßnahmen einleiteteten.
Sepas!



                                 
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« Antworten #31 am: 09. Jul 2008, 15:00 »

Nein, lashgar, es war auch nicht "nötig". So etwas ist nie "nötig", es dient nur dazu, Gewaltherrscher noch ein paar Stunden, Tage, manchmal leider auch Jahre an der Macht zu halten. Selbst die Schweizer haben keinen Grund übermäßig stolz zu sein, dass ihr Wilhelm Tell seinen Sohn zum Kindersoldaten deformierte. Auch da ist "nötig" ein faule, da ideologische, Entschuldigung Ausrede.
« Letzte Änderung: 09. Jul 2008, 19:14 von Amos » Gespeichert

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« Antworten #32 am: 09. Jul 2008, 17:57 »

lashgar pascha,

einmal erkennst du im fronteinsatz von kindersoldaten keinen "praktischen nutzen" und verweist auf die darin "aber" enthaltene "symbolik". daraus schließe ich, dass du dir also im klaren darüber bist, für welchen preis die ganze sache zu enden hatte, bzw. geendet hat. danach rechtfertigst du den fronteinsatz von iranischen kindern mit der "mobilisierung der massen im iran um gegen saddam vorzugehen".

ich erachte es als im höchsten maße skrupellos, im vollen bewusstsein über die nutzlosigkeit, menschen - und in diesem falle noch schlimmer : kinder - in den sicheren tod zu schicken. schlimmer (kimineller) macht in deinem fall, dass du diese NUTZLOSIGKEIT weiterhin als "notwendigkeit" billigst.

und hör bloss auf auch noch von fakten zu schreiben. kein grund der welt kann eine legitimation für den einsatz von kindern an der front liefern. weder ein angriffskrieg, noch der giftgaseinsatz eines kriegsgegners.

kurden, sind also deiner meinung vorallem nach halabja dem iran zu ewigem dank verpflichtet?
komisch, irgendwie kommt mir dieser satz bekannt vor. in diesem zusammenhang forden - ebenso wie du - viele türken "nun endlich die dankbarkeit dieser ach so undankbaren kurden" ein.

dein hass auf "die araber" ist noch eine andere sache. mal eine frage :
würde ich dir die ganzen verbrechen iranischer regierungen gegen die kurdische bevölkerung auflisten, müßte ich dann nicht auch "die perser" abgrundtief hassen?
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