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Autor Thema: Erklärung des Präsidium des Exekutivrats der KCK‏  (Gelesen 2586 mal)
A M E D | Beiträge:
A M E D
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« Antworten #22 am: 16. Apr 2009, 11:07 »

KCK: Waffenstillstand überdenken


Aufgrund der aktuellen Verhaftungswelle von ca. 70 Kurdischen Politiker wird die KCK ihre Erklärung vom 12. April 2009 noch mal überdenken.

*edit*

Zitat
Als Reaktion auf die Festnahmeoperation gegen die DTP hat die KCK [kurdisch: Koma Civakên Kurdistan – Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistan] erklärt, niemand der Festgenommenen sei PKK-Mitglied. Die KCK rief die AKP und die türkische Armee dazu auf, von dieser „gefährlichen Lage“ Abstand zu nehmen. Im Falle der Fortsetzung der Angriffe müsse die Entscheidung für einen Waffenstillstand überdacht werden. [s. Erklärung vom 12.4.]

Die Operation gegen die DTP könne eine „gefährliche Entwicklung“ mit sich bringen. „Die AKP-Regierung, die bei den Kommunalwahlen in Kurdistan eine schwere Niederlage einstecken und landesweit große Stimmeineinbußen hinnehmen musste, hat den Erfolg der DTP nicht für eine demokratische Lösung in der kurdischen Frage und Frieden genutzt, sondern stattdessen die Bevölkerung zunächst in Agri und dann in Amara angegriffen. Dabei wurden zwei kurdische junge Männer getötet, Dutzende verletzt und Dutzende gefoltert.

Während also von der einen Seite die AKP-Regierung, die die Wahlergebnisse in Kurdistan nicht hinnehmen kann, unsere Bevölkerung angreift, hat die türkische Armee unterdessen, um die bei den Wahlen offen zu Tage getretenen Freiheitstendenzen in der Bevölkerung auszumerzen, zu schwächen und den Menschen ihre Hoffnung zu nehmen, neue auf Vernichtung ausgelegte Militäroperationen in verschiedenen Gebieten in Şırnak, Amed, Dersim und Hakkari gestartet. Dabei hat die Bevölkerung Kurdistans der DTP ihre Stimme für eine freie Identität, für eine Entwicklung einer demokratischen Lösung in der kurdischen Frage gegeben. Nach den Wahlen wurde gerechterweise erwartet, dass die Grundlage für eine demokratische Politik, im Sinne einer Lösung für Dialog und Frieden gestärkt werde.

Unter Berücksichtigung dieser Erwartungen unserer Bevölkerung – die gleichzeitig auch Forderung sind – hat unsere Bewegung beschlossen, bis zum 1. Juni eine gefechtsfreie Zeit fortzusetzen. Auch Abdullah Öcalan hat diese Haltung befürwortet und dazu aufgerufen, diese Entwicklung zu vertiefen. Somit hatten wir als kurdische Seite verantwortungsvoll im Sinne einer demokratischen Entwicklung gehandelt und den Ball für Frieden und eine demokratische Lösung der türkischen Seite zugeworfen.

Aber als Antwort darauf wurden die Operationen in ganz Kurdistan ausgeweitet. Gleichzeitig hat Generalstabschef Ilker Basbug in einer Rede ein weiteres Mal betont, gegen die Guerilla werde weiterhin auf Gewalt gesetzt. Und genau zur gleichen Zeit sind in etlichen Orten Operationen gegen die DTP durchgeführt und eine Vielzahl Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter festgenommen worden. Im Rahmen dieser Operation wurden auch drei Anwälte des Vorsitzenden Apo festgenommen. (...)

„Wir haben einen Schritt gesetzt, um einen friedlichen Prozess einzuleiten. Gerechterweise erwarten wir die gleiche Haltung von der Gegenseite. Wenn der türkische Staat und die AKP-Regierung diesen von uns gesetzten Schritt nicht ernst nehmen und ihre Angriffe fortsetzen, müssen wir diesen Prozess neu überdenken. Unsere Bewegung achtet beharrlich darauf, zwischen sich und die legalen Organisierungsformen der kurdischen Bevölkerung Abstand zu bewahren. Ohne diesen Fakt zu beachten die politischen Repräsentanten der kurdischen Bevölkerung als PKK’ler festzunehmen, bedeutet nichts anderes, als jeden kurdischen Patrioten als illegal zu kriminalisieren und den Prozess zu sabotieren. Diese Politik muss sofort geändert und eine legale demokratische Grundlage darf der kurdischen Bevölkerung nicht verschlossen werden.“

Die Erklärung schließt mit einem Aufruf an die AKP und die türkische Armee, die Wahlergebnisse zu respektieren und ein weiteres Blutvergießen zu vermeiden, an die demokratischen Kräfte in der Türkei, angesichts der gefährlichen Situation Haltung zu beziehen, sowie an das kurdische Volk und alle demokratischen Einrichtungen in Kurdistan, „die Stimme zu erheben für einen würdevollen Frieden, eine demokratische Lösung und Geschwisterlichkeit“.


15.April.2009

Quelle: ISKU | Informationsstelle Kurdistan 


Bitte beachte, dass manche Symbole verboten sind. KM-Team
« Letzte Änderung: 16. Apr 2009, 12:26 von Rewsen » Gespeichert
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« Antworten #23 am: 18. Aug 2011, 11:13 »

BEHDINAN - KCK-Vorsitzender Murat Karayilan , der von den türkischen Medien als "gefangen" erklärt wurde, hat sich aus einer Feierlichkeit für den 15.August mit sehr harten Worten zurückgemeldet. Karayilan erklärte unter der Bemerkung ,dass man ...Attentatspläne machen würde, in der Stadt Ranya in Südkurdistan Sondereinsatzkommandos stationiert wurden . Karayilan erklärte weiterhin unter dem Hinweis ,dass man trotz den Drohungen Erdogans ,nur 5% ihrer Kräfte mobilisiert hätte , " Wenn wir den Weg für unsere Kriegskraft frei machen, offiziell den Krieg erklären und befehligen, wird diese Kriegskraft die Türkei ins Chaos lenken. Der Ministerpräsident darf nicht überschnappen! "
Er weiste darauf hin ,dass man seit 3Wochen keine Nachrichten von Öcalan erhalten würde und warnte die Türkei mit diesen Worten : "Wenn unserem Vorsitzenden irgendetwas zustößt, dann wird in der Türkei kein einziger Führer mehr übrig bleiben. So wird es jeder sehr bereuen."

Der KCK-Vorsitzende Murat Karayilan nahm in der Kader-Ausbildungsschule in den Medya-Verteidigungsgebieten an den Feierlichkeiten für den Vorstoß des 15.Augustes teil. Hier machte Karayilan in seiner Rede sehr wichtige Aussagen. Er benutzte in seiner Rede "AKP-Staat" als Synonym für die Türkei und kritisierte die Nachrichten um seine Gefangennahme als typische Lüge und entgegnete sich mit ernsten Warnungen .

In seiner Rede für den Vorstoß des 15.Augustes sagte er folgendes: " Der Vorstoß des 15.Augustes ist der Schritt zur Protektion der Menschheit . Aber in aller erster Linie ist es ein demokratischer Schritt; Ein Demokratie- und Freiheitsschritt ,der gegen den Faschismus gemacht worden ist. Hätte es den Vorstoß des 15.Augustes und den Wiederstand der Guerilla Kurdistans nicht gegeben , würde man den militärisch-faschistischen Putsch sesshaft machen und jahrzehnte lang würde niemand es schaffen ,sich davon zu befreien . Aber der lebhafte Wiederstand in Kurdistan führte zu einem Riss des vom auferzwingten Systems der Putschisten, zum Stop der Todesstrafe und ebnete den Weg zum Eindämpfen des Drucks über die Gesellschaft . All dies ist dank der Guerilla Kurdistans geschehen. Die Guerilla Kurdistans hat das Zeitalter der Wiederbelebung erschaffen ; Das kurdische Volk wiederzubeleben wurde zur Würde gemacht, es hat Geborgenheit, Mut und seelische Kraft gegeben, und es hat zugleich in der Türkei die Demokratiewelle entwickelt. In diesem historischen Kapitel hat dieser Schritt solch eine Rolle gehabt. So wurden in der Türkei einige Änderungen gezwungenermaßen erschaffen. Der Vorstoß des 15.Augusts hat die Menschheit, Freiheit, Demokratie und das kurdische Volk wiederbelebt. "

DIE FRIEDENSBEMÜHUNGEN ÖCALANS BLIEBEN UNBEANTWORTET

Karayilan kam auf die aktuellen politischen Entwicklungen zu sprechen und erwähnte ,dass man seit 18Jahren den friedensfördernden Bemühungen Öcalans keinen Schritt zu machen würde, seine Appelle unbeantwortet bleiben würden und die kürzlich vom ihm vorgeführten Protokolle keine positiven Antworten erhalten hätten, und fügte hinzu :

"Die Wiederbelebungs-Revolution hat vom Vorstoß des 15.Augusts bis '93 gedauert und wurde da beendet. Das danach entstandene gesellschaftliche Problem sollte nun mit friedensfördernd-politischen Maßnahmen gelöst werden. Seit '93 sind 18 Jahre vergangen. Unser Vorsitzender hat sich in diesem 18-jährigem Zeitabschnitt bemüht , die Weiterentwicklung der politisch-friedensfördernden Lösung voranzutreiben. Obwohl wir gesagt haben ,dass man das Problem auf politischem und demokratischem Weg lösen müsse, obwohl wir wiederholt Waffenstillstände eingeläutet haben , hat der türksiche Staat diese Situation ausgenutzt und versucht uns zu liquidieren. Also blieben die Bemühungen unseres Vorsitzenden und unserer Bewegung unbeantwortet, man hat im Gegenteil sich bemüht uns zu liquidieren.
Unser Vorsitzender hat dem Staat und der KCK am 10.Mai 2011 3Protokolle vorgeführt. 'Akzeptieren die KCK und der Staat diesen Protokoll oder nicht ; man muss mir eine Antwort geben. Wenn beide Seiten eine positive Antwort geben, löse ich dieses Problem in kürzester Zeit' hat er gesagt . Wir haben daraufhin als Vorstand uns versammelt. Wir haben diesen Protokoll akzeptiert. Aber der Staat hat keine Antwort gegeben. Das Gremium des Staates hat dies als sinnvoll empfunden ,aber 'wir müssen darüber diskutieren und es dem Ministerpräsidenten vorführen, damit der Staat eine Entscheidung trifft' hat es gesagt . Obwohl Monate seitdem vergangen ist , haben sie es auch unbeantwortet gelassen. Anstatt eine positive Nachricht zu geben , haben sie versucht die friedensfördernden Bemühungen ins Leere gehen zu lassen . So kam die Verleugnungs-,Verleumdungs- und Vernichtungspolitik in einer anderen Weise ins Laufen."

DIE ANGRIFFE AUF QENDIL IST EIN KOMPLOTT

Die Angriffe auf Qendil seitdem 16.Juli seitens Irans ist nicht nur gegen die PKK und die PJAK gerichtet ,sondern gegen die Würde des ganzen kurdischen Volkes . Karayilan fand folgemde Worte dafür : "Diese Angriffe auf Kandil wurde vor einem Jahr vom Irak ,der Türkei und dem Iran geplant. Diese Angriffe haben zum Ziel , die demokratische Autonomie ins Leere laufen zu lassen und gleichzeitig die Entwicklung der nationalen Einheit der Kurden zu zerstören. Das ist ein Plan und Komplott."

Karayilan sagte weiterhin: "Die seitens der kurdischen Politiker ausgerufene demokratische Autonomie hat eigentlich das wahre Gesicht der AKP noch mehr ins Licht gerückt. Nach dem Autonomie-Erklärung, hat man auf Kandil Angriffe geführt. Am 14.Juli hat man die Autonomie ausgerufen, die DTK hat eine Kommission für die nationale Einheit bekannt gegeben. Daraufhin hat man im Angesicht dieser Entwicklungen Angriffe auf Kandil geführt. Diese Angriffe waren natürlich nicht nur seitens des Irans. Um das kurdische Volk an Kraft verlieren zu lassen, zwischen den Kurden eine angespannte Lage und Gefechte zu entfachen und in der geographischen Lage den Kurden keinen Platz zu bieten, wurden diese Angriffe seitens der Kolonialisten geplant. Diese im Konzept ausgeführten Angriffe wurde vor einem Jahr nach einer Abmachung zwischen der Türkei und dem Iran, in die Praxis umgesetzt . Türkei und Iran haben beschlossen Kandil auszulöschen . Aber Kandil war in der Geschichte der Kurden immer ein Wiederstandsort und jetzt ist es ihre Mission. Für alle vier Teile Kurdistans hat es eine wichtige Rolle und aus dieser Mission Kandils will man sie entreissen. Das ist ein ernster Plan und im Weiteren ein großes Konzept , dass mit verschiedenen Angriffen in die Öffentlichkeit kommen wird."

ES GIBT UNTER DEN ANGRIFFEN AUF KANDIL ATTENTATSPLÄNE

Karayilan redete wie folgt weiter : "Unter den Plänen gegen Kandil will man dem Vorstand der Bewegung Schaden zufügen, ein Attentat durchführen. Die Nachrichten von meiner Gefangennahme dienen dem Zweck der psychologischen Kriegsführung, aber man darf sie nicht als solche nur wahrnehmen. Das Ausmaß des Konzeptes ist sehr groß. Diesen Plan gab es schon vor den Wahlen vom 12.Juni ,aber sie sind jetzt wieder zum Vorschein gekommen. Bemühungen um die Führungszentrale der Bewegung zu schädigen, den Vorstand der Bewegung anzugreifen und Attentate zu machen ,gibt es. Das steckt alles in den Plänen. Dieses kann man als Komplott bezeichnen. Das Ausmaß des Konzeptes ist groß, 2008 gab es ein Konzept unter der Führung Türkeis."

WAS HAT ER ZU DEN GEFANGENNAHME-GERÜCHTEN GESAGT ?

" Türkei hat in Zap mit diesem Konzept angefangen ,aber ist auch dort gescheitert. Das Konzept in 2011 wurde unter der Führung des Irans gegen Kandil begonnen . So wie das andere Konzept in Zap zum Scheitern gekommen ist ,so wurde dieses Konzept in Kandil zum Scheitern gebracht. Indem sie den Vorstand der Bewegung als Zielscheibe nehmen um die Würde des kurdischen Volkes zu nehmen, wenden sie alle möglichen Methoden an. Z.B. sagen sie 'Wir haben Karayilan gefangen'. Es liegt offen ,dass sie mit ihren Initiativen und Versuchen kein Ergebnis erzielen konnten . Dass es so früh in der Presse erschienen ist ,kann auch daran liegen ,dass sie schlampig Informationen ausgetauscht haben. Diese Nachrichten sind auch ein Teil des ganzen Konzeptes.Diese nur als falsche Nachrichten oder Lüge zu bewerten, sollte man nicht tun . Genauso sollte man nicht sagen ,dass es psychologosche Kriegsführung ist um am 15.August die Psyche des kurdischen Volkes zu schädigen. Es gibt auch diese Ziele ,aber im Endeffekt will man einige Ergebnisse erzielen. Ich möchte eines deutlich sagen , dass die Drohungen und Angriffe der imperialistischen Kräfte in dieser historischen Periode zu nichts führen wird, weil das kurdische Volk und ihre Bewegung zur Würde geworden ist. Im Vorsitz des Vorsitzenden Apos hat man sein eigenes System gegründet."

ICH ODER DIE ANDEREN GENOSSEN KÖNNEN ZUM MÄRTYRER WERDEN, DAS VOLK MUSS VORBEREITET SEIN

"Das kurdische Volk wird ab diesem Zeitpunkt niemandem mehr sich beugen müssen. Als Vorstand dieser Bewegung kann ich, sowie auch die anderen Mitglieder des Vorstands zum Märtyrer werden. Unsere Genossen und unser Volk muss für solche Märtyrertode bereit sein. Weil wir sind die Selbstopferungsbereiten, Revolutionäre dieser Bewegung und führen einen Kampf. In diesem Fall kann man auch zum Märtyrer werden. Aber die von ihnen mehrmals berichteten Gefangennahmen und die daraus resultierenden Verhandlungen werden wohl die schwersten zu erreichenden Sachen sein, unser Volk und die Freunde können da beruhigt sein . Wir werden mit jeglicher Vorwarnung, richtigem Weg und Methoden uns wehren und Wiederstand leisten und der wird zum Sieg führen. Wir sind nun bei der Ziellinie der Freiheit und des Erfolgs angekommen. Niemand kann diesen historischen Marsch stoppen. Mit 1-2 Märtyrern kann niemand diesen Marsch stoppen. Im Gegenteil hat sich dieser Kampf mit den Märtyrern vergrößert und verstärkt. Und es wird auch so bleiben, diese Realität muss jeder erkennen können."

Karayilan zeigte auf die Worte des Ministerpräsidenten "wir werden ab jetzt keinen guten Willen zeigen" und sagte ,dass man sich für den Krieg entschieden habe und fügte hinzu :

"Nachdem die Protokolle seitens des Staates unbeantwortet blieben , fing ein härteres Vorgehen , Anspannung und die Angriffe auf Kandil, an . Mit all diesen Vorfällen hat Erdogan 'Wir werden ab jetzt keinen guten Willen mehr zeigen' gesagt . Hast du es davor getan ?Du bringst unsere Kinder um ,du bringst unsere Zivilisten um, erweiterst die Militäroperationen auf unsere Guerilla, verhaftest die kurdischen Politiker für 2 Wörter. Du steckst über 3000 zivile kurdische Politiker ,die ohne Waffen Politik machen, in den Knast , du lässt Gräueltaten und Grausamkeiten in den Straßen Kurdistans zu . Alleine 2011 hast du durch irgendwelche Gründe 37 Zivilisten Kurdistans hinrichten lassen. Du bringst selbst 13-jährige Kinder Kurdistans um. Dogan Tayboga wurde durch eine Gasbombe der türkischen Polizei zum Märtyrer . Aber keine Untersuchung des Falles wurde angeordnet ,niemand wurde festgenommen. In Caldiran haben die Soldaten den 12-jährigen Sami Istenyilmaz umgebracht. Der Staat hat auch hier die Verantwortlichen in Schutz genommen. Für die Kolonialmächte sind die Kurden immer nur zum sterben da. In Afrika hat man damals sogar den Schwarzen, die nur einen Sklavenstatus hatten, mehr Wert gegeben. Aber was hat der Zustand der Kurden heute von dem Sklavenstatus der Schwarzen für einen Unterschied? Nun hat man denn für Sami Istenyilmaz jemanden verhaftet? Hat man es für Dogan Tayboga gemacht ? Nein! Vielleicht werden in der Zukunft die Mörder dieser Kinder geehrt ."

AKP HAT DEN KRIEG BESCHLOSSEN

"Die Praxis der AKP-Politik ist der Grund für das Abseitstreten unseres Vorsitzenden. Mit all dem sagst du noch ' Wir werden keinen guten Willen zeigen. Wir werden nun mit neuer Strategie und Ausführung euch zerstampfen'. Der Vorsitzende hat mit den Worten ' Ich akzeptiere das nicht' am 27.Juli bekündet ,dass er sich zurückzieht. Man hat erwartet ,dass den Protokollen eine positive Antwort gegeben wird ,doch lassen wir das Positive sein ,im Gegenteil kündigte man einen härteren Kurs an. Das liegt daran ,dass die AKP das Kurdenproblem mit Gewalt lösen will und sich für den Krieg entschieden hat. In der Entscheidung des Vorsitzenden gab es auch Kritik an uns. Wir entgegnen der Kritik des Vorsitzenden mit Verständnis. Wir haten keine ausreichende Praxis für eine Lösung. Im Allgemeinen hatten wir im letzten Abschnitt eine erfolgreiche Praxis. In der vorherigen Periode hat unsere Praxis zu einem Zusammenkommen zwischen Staat und dem Vorsitzenden geführt. Aber die Lösungsmittel konnten wir nicht ganz entwickeln. Wir haben es nicht geschafft, die Lösungsbemühungen haben wir nicht erfüllen können, konnten so die Hand unseres Vorsitzenden nicht erstärken. So verstehen wir die Kritik an uns.

DER AKP-STAAT

Unser Kampf hat eine klare Lage erschaffen, aber es wir haben keine Lage erschaffen können, in dem wir die Lösung vorantreiben können. Wir geben dem entsprechend unsere Selbstkritik ab und denken ,dass man darauf beharren muss. Aber der eigentliche Grund ,wieso unser Vorsitzender nicht als Gesprächpartner anerkannt wird, sind nicht wir ,sondern der AKP-Staat ! Anstatt den Prozess zu erleichtern , den Protokollen eine Antwort zu geben und die Ergebnisse der Wahlen vom 12.Juni richtig zu analysieren, haben sie sich für den Krieg entschieden. Jetzt fragen sich welche 'Wieso zieht sich Öcalan zurück?'.Demgegenüber hat der Staat sich für den Krieg entschieden ; Wie soll da unser Vorsitzender sagen, dass er mehr für den Frieden sich bemühen wird ? Der Vorsitzende bemüht sich schon seit 18 Jahren dafür. Erdogan hingegen hat sich für neue Strategien und Taktiken entschieden. Natürlich hat unser Vorsitzender so für uns Stellung genommen, doch trotzdem hat er eine Tür für sie offen gelassen und 'Ich werde mich noch einmal mit der Regierung treffen' gesagt. "

UNSER WUNDER PUNKT IST ÖCALAN

In dem Karayilan Aussagen wie " Unser wunder Punkt ist unser Vorsitzender, der größte Angriff gegenüber uns ,ist die Isolation von Öcalan" benutzt, führt er seine Worte wie folgt vor :
"Der Vorsitzende sagte zu den Anwälten 'Es könnte sein ,dass ihr nicht mehr zu den Gesprächen kommen könnt', weil er gedacht hat ,dass die AKP seine Spielchen treibt. Seitdem sind 20Tage vergangen. Wir wissen immernoch nicht mal ,ob unser Vorsitzender lebt oder nicht. Inmitten im Sommer, gibt es wegen den Wetterzuständen keine Gespräche, sagen sie . Für diese Lüge gibt es keinen Anhaltspunkt. Das ist ein Benehmen ausserhalb der Menschheitswerte, das ist eine Unverschämtheit.

WENN ES DIESE WOCHE KEINE GESPRÄCHE GIBT, WERDEN WIR DIE SACHE ANDERS ANGEHEN

Wenn es diese Woche auch keine Gespräche geben sollte ,werden wir die Sache gezwungenermaßen anders angehen müssen. Erstens, wir sind nicht über die Gesundheit unseres Vorsitzenden informiert. Zweitens müssen wir das dann als Kriegserklärung angehen. Je nachdem muss das Volk Kurdistans, die Patrioten, Demokraten und alle die für den Frieden sind, sich einschalten, denn die Situation ist in einem sehr kritischem Punkt angelangt. Der größte Angriff ist die Isolation unseres Vorsitzenden. Unser wundester Punkt ist unser Vorsitzender. Obwohl wir das öfters betonen, isoliert der AKP-Staat weiterhin unseren Vorsitzenden, greift ihn an. Greift auch die kurdischen Politiker, kurdischen Kinder und die Jugendlichen an, führt gegen die Frauen eine Vergewaltigungspolitik und führt Angriffe auf die Guerilla Kurdistans. Das alles macht der Staat, das ist das Überschreiten der Grenze des Gedulds.

Karayilan erwähnt im Anmerken der Drohungen Erdogans gegen die kurdische Freiheitsbestrebungen, dass vom Innenministerium bis zum Militär eine Umstrukturerung im Gange ist und dass dies Vorbereitungen für den Krieg seien.

Man habe noch nicht mal 5% der eigenen Kräfte mobilisiert, wenn man den Weg für diese frei machen würde ,würde die Türkei im Chaos versinken. Karayilan warnt weiter :

"Erdoagan sagt ,dass er wegen des Ramadans noch nichts macht, aber nachdem Ramadan es uns zeigen wird. 'Nicht nur die PKK ,sondern auch die ,die sich nicht klar genug von der PKK distanzieren , werden dafür büßen müssen' sagt er. Das ist eine ernste Drohung. Tansu Ciller hat auch '93 'Die ,die der PKK helfen ,deren Namen sind in meiner Liste' gesagt und danach sind die kurdischen Arbeitsgeber einer nach dem anderen verschwunden.

ERDOGAN ÜBERTRIFFT CILLER

Erdogan ist heute in einem Zustand ,der Ciller im weiten übertrifft und er benutzt andere Methoden. Heute nimmt er alle kurdischen Politiker und Abgeordneten als 'Terrorist' an . Zudem hat man einen Idris Naim Sahin , der rassistisch-faschistisch veranlangt ist, zum Innenminister einberufen. Der droht auch überall ,wo der ist .Warum nun beim Militär ein neues Konzept entwickelt worden ist ,erkennt man von Tag zu Tag nachdem Necdet Özer zum Befehlshaber ernannt worden ist , mehr ; Militär, Polizei und Regierung werden eins. Das alles gehört zur Kriegsvorbereitung. Ein Verständnis ,dass seine ganze Kraft spezial ausgebildete Polzisten und Soldaten gibt, dass einen proffesionellen Mechanismus für das Umbringen von Menschen erschaffen hat, denkt dass es Ergebnisse erzielen wird. Mit all dem drohen sie auch noch uns. Ich sage diesen Drohungen entgegen folgendes:

WIR HABEN IMMERNOCH NICHT 5% UNSERER KRÄFTE MOBILISIERT

Der Ministerpräsident muss wissen, dass wir noch nicht mals 5% unserer Kräfte mobilisiert haben. Wir führen im Moment nur kontrollierterweise einen Verteidigungskrieg. Wenn wir den Weg für diese frei machen würden ,würde die Türkei im Chaos versinken. Der Ministerpräsident darf nicht überschnappen ! Indem er uns droht ,will er das Militär auf uns hetzen und die Medya Verteidigungsgebiete zur Zielscheibe machen. Zusätzlich wendet er sich an die zivile Politik und versucht diese zu unterdrücken und versucht unseren Vorstand zu isolieren. Der Ministerpräsident will solch einen Plan durchführen ,aber jeder soll wissen ,dass diese Entscheidung sehr gefährlich ist. Die Angriffe auf das kurdische Volk , auf unseren Vorsitzenden und auf die Medya Verteidigungsgebeite werden die Türkei in einen Krieg und ins Chaos ziehen. Er geht die Sache so an ,als würden wir keine Kraft haben, als würde es keinen gewissen Gleichgewicht geben. Man muss wissen , wir können sehr vieles tun . Indem er uns droht heißt das 'Euch zeigen wir es'. Nur gibt es dann auch Dinge, die dieses Volk und diese Bewegung machen wird. Wenn auf deinem Gewissen Krieg und Massaker ruht ,dann wisse ,so wirst du kein Ergebnis erzielen können ,denn dieses Volk und diese Bewegung ist in einem Zustand ,indem sie sich selber wehren können werden und die nötige Antwort geben werden können.

8MAL HABEN WIR DEN WAFFENSTILLSTAND ANGEKÜNDIGT, JEDES MAL HABEN SIE ES AUFKÜNDIGEN LASSEN

Wir haben 8 mal Waffenstillstand angekündigt und jedes mal mussten wir es wieder aufkündigen. Eine Seite hört auf zu schießen ,die andere schießt weiter. Damit die Waffen komplett schweigen ,müssen beide Seiten den Waffenstillstand ankündigen. Nun verstehen wir ,dass ein Waffenstillstand nicht mehr einseitig geführt werden kann. Einen Ausmaß solcher Gefechte haben sie selber gewollt. Da wo sie ein Guerilla gesehen haben ,haben sie das ausgenutzt und haben dort Militäroffensiven begonnen. Die Guerilla hingegen macht seine Verteidigung ,da wo er ein Soldat sieht ,der gegen ihn eine Offensive macht oder machen wird und somit ein Risikofaktor für ihn ist.

ERDOGAN, DER VERANTWORTLICHE FÜR DIESE GEFECHTE BIST DU!

Ich sage von hier aus dies : Ey Erdogan ! Diese Gefechte beruhen auf deine Politik und dein Verständnis. Ihr schießt auf die Guerilla; Ist ein Guerilla kein Lebewesen ? Ihr schießt mit Chemiebomben auf die Guerillas ,die ihr sieht. Die Guerilla wird natürlich um sich zu schützen und vorzusorgen Aktionen durchführen. Nach jeder Aktion der Guerilla droht ihr uns. Aber diese Drohungen sind umsonst, wir haben vor niemandem Angst und werden wir auch nicht haben ! "

SPEZIALEINSATZKOMMANDOS WURDEN NACH RANYA GESCHICKT

"Zwingt uns nicht dazu neue Maßnahmen zu ergreifen, vor allem nicht dazu gegenüber unerem Vorgesetzten neue Angriffspläne zu machen", sagte Karayilan und führte fort :

"Wir wissen ganz genau ,dass der türkische Staat nach Ranya und sonstwohin Spezialeinsatzkommandos befördert hat , um uns zu töten. Aber das macht uns keine Angst und erst recht sollten sie wissen , dass sie in diesem Thema keinen Erfolg haben werden . All diese Drohungen sind umsonst. 'Mit anderen Methoden werden wir auf sie losgehen' ,solche Sätze sind für die Attentatspläne gedacht. Mit sowas will man uns Schaden zufügen. Das sind nutzlose Bemühungen, sollen sie machen ,was sie wollen ,nur werden sie erfolgslos bleiben. Niemand sollte gefährliche Entscheidungen treffen und somit uns dazu zwingen neue Maßnahmen zu ergreifen. Und vor allem sollte man nicht gegenüber unserem Vorsitzenden irgendeine Planung in Betracht zu ziehen !

FÜR DEN KLEINSTEN VORFALL UM ÖCALAN WIRD DIE AKP VERANTWORTLICH SEIN

Zum Beispiel ; heutzutage führt man im näheren Umfeld Erdogans sehr gefährliche Gespräche. 'Ist es vorteilhafter ,dass Öcalan lebt oder nicht' , in dieser Art führen sie Diskussionen. Ich sage es von hier aus in die ganze Öffentlichkeit : Für den kleinsten Vorfall um Öcalan wird die AKP verantwortlich sein. Auch wenn sich etwas natürlich entwickeln sollte ,sind sie verantwortlich . Für den Repräsentant des kurdischen Volkes ist der AKP-Staat verantwortlich; denn er ist in ihrer Kontrolle. Vorher haben sie die Vergiftungsmethode versucht. Aver wir haben es aufgedeckt und es erfolgslos bleiben lassen. Wenn sie gefährliche Entscheidungen treffen ,dann wird sich die Teilung Türkeis verwirklichen. Auch wenn hunderte Jahre vergehen ,wird es geschehen. Die einzige Brücke ,die das kurdische und türkische Volk verbindet ,ist Repräsentant Apo. In diesem Thema dürfen die Führungskräfte der Türkei keinen Fehler machen, niemand sollte sich etwas wagen , wessen Auswirkungen nie rückgängig gemacht werden können.

WENN ÖCALAN ETWAS ZUSTÖßT, BLEIBT KEIN EINZIGER FÜHRER IN DER TÜRKEI !

Ich warne in diesem Thema vor allem Erdogan und die AKP-Regierung: Es gibt Dinge, mit denen spielt man nicht, es gibt Dinge ,die sind sehr empfindlich. Das Thema Vorsitzender ist aus der Sicht des kurdischen Volkes und uns ,eine solche . Machen sich so viele Aufopferungswillige umsonst bereit oder wie ! Das Bataillon der Unsterblichen trifft nicht umsonst seit Jahren ihre Vorbereitungen . All dies ist für die Verteidigung unseres Vorsitzenden . Wenn irgendetwas unserem Vorsitzenden geschehen sollte, bleibt keine einzige Führungspersönlichkeit in der Türkei übrig. In diesem Falle wird jeder eine große Enttäuschung erleben. Daher sollte jeder seinen Verstand einschalten und Dinge lassen ,mit denen man nicht spielen sollte. Wir sind bereit für einen friedlichen und demokratischen Weg. Aber für die ,die den Krieg erklären und gegen dessen Gewalt sind wir auch gewappnet.

In diesem Zeitabschnitt werden wir nicht nur uns selbst schützen ,sondern auch die Ziele dieses Abschnittes erreichen. Die Ziele des Abschnittes ist die Freiheit unseres Vorsitzendens und die Verwirklichung der demokratischen Autonomie. Dieses Ziel werden wir in die Praxis umsetzen. Unseren Kampf widmen wir diesem. Von nun an geht die Lösung des Problems über die Gesundheit Öcalans ,Sicherheit und über eine Lösung für den freien Bewegungsraum. Wenn dies nicht in die Praxis umgesetzt wird, wird auch in der Lösung dieses Problems kein Fortschritt gemacht ."

ES HAT SICH EIN NEUER ZEITABSCHNITT ENTWICKELT

"Damit die demokratische Autonomie überall in Kurdistan verwirklicht werden kann,müsste sich das kurdische Volk selber organisieren und so die Autonomie ins Leben rufen" , bemerkte Karayilan und fügte hinzu :

" Die bevorstehenden Monate werden noch wichtigere Monate sein. Lösungsmöglichkeiten sind vielfältiger. Die in Nordkurdistan ausgerufene demokratische Autonomie kann nun verwirklicht werden. Die in Südwest-Kurdistan sich ergebenden Möglichkeiten, kann man auch in dieser Perspektive angehen und das Problem dort so lösen. Von nun an müssen wir unsere Verhältnis mit dem Staat in dieser Perspektive angehen. Die Verhältnisse bislang zwischen dem Staat und der kurdischen Gesellschaft sind eine Hegemonial- Sklaven oder Unterdrücker-Unterdrückten Verhältnis. Das kurdische Volk lässt diese Sklavenhaltung vom Staat sich gegenüber nicht mehr ergehen. Stattdessen muss man unter der demokratischen Autonomie ein neues Verhältnis zum Staat aufbauen . Aus diesem Grund muss man allmöglichen Verhältnisse ,auch mit dem Staat in eigener Muttersprache zu sprechen, neu ordnen. Nicht nur die KCK-Gefangenen ,sondern alle Kurden sollten von nun an mit dem Staat in ihrer eigenen Muttersprache reden können. In allen anderen Bereichen müssen diese neuen Verhältnisse auch geschehen. Jeder soll wissen ,es hat ein neues Zeitalter angefangen. Die alten Sklaven-Verhältnisse sind bedeutungslos geworden und das kurdische Volk wird es nicht mehr akzeptieren .

In diesem wichtigen Zeitalter müssen die Kurden sich zu einer Kraft zusammenschließen und in der Neuordnung der Region als eine freie Gesellschaft ihre Rolle einnehmen. Dafür muss es sich selbst organisieren und zu einer würdige Kraft werden.Wenn in dieser Basis all die Kader der Bewegung ihre Rollen richtig einnehmen und indem sie das kurdische Volk überall organisieren , zu einem Willen bringen und so im neuen Zeitalter ihren Aufgaben gerecht werden, wird unser Volk überall eine unzerbrechliche Kraft und dessen Kampf wird dann den Erfolg garantieren."

Karayilan erwähnt weiterhin , dass die PKK-Militanten in diesem wichtigen Prozess großen Aufgaben entgegenstehen und damit sie ihre Aufgaben erfolgreich erledigen, ihre Aufgaben mit Leib und Seele unter dem Gewissen des Vorstoßes des 15.Augusts , beschützen sollten. Zum Schluss gratulierte er erneut zum 27.Jahr des Vorstoßes vom 15.August und beendete die Versammlung mit 'Bijî serok Apo' Parolen.
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Soran | Beiträge: 316
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« Antworten #24 am: 18. Aug 2011, 16:01 »

Gelöscht, weil nicht Thema dieses Forums. Was die Beteiligten in einer kriegerischen Auseinandersetzung tun oder lassen müssen liegt außerhalb der Kompetenz dieses Forums. Hier kann kritisiert werden, was die Beteiligten gemacht haben aber was sie tun müssen entscheiden allein die jeweiligen Kommandeure, und nur sie tragen die Verantwortung dafü und nicht irgendwelche selbstrernannten Dönerbudengeneräle in Deutschland, egal auf welcher Seite der Fronten.

Und auch die Begründung für ihre Aktionen, Re-Aktionen oder Nicht-Aktionen überlassen wir bitte ihnen.

Wer damit nicht einverstanden ist, bleibe lieber - auf KM schimpfend - in seiner Bude sitzen oder suche sich einen anderen Feldherrnhügel.

Amos für KM-Team.
« Letzte Änderung: 18. Aug 2011, 18:27 von Amos » Gespeichert
Brashy | Beiträge: 17
Brashy
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Beiträge: 17


« Antworten #25 am: 19. Aug 2011, 18:11 »

Etwas neuer & informativer  Lächelnd
Zitat
Kurdische PKK-Guerilla und türkische Armee kämpfen verstärkt gegeneinander, während Regierungschef Tayyip Erdogan harte Vergeltung ankündigt

Die Verluste im wieder aufflammenden türkisch-kurdischen Krieg werden auf beiden Seiten größer. Beide Seiten überbieten sich zugleich mit Drohgebärden und kämpferischer Rhetorik. Am Freitag (19.8.) schossen türkische Soldaten und kurdische Rebellen im Kreis Siirt (Südosttürkei) aufeinander. In der Region Dersim kam es zu Kämpfen, bei denen die Armee nach kurdischen Angaben einen Hubschrauber einsetzte. Nach Angaben aus kurdischen Quellen hat die Armee 10000 Mann bei den Städten Sirnak und Hakkari im türkisch-irakischen Grenzgebiet zusammengezogen. Berichten aus der Region zufolge, schieße die Armee teilweise wahllos um sich, offenbar um Gegenwehr zu provozieren und dann massiv zurückschlagen zu können. Kurdische Demonstranten protestierten dagegen.

PKK tötet elf türkische Soldaten

Vorausgegangen war zur Wochenmitte ein erneuter Angriff von PKK-Guerilleros auf eine türkische Einheit in der Provinz Hakkari, bei dem elf türkische Soldaten ums Leben kamen. Nach einer Bilanz des türkischen Nachrichtensenders NTV sind bei den jüngsten Gefechten innerhalb eines Monats 30 türkische Soldaten getötet worden. Die HPG-Volksverteidigungskräfte, wie die PKK ihre Milizen nennt, bezifferten die türkischen Verluste seit Juli auf 57 Soldaten. Auf ihrer Seite seien 7 Guerilleros ums Leben gekommen. Zugleich bilanzierte die Guerilla eine Vielzahl von Aktionen, die von der Festnahme türkischer Beamter und Soldaten bis zur Sprengung einer Gaspipeline zwischen dem Iran und der Türkei bei Agri reichen. Sie wirft der türkischen Regierung vor, einen „Vernichtungsfeldzug“ gegen die Kurden begonnen und eine friedliche Lösung blockiert zu haben. Daraus leitet sie das Recht zur „aktiven Selbstverteidigung“ ab.

Der türkische Ministerpräsiden Recep Tayyip Erdogan kündigte am Donnerstag einen unerbittlichen Kampf gegen die PKK an: „Ich sage es frei heraus, dafür werden sie büßen“, sagte Erdogan zur Feier des 10jährigen Bestehens seiner islamisch-konservativen AK-Partei. Wer sich nicht von der PKK distanziere, unterstütze sie, fügte der Regierungschef in Anspielung auf die kurdische BDP hinzu. „Sie sind alle dazu verdammt, den Preis dafür zu zahlen“, drohte Erdogan und kündigte für die Zeit nach dem Fastenmonat Ramadan verstärkte Kampfeinsätze mit neuen Mitteln an. In türkischen Medien wird über eine „tamilische Lösung“ diskutiert, wo die Sri Lankische Armee die Rebellenbewegung militärisch niedergeschlagen hatte.

Die PKK schlug den gleichen Ton an. Auch sie hatte ein Jubiläum zu begehen: Den 15. Jahrestag des ersten bewaffneten Auftritts der PKK-Guerilla am 15. August. Die HPG kündigten an: Von nun an werde „jeglicher Angriff auf eine kurdische Person nicht unbeantwortet bleiben“. „Den Zumutungen der faschistischen Regierung wird mit dem Revolutionären Volkskrieg geantwortet werden“, heißt es in einer Mitteilung des PKK-nahen kurdischen Volkskongresses KCK.

Luftangriffe im Nordirak

Ankara wartete das Ende des Ramadans nicht ab. Am Donnerstagabend begannen türkische Luftangriffe auf vermutete Basen der PKK in den nordirakischen Kandil-Bergen, die schwersten seit Jahren. 24 Flugzeuge seien an den Angriffen beteiligt gewesen, berichten kurdische Quellen. Nach den Bombendetonationen bildeten sich dunkle Rauchwolken. Dies gilt als Hinweis darauf, dass die türkische Armee neuartige Bomben einsetze, wie sie von den USA im Kampf gegen Al Quaida in Pakistan benutzt würden. Türkische Medien spekulierten in eine ähnliche Richtung.
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Die Kurden sehen sich von mehreren Seiten in die Zange genommen. Auch der Iran bombardiert seit einigen Wochen die Kandil-Berge im Kampf gegen die mit der PKK verbündete PJAK. Dabei unterstützten sich die Iraner und die Türken unter Duldung der südkurdischen Autonomieregierung gegenseitig, lautet der Vorwurf der PKK. Zugleich könnten Türken und Iraner auf die US-amerikanische Luftaufklärung in dem Gebiet zurückgreifen. Iranische Meldungen, wonach die Nummer zwei der PKK, Murat Karayilan, gefangenen genommen worden sei, bestätigten sich nicht. Offenbar haben die Iraner einen PJAK-Kommandeur mit ähnlichem Namen gefasst.

Isolation von PKK-Chef Öcalan verstärkt

Zugleich klagt die PKK darüber, dass den Anwälten des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan seit mehreren Wochen verwehrt werde, Öcalan in der Isolationshaft auf der Gefängnisinsel Imrali wie üblich einmal die Woche zu besuchen. Öcalan hatte seine Anwälte wiederholt über Gespräche mit Vertretern der türkischen Regierung berichten lassen, die angeblich einer politischen Lösung des Konflikts hätten näher führen können. Die schärfere Isolation Öcalans wird als weiteres Indiz für eine Verhärtung der türkischen Haltung gewertet. Erdogan und Staatspräsident Abdullah Gül werden mit Äußerungen zitiert, nach denen es kein Problem einer kurdischen Volksgruppe in der Türkei gebe, sondern lediglich soziale und wirtschaftliche Probleme kurdischer Bürger. Dem versprach die Regierung mit Hilfen und Investitionen gegensteuern zu wollen. Ähnliche Ankündigungen hatten bisher jedoch nur mäßigen Erfolg gezeitigt.

Die Kurden reizten die türkische Seite ihrerseits mit der Ausrufung einer „demokratischen Autonomie“, in deren Rahmen sie sich künftig stärker selbst verwalten wollen. Die BDP-Abgeordnete Aysel Tugluk, die diese Autonomie ausgerufen hatte, wurde wenig später wegen Unterstützung der PKK zu zwei Jahren Haft verurteilt. Allerdings genießt sie als Abgeordnete Immunität. Tugluk ließ mitteilen, dass sie das für ein „politisches Urteil“ halte.

Nach den Parlamentswahlen in der Türkei, bei der die BDP und ihr Bündnis mit 36 Abgeordneten erfolgreich abgeschnitten hatte, wurde sechs der Gewählten die Ausübung ihres Mandats verweigert. Seitdem boykottiert das Kurden-Bündnis des Parlament und fordert die Zulassung aller Abgeordneten. Mehrere Tausend kurdische Kommunalpolitiker sitzen seit Monaten unter politischer Anklage in türkischen Gefängnissen. Hoffnungen auf einen demokratischen Prozess wurden durch all dies stark gedämpft.

Weiteres Öl ins Feuer wurde durch die Eröffnung eines Prozesses gegen den kurdischen Fernsehsender Roj TV in Dänemark gegossen. Die dänische Staatsanwaltschaft wirft Roj TV Aufforderung zur Gewalt und Nähe zum Terrorismus vor. Die Kurden führen die Anklage auf türkische Einflussnahme zurück und sehen in dem Sender eine wichtige Nachrichtenquelle für mehr als 20 Millionen Kurden in Mittleren Osten.

Hoffnung auf Arabellion zerstoben

Die Kurden hatten gehofft, von den arabischen Demokratiebewegungen profitieren zu können. Ihre Forderungen nach stärkerer demokratischer und wirtschaftlicher Teilhabe klingen ähnlich wie die in Ägypten oder Syrien. Doch ist die kurdische Bewegung älter, besser organisiert und politisch reifer als die spontanen und sich nur langsam strukturierenden Aufständischen in Arabien. Mit Öcalans Idee von der „demokratischen Autonomie“ verfügen sie über Strategie und Programm. Die verbotene PKK ist ebenso wie die legale BDP seit Jahren gut organisiert und politisch erfahren. Dies könnte in der globalen Medienaufmerksamkeit zugleich ein Nachteil sein, weil das Aufbegehren der Kurden nicht unter die weltweiten neuen Bewegungen gezählt wird und somit weniger Aufmerksamkeit und Sympathie genießt.
Quelle:s101.de
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« Antworten #26 am: 19. Aug 2011, 18:58 »

Habe eben den von "Brashy" zitierten Artikel des ehemaligen FR-Redakteurs Edgar Auth auf der Facebook-Fanpage von Kurdmania verlinkt, auch zur weiterführenden Diskussion: https://www.facebook.com/kurdmania.kurdistan 
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« Antworten #27 am: 19. Aug 2011, 21:49 »

 Zwinkernd
Mir hat der Artikel sehr gefallen. Sehr Informativ und hat keine eigene Meinung interpretiert , um die Leser auf eine Partei unbewusst zu schlagen.
Bestimmt hat er nichts dagegen  Grinsend
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« Antworten #28 am: 20. Aug 2011, 13:45 »

...ich fand den artikel ebenfalls sehr informativ, hat mich allerdings auch sehr betroffen gemacht wie sehr sich die spirale der gewalt wieder nach oben dreht....und dabei war die möglichkeit einer politischen lösung zum greifen nahe.... ich habe gehört dass die repression der zivilen bevölkerung sehr zugenommen hätte, und viele kurden hier in deutschland angst um ihre verwandtschaft in der türkei haben.....das macht sehr traurig....um so wichtiger erachte ich die kampagne zur anerkennung der kurdischen identität welche im moment hier in deutschland läuft..... die (deutsche) bevölkerung weiß zuwenig von den geschehnissen in der türkei und aufklärung ist mehr wie notwendig.....für interessierte an der kampagne hier der link:

http://www.kurdenindeutschland.de
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« Antworten #29 am: 20. Aug 2011, 14:30 »

Zitat

hier  noch ein artikel zum thema von der gesellschaft für bedrohte völker......
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« Antworten #30 am: 23. Aug 2011, 22:42 »

BEHDİNAN – Die Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistan KCK betont ausdrücklich, dass die von der AKP-Regierung geführte Gewaltanwendung sowie die militärischen Angriffe, ihnen keine positiven Ergebnisse bringen werden. Im Gegenteil, sie werden zur Niederlage der AKP führen. Die kurdische Bewegung und das kurdische Volk verfügen über ausreichende Kapazitäten, um sich selbst zu schützen.
Die AKP-Regierung hat sich von der Lösung der kurdischen Frage verabschiedet und versucht nun, dem Beispiel Sri Lankas in Bezug auf die Vorgehensweise gegen die Tamilen folgend, die Lösungsansätze und Vorschläge Abdullah Öcalans komplett zu ignorieren.
Die AKP-Regierung, die seit Wochen unter fragwürdigen Vorwänden die Anwaltsgespräche mit Öcalan verhindert, habe immer zum Ziel gehabt, die kurdische Freiheitsbewegung zu eliminieren. Jetzt weitet sie ihre repressiven Methoden und ihre Bedrohungen gegenüber Öcalan aus. Das Hauptziel der AKP, die Kurden zu brechen, ist ein Beleg für ihre chauvinistische, rassistische und mörderische Haltung, so die KCK.
In der Stellungnahme der KCK heißt es: „Es ist unmöglich, die kurdische Frage mit Gewalt, wie am Beispiel des Massakers an den Tamilen, zu lösen. Die AKP-Regierung würde lediglich ihren Untergang in Kurdistan einleiten. Unsere Bewegung und unser Volk sind in der Lage sich selbst im Rahmen eines großen revolutionären Volksaufstandes zu verteidigen. Die Freiheitskämpfer Kurdistans, die kurdische Jugend und die kurdische Frau werden auf allen Ebenen den Volksaufstand ausrufen und die Kriegspolitik der AKP-Regierung zum Scheitern bringen. Ebenso werden die Lösungsperspektiven für die Demokratische Autonomie und die Freilassung Abdullah Öcalans erkämpft werden.
Das patriotische Volk Kurdistans, in allen vier Staaten sowie in der Diaspora, zeigt gegenüber der AKP eine würdevolle Haltung und hat sich mit seinem Widerstand zu einer nationalen Einheit erweitert. Denn diese imperialistischen Angriffe des Irans und der Türkei gelten allen Kurdinnen und Kurden. Den Willen der KurdInnen versuchen sie zu brechen. Dagegen weiter willensstark und gemeinsam Widerstand zu leisten, wird unserem Volk helfen, den imperialistischen Feind zur Niederlage zu zwingen. Es ist eine offensichtlich kolonialistische Vernichtungspolitik, die seitens der Türkei und des Irans betrieben wird, denn all unsere Bemühungen für Verhandlungen oder Dialoge wurden torpediert.
Unser Volk in Nordkurdistan muss überall ihren Protest zeigen und ihre Aufstände erweitern. Die Demokratische Autonomie muss als Lösungsansatz in die Praxis umgesetzt werden. Die mutige, kurdische Jugend muss sich ihrer historischen Verantwortung bewusst werden und sollte sich, in dieser schweren Phase, gegen alle imperialistischen Kräfte zur Wehr setzen. Alle patriotisch-demokratischen Organisationen in Kurdistan sollten mit dem letzten Aufruf unseres Vorsitzenden Öcalan zur Tat greifen und den Widerstand als Gesellschaft für die Befreiung Öcalans und die nahe Freiheit verstärken.
Wir rufen alle auf, die für die Einheit der Türkei und den Frieden stehen, bei der herrschenden Doppelmoral der AKP und ihrer Kriegspolitik, nicht still zu bleiben, sondern gegen diesen Staatsterror der AKP in Kurdistan zu protestieren und für eine Lösung mit demokratischen Prinzipien einzutreten.“

Quelle: ANF, 22.08.2011, ISKU
ISKU | Informationsstelle Kurdistan

http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/index.htm
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