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Kurdistan Diskussionsforum 23. Mai 2012, 18:20 *
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Autor Thema: Erdogan fordert türkische Gymnasien und Universitäten in Deutschland  (Gelesen 5334 mal)
miran | Beiträge: 154
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« Antworten #55 am: 14. Feb 2008, 00:18 »

@Siwan

Es gab und gibt immer noch Lücken in der deutschen Integrationspolitik. Da sollte man schon drauf hinweisen. In der Vergangenheit sicherlich grössere als es heute der Fall ist aber "Funktionieren" tut in der Hinsicht noch vieles nicht.

Ich lebe in einer deutschen Großstadt und hier - wie in jeder anderen Großstadt - gibt es Stadtteile mit entsprechend hoher Ausländerzahl.
Ich konnte es anhand meines Familien- und Bekanntenkreises selbst beobachten, wie diese bei ihrer Wohnungssuche von den Verschiedenen Vermietern, in die gleichen Stadtteile vermittelt wurden.

Somit unterstützt man die Segregation der Bevölkerung, die man dann mit Ghettoisierung ganz passend beschreiben kann. Für eine Integration ist das sicherlich nicht förderlich.
Das gleiche kann man dann in den entsprechenden Schulen beobachten. Es gibt in den entsprechenden Stadtteilen Schulen mit einem Ausländeranteil von bis zu 70 %.

Im Vergleich zu anderen Ländern, wird sowas in Deutschland aber thematisiert und nicht ignoriert. Man setzt sich hier mit den Problemen auseinander, nur bedeutet das nicht, dass keine Fehler gemacht worden sind und immer noch gemacht werden.
 
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miran | Beiträge: 154
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« Antworten #56 am: 14. Feb 2008, 00:35 »

@Baha
Alleine schon der Umstand, dass die Täter nie gefasst worden sind und es keine Spur von diesen gibt, sollte ein Indiz dafür sein wer wirklich hinter diesem Mord steht.

Wenn man den türkischen Nationalismus als eine psych. Krankheit ansehen und dich als einen Patienten dieser bezeichnen möchte, wäre es glaube ich nicht falsch zu behaupten, du wärst therapieresistent.

Hast Du handfeste Beweise oder nicht??? Nicht.
Danke.




Genauso wenig Beweise wie du für folgenden Beitrag:

Schwer zu sagen...wer wirklich hinter diesen Morden steckt.
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Ciwanro Kani | Beiträge:
Ciwanro Kani
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« Antworten #57 am: 14. Feb 2008, 03:38 »



Zitat
ich bleibe bei meiner Aussage, dass es den Immigranten in Deutschland ziemlich gut geht. Vergleicht man die deutschen "Ghettos" mit denen der USA oder Frankreichs, dann würde es sich jeder zwei Mal überlegen von "deutschen Ghettos" zu reden. Während sich in Deutschland ein Ghetto über einige Straßen erstreckt, nimmt ein Ghetto in den USA / Frankreich die beinahne die 10-fache Größe an (das wäre die Größe des Bundeslandes Saarland).

Also das Wort Ghetto gibts dank den Deutschen. Amos kann es dir vielleicht besser erklären, falls du darüber nicht im klaren bist. Aber zurück zum Thema.
Dass in einem anderen Land schlechtere Verhältnisse herrschen, bedeutet nicht, dass die Verhältnisse im eigenen Land gut sind. Ansonsten könnten wir sagen, "in einem afrikanischen Land werden jeden Tag Tausende Zivilisten umgebracht, in Kurdistan findet sowas nicht statt, also haben wir es eigentlich ganz gut"

Zitat
Deine Kritik an der deutschen Immigrantenpolitik kann ich nicht nachvollziehen. Das deutsche Sozialhilfenetzwerk funktioniert m.E. ziemlich gut (wenn es auch noch nicht perfekt ist). Günstige Wohnungen gibt es eben nur in "Ghettos", wer sich eine schönere Wohnung in einem schöneren Bezirk leisten kann, kann jederzeit das "Ghetto" verlassen

Die Wohungen in den Ghettos sind nicht gerade billig, weil die Vermieter wissen, dass bestimmte Leute in einer anderen Gegend keine Wohnungen bekommen, nutzen sie die Gelegenheit aus, um für ihre weniger wertvollen Wohnungen mehr Geld zu verlangen.
Ausländer bekommen in der sauberen Gegend keine Wohnungen, oder sagen wir nur die wenigsten.


Zitat
Deine Behauptung dass Immigranten in Deutschland links liegen gelassen werden kann ich ebenfalls nicht teilen. Wir sehen überall ausländische Gewerkschaften, die sich für die Interessen "ihrer Leute" einsetzen, die sich aktiv an der Politik beteiligen. Der deutsche Staat versucht eben alles, um seine Immigranten in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen die gleichen Rechte einzuräumen wie den deutschen Staatsbürgern. Wenn Deutschland eine ausländerfeindliche Politik verfolgen würde oder nicht akzeptieren würde ein Einwanderungsland zu sein, dann würde es nicht so viele Ausländer eindeutschen (ich persönlich habe die deutsche Staatsbürgerschaft).

Deine Behauptung dass Immigranten in Deutschland links liegen gelassen werden kann ich ebenfalls nicht teilen. Wir sehen überall ausländische Gewerkschaften, die sich für die Interessen "ihrer Leute" einsetzen, die sich aktiv an der Politik beteiligen. Der deutsche Staat versucht eben alles, um seine Immigranten in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen die gleichen Rechte einzuräumen wie den deutschen Staatsbürgern. Wenn Deutschland eine ausländerfeindliche Politik verfolgen würde oder nicht akzeptieren würde ein Einwanderungsland zu sein, dann würde es nicht so viele Ausländer eindeutschen (ich persönlich habe die deutsche Staatsbürgerschaft).




Es gibt genügend Studien darüber, dass ein Ausländer es viel schwerer hat eine Stelle/Ausbildung zu bekommen, als ein Deutscher, im Spiegel habe ich kürzlich gelesen dass die Chancen von Ausländer 50% tiefer sind, als die des Deutschen.
Eine Kollegin von mir hat ihren Beruf mit einem Notendurchschnitt von 1.6 abgeschlossen, findet aber keinen Beruf, der Grund "nicht geeignet". Ein anderes Beispiel, ein Bekannter, der in bonn zur Schule geht, soll nach Syrien abgeschoben werden, obwohl er seit 12 Jahren hier lebt und das Gymnasium besucht und gute Note hat. Das traurige an der Geschichte ist, dass er eine Krankheit hat, die nur in Ländern wie Deutschland behandelt werden kann, in seiner Heimat würde er ohne Behandlung daran sterben. Ich könnte diese Liste ausweiten.
Also ich weiss nicht, ob es wirklich so leicht ist, egal ob in Deutschland oder CH/Ö, ein gerechtes Leben als Ausländer zu führen. Dafür kenne ich ziemlich viele Ausländer, denen keine Chance gegeben wird.

Statt dessen werden Themen angesprochen, die die Ausländer nicht wirklich interessieren. z.B. ob das Minarett höher sein darf als das Kirchturm. Dabei stellt kein logisch denkender Muslim solche Ansprüche, weil das vollkommen egal ist, wie hoch oder tief ein Minarett ist, zudem braucht man keins, um zu beten. Der Prophet hat in einer Lehmhütte gebetet.
Oder " "Beschneidung der Frau". Ich kenne keinen einzigen Fall in Deutschland, wo sowas ekelhaftes durchgeführt wurde. Ehrenmord ist mir bis jetzt ein Fall aus Berlin bekannt, anosnten findet sowas auch nicht statt. Natürlich , man kann das  ansprechen und verurteilen. Aber nicht die Ausländer damit abstempeln.

Es ist dennoch ganz ok hier, aber nicht so toll, dass die Deutschen sich als Opfer der Ausländer fühlen müssen, wie es manche es gerne darstellen.


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Baha | Beiträge: 55
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« Antworten #58 am: 14. Feb 2008, 23:06 »

@miran

Sprichst du hier von der Demokratie, deren Verfassung sich auf eine durch das Militär mit Waffengewalt durchgesetzten Putsch stützt und das Bestehen einer kurdischen Minderheit – von deren Rechten ganz zu schweigen - leugnet?

Immerhin hat die DTP durch diese Verfassung es geschafft in das türkische Parlament einzuziehen. Vielleicht werden sie ja bei den nächsten Wahlen genug Stimmen einfangen um diese Verfassung zu verbessern, sprich auch mal was produktives zu Stande bringen. Einfach mosern ist natürlich einfach.


Parteien werden in einer Demokratie, die Pluralismus zulässt, eben nicht reihenweise verboten.  Es gibt auch nirgendwo sonst auf der Welt aufgrund solcher Parteien eine 10% Hürde bei Parlamentswahlen. Diese Parteien wurden allesamt verboten, weil sie sich für die Rechte der Kurden stark gemacht haben.
Die kurdischstämmigen Politiker die du ansprichst, haben sich nicht für die kurdische Bevölkerung eingesetzt und mussten somit auch nichts befürchten. Wer sich staatstreu verhält und nicht dazwischenfunkt, wird auch sonst nie Probleme in der Türkei haben. Da wären wir aber wieder beim Thema der Assimilation angekommen.

  Diese Parteien wurden verboten weil sie in die Machenschaften der PKK verstrickt waren. PKK wird von der EU der USA und natürlich auch der Türkei als eine terroristische Vereinigung eingestuft. In Deutschland wurden viele kurdische Vereine ja auch aus demselben Grunde verboten. Ist Deutschland etwa nicht demokratisch?     


Warum sollte die DTP erst ernst genommen werden, wenn sie nach dem Mund nationalistischer Kreise spricht? Hinter dieser Partei stecken Wählerstimmen, die ihr einen bestimmten Auftrag mitgegeben haben. In dem Land welches du ansprichst und zu dem die DTP stehen soll, leben 15-20 mio. Kurden.
Wenn man der Stimme und den Standpunkten der DTP kein gehör schenken möchte und somit alle Parteien die gleichen Ansichten vertreten sollen, bräuchte man kein Parlament und entsprechende Wahlen, aus denen sich das Parlament zusammensetzt.
Vernünftige Lösungsansätze gab es schon öfters, nur wurden sie kategorisch abgelehnt oder auch sonst wird alles in diese Richtung als Separatismus abgeschmettert. Du selber bist ja ein gutes Beispiel dafür.

Solange die Einheit der Türkei nicht gefährdet wird, bin ich offen für konstruktive Vorschläge. Die Kurden sind ein integraler Bestandteil der türkischen Bevölkerung. Um diesen Staat lebensfähig zu halten sollten wir alle den gemeinsamen Nenner nicht aus den Augen verlieren. Separatismus -die Teilung der Türkei-, damit sind Ängste der Menschen verbunden und die sollte man schon ernst nehmen. Zum Glück hat die Bevölkerung der Türkei richtig gehandelt und hat sich nicht zu einem Bürgerkrieg hinreissen lassen worauf die PKK abzielte.




Diesen Krieg zu beenden, liegt in der Hand des türkischen Staatsapparates. Grundlage dafür wäre zuerst, die verfassungsrechtliche Anerkennung der kurdischen Rechte. Die DTP ist zwar im Parlament aber konstruktive Politik ihrerseites wird nicht zugelassen.

Die DTP muss sich von der PKK klar distanzieren. Man kann nicht mit der Waffe in einem Hand konstruktive Politik betrieben.

Da spricht wohl der Turanist aus dir! 200 Mio. Türken soll es geben?

Ach ne. Vielleicht wurde Einem der Spiegel vor das Gesicht gahalten, schon mal daran gedacht.

Zitat
...mit einem Volk aus 30-40Millionen Menschen zu vergleichen ist das dümmste, was man machen kann. ...

Türken werden die Staatsbürger der 1923 gegründeten Republik genannt. Den "Türken" an sich gibt es gar nicht und das Wort ist vielmehr als Sammelbegriff für all die miteinander sprachverwandten Turkvölker enstanden. Aber stellen diese auch wirklich ein Volk, eine Ethnie dar?

Müsste man nicht entsprechend dieser Logik, all die miteinander sprachverwandten Völker der Iranier (Kurden, Perser, Afghanen und Belutschen) als ein Volk ansehen? All diese Turkvölker haben lange Strecken von Völkerwanderungen und Vermischungen hinter sich. Was soll der Versuch bringen, ähnlich wie die Nationalsozialisten im Dritten Reich, eine türkische Herrenrasse zu begründen?
Lauf da keinem Hirngespinst hinter her, denn du musst nur weit genug in die Vergangenheit blicken und würdest auf ein mal bei Adam und Eva landen.

Ja, ja, Großkurdistan lässt grüßen.


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Baha | Beiträge: 55
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« Antworten #59 am: 14. Feb 2008, 23:15 »

@Siwan
die Beweise sind, dass momentan die Staatsanwaltschaft gegen eine kriminelle Organisation Namens Ergenekon fahndet. Der Ergenekon wird vorgeworfen einen Militärputsch geplant zu haben und Terroranschläge verübt, sowie für Unruhen innerhalb der türkischen Gesellschaft gesorgt zu haben. Zum Fall Semdinli gibt es ebenfalls handfeste Beweise und die Staatsanwaltschaft hat auch da ermittelt und die Täter (Militärangehörige) zur Rechenschaft gezogen. Schade, dass du so uninformiert bist oder dich nur so gibst, aber wir sind ja dazu da, um die Unwissenden aufzuklären.



Also folglich gibt es in der Türkei sowas wie Recht.

Na, da kann man ja froh sein.
« Letzte Änderung: 14. Feb 2008, 23:18 von Baha » Gespeichert
SiWan | Beiträge:
SiWan
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« Antworten #60 am: 14. Feb 2008, 23:19 »

@Baham
wann distanzieren sich die Türken von ihren Kriegsverbrechen? Wann bringen die Türken reformen? Wann wird der Tag kommen, an dem der türkische Eurovision-Kandidat kurdische Lieder anstatt türkischer oder englischer singt? Wann wird der Tag kommen, an dem wir Kurden Gleichberechtigung erlangen? Was ist der Unterschied zwischen der PKK, JITEM, TIT, MIT und teilweise auch der TSK? Nicht alle haben Angst vor dem Separatismus, sondern eure Angst davor raubt euch jeglichem rationalen Verstand. Bis 1984 gab es nur einen Terroristen in der Türkei. Das war die Regierung und das Militär. Wann entschuldigt man sich für die Verbrechen, die an unseren Kindern, Frauen und Alten begangen wurden? Wieso darf eine rassistische, nationalistische MHP im Parlament sitzen und eine Partei, die sich für den Frieden einsetzt soll verboten werden? Die Machenschaften der DTP mit der PKK kannst du sicherlich nachweisen. Wir haben unseren Teil für den Frieden geleistet. Die türkischen Medien decken gerade einen Organ des Tiefen Staates nach dem anderen auf und du kannst dich nur über die PKK aufregen? Wieso kann man nicht gleich Reformen einleiten? Wieso können Türken und Kurden nicht wirklich wie Brüder zusammenleben? Ist etwa die PKK verantwortlich für die türkische Verfassung? War die PKK für 3 Militärputsche verantwortlich? War die PKK dafür verantwortlich, dass die kurdische Sprache im Jahre 1924 verboten wurde? War die PKK dafür verantwortlich, dass die Kurden mit Genoziden überhäuft wurden?

@Ciwanro Kani,
bei der Diskussion zwischen Miran und mir ging es darum, dass der deutsche Staat sich seinen Immigranten nicht annehmen würde. Ich habe dem widersprochen und dein Beitrag hat immer noch keine stichhaltigen Argumente hervorgebracht, damit ich meine Meinung umändere. Ich habe gesagt, dass die deutschen Ghettos noch lange nicht so schlimm sind wie woanders. Das heißt aber nicht, dass ich die Existenz leugne. In den USA / Frankreich befinden sich die Ghettos in Vororten oder außerhalb der Stadt, während sich berüchtigte deutsche Ghettos mitten in der Stadt befinden (beispielsweise Kreuzberg). Ich sehe keinerlei Anstalten von der Politik, Immigranten auszuschließen. Im Gegenteil, ausländische Immigranten erhalten die deutsche Staatsbürgerschaft, können hier zur Schule gehen, eine Ausbildungsstelle erhalten, etc.

Das, was du beschreibst sind gesellschaftliche Umstände. Ein Vermieter wird immer darauf achten seine Mieten so profitreich wie möglich zu gestalten. Die Mieten gehen aber nicht vom Staat aus. Die Häuser in den Ghettos, von denen wir sprechen und die vom Staat erbaut wurden, haben auch zumeist faire Mieten. Man muss also unterscheiden zwischen deutscher Innenpolitik und den Umständen innerhalb der Gesellschaft. Nur weil in einigen Gegenden Nazis durch die Gegend laufen, heißt das nicht, dass sie von der Politik angestiftet werden.

Deine Behauptung, dass ausländische Personen schlechtere Ausbildungsmöglichkeiten haben, teile ich ebenfalls nicht. Du sprichst aus subjektiven Empfindungen und Erfahrungen. Ich habe ebenfalls ein Test von Stern TV vor einer Woche gesehen, bei der eine deutsche Reporterin in die Rolle einer Muslima (mit Kopftuch) geschlüpft ist und die Berufschancen für diesen Stereotypen getestet. Dabei stellte sich heraus, dass die Muslima nicht arg schlechter abgeschnitten hat, wie eine deutsche (wobei es sich um die ein und dieselbe Person gehandelt hat). Aber auch hier wäre es ein Problem der Gesellschaft und nicht der Politik, da die Politik den Firmen nicht vorschreiben kann, wen sie einstellen sollen.

Einzig deine Kritik an der Asylpolitik teile ich, wobei man auch bedenken muss, wie viele Immigranten und Asylanten ein Land ertragen kann. Unser langfristiges Ziel sollte sein die Armut in der Welt und Kriege abzuschaffen, sodass gar nicht zu solchen "Massenfluchten" kommt. Aber dieses Ziel ist extrem unrealistisch.

Eines sollte man aber nicht vergessen Ciwanro. Während sich einige über "Ungerechtigkeiten" in Deutschland beschweren und über Minarette streiten, ist es in manch muslimischen Ländern noch nicht einmal möglich ein Kreuz zu errichten, geschweige denn "heidnische" Glaubensbekentnisse abzuliefern. Es gibt auch Ausländer, die sich selbst isolieren. Ich habe Ausländer kennengelernt, die die Christen als "schmutzig" und "ungläubig" betrachten. Ein Land, dass angeblich ausländerfeindliche Politik betreibt würde keine Ausländer einbürgern und keine Moscheen zulassen. Wir sollten auch mal überlegen, wie es in muslimischen Ländern diesbezüglich aussieht, bevor wir uns über "Lapallien" beschweren. Von einigen wird m.E. das Ghetto-Phänomen übertrieben dargestellt. Zu den Mieten etc. habe ich ja meinen Senf schon gegeben. Ich habe Deutschland als Immigrant mit Schattenseiten und schöneren Seiten kennengelernt und finde es keine Selbstverständlichkeit, dass ein Land (bzw. seine Bürger) so tolerant und offen sind.
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« Antworten #61 am: 15. Feb 2008, 00:06 »

baha,

ehe du diesen strang voll spamst und uns das türkische demokratie und gleichberechtigungs gesülze weiter verzapfst, würde ich dich bitten entweder einen eigenen strang dafür zu eröffnen oder uns zu schonen. denn viele von uns kennen das türkische rechtsstaats handeln aus eigenen körper und seelen und wissen sehr genau, was das für ein schurken staat ist, nichts weiter als ein verbrecher und mörder system habt ihr auf die beine bekommen und das ist nichts, worauf man stolz sein kann!
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« Antworten #62 am: 15. Feb 2008, 01:17 »

Immerhin hat die DTP durch diese Verfassung es geschafft in das türkische Parlament einzuziehen. Vielleicht werden sie ja bei den nächsten Wahlen genug Stimmen einfangen um diese Verfassung zu verbessern, sprich auch mal was produktives zu Stande bringen. Einfach mosern ist natürlich einfach.

Nur durch einen Umweg - durch das Aufstellen unabhängiger Kanditaten, die durch Direktwahl ins Parlament einziehen und dort (ab 20 Abgeordneten) wieder eine Fraktion bilden können - haben sie die 10% Hürde umgehen und ins Parlament einziehen können. Ganz nebenbei, die höchste Sperrklausel in ganz Europa.
Übrigens das erste mal in der Geschichte dieser von dir so hochgejubelten Verfassung.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass diese Verfassung und das Wahlgesetzt der Türkei überhaupt der Grund für die Zusammensetzung und die damit verbundene Stimmenverteilung des vorherigen Parlaments waren. Durch die 10%Hürde hatten nur zwei Parteien den Einzug ins Parlament geschafft und die AKP hatte alleine fast die nötige Dreiviertel-Mehrheit, die für Verfassungsänderungen nötig ist.
Erst durch diesen Umstand hat sich die Staatskrise - im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl und dem Widerstand des Militärs - ergeben, dessen Resultat dementsprechend vorgezogene Neuwahlen bedeuteten.

  Diese Parteien wurden verboten weil sie in die Machenschaften der PKK verstrickt waren. PKK wird von der EU der USA und natürlich auch der Türkei als eine terroristische Vereinigung eingestuft. In Deutschland wurden viele kurdische Vereine ja auch aus demselben Grunde verboten. Ist Deutschland etwa nicht demokratisch?     

Diese Terrorlisten werden jeh nach den verschiedenen internationalen Beziehungen und Interessen geführt. Es kam schon häufiger in der Geschichte vor, dass die "Terroristen" von gestern, international anerkannte Staatsmänner von morgen geworden sind.
Es geht mir hier nicht darum die PKK zu verteidigen, nur wurden politische Bemühungen seitens der verschiedenen kurdischen Parteien, stets mit dem Vorwurf der PKK-Nähe im Keim erstickt. Nicht selten ohne jegliche Beweise für diese Vorwürfe geliefert zu haben.

PKK-Nähe hin oder her, anstatt diese politischen Bemühungen als Chance zu sehen und zu unterstützen, hat man somit seitens der Türkei lieber auf eine militärische und gewaltsame Lösung bestanden. Stellt sich die Frage warum und welche Kreise daran ein vordergründiges Interesse haben könnten...

Solange die Einheit der Türkei nicht gefährdet wird, bin ich offen für konstruktive Vorschläge. Die Kurden sind ein integraler Bestandteil der türkischen Bevölkerung. Um diesen Staat lebensfähig zu halten sollten wir alle den gemeinsamen Nenner nicht aus den Augen verlieren. Separatismus -die Teilung der Türkei-, damit sind Ängste der Menschen verbunden und die sollte man schon ernst nehmen. Zum Glück hat die Bevölkerung der Türkei richtig gehandelt und hat sich nicht zu einem Bürgerkrieg hinreissen lassen worauf die PKK abzielte.


Die Einheit der Türkei gefährdet doch selbst die PKK offiziell seit Jahren nicht mehr. Auch zeigt dieser Abschnitt von dir, dass du dich wahrscheinlich nie so richtig mit der Politik und den Vorschlägen der DTP auseinandergesetzt hast. Vielleicht kennst du diese ja noch nicht mal.
Und langsam glaube ich, dass dein Wortschatz grösstenteils aus dem Wort "Separatismus" besteht, da du kaum andere Argumente vorbringen kannst.
Es gibt zum Glück keinen Bürgerkrieg aber im Gegensatz zu den Menschen im Westen der Türkei, ändert es für die Menschen in Kurdistan nichts an der Tatsache, dass sie schon lange nicht mehr in Frieden leben.



Da spricht wohl der Turanist aus dir! 200 Mio. Türken soll es geben?

Ach ne. Vielleicht wurde Einem der Spiegel vor das Gesicht gahalten, schon mal daran gedacht.

Zitat
...mit einem Volk aus 30-40Millionen Menschen zu vergleichen ist das dümmste, was man machen kann. ...

Lebst du tatsächlich in dem Glauben, dass es 200 Mio. Türken gibt? Mehr muss dazu eigentlich nicht geschrieben werden.

Türken werden die Staatsbürger der 1923 gegründeten Republik genannt. Den "Türken" an sich gibt es gar nicht und das Wort ist vielmehr als Sammelbegriff für all die miteinander sprachverwandten Turkvölker enstanden. Aber stellen diese auch wirklich ein Volk, eine Ethnie dar?

Müsste man nicht entsprechend dieser Logik, all die miteinander sprachverwandten Völker der Iranier (Kurden, Perser, Afghanen und Belutschen) als ein Volk ansehen? All diese Turkvölker haben lange Strecken von Völkerwanderungen und Vermischungen hinter sich. Was soll der Versuch bringen, ähnlich wie die Nationalsozialisten im Dritten Reich, eine türkische Herrenrasse zu begründen?
Lauf da keinem Hirngespinst hinter her, denn du musst nur weit genug in die Vergangenheit blicken und würdest auf ein mal bei Adam und Eva landen.
Ja, ja, Großkurdistan lässt grüßen.

Wie kommst du jetzt durch diesen Abschnitt auf Großkurdistan? Oder gehen dir hier die Argumente aus? Aufjeden Fall ist dieser Satz von dir, bezogen auf meinen Text, ziemlich nichtssagend.

Wir sollten aber miro und allen anderen den gefallen tun, nicht mehr am Thema vorbei zu diskutieren. Falls du noch Bedarf haben solltest, sollte dafür ein eigenes Topic eröffnet werden.
« Letzte Änderung: 15. Feb 2008, 01:54 von miran » Gespeichert
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« Antworten #63 am: 15. Feb 2008, 04:14 »

Soweit ich jetz meine erfahrungen als deutscher einbringen darf, es hat noch niemand von den normalen deutschen über ein gemeinsames miteinander hier im lande zu leben und zu arbeiten diskutiert, weil es eben normal ist, einen ausländischen oder ausländischstämmigen arbeitskollegen oder nachbarn zu haben - selbst die jeweilig andere religion wir im allermeisten falle dabei akzeptiert oder toleriert. Angst macht den meisten doch im allgemeinen die ghettoisierung, abschottung und  die dabei entstehende parallelgesellschaft - natürlich habe ich kein problem durch die münchner goethestrasse zu laufen und mir hin und wieder ein frischgebackenes brot vom türkischen bäcker zu kaufen - bin immer mit ausgesuchter höflichkeit und in deutscher sprache bedient worden. Angst macht den meisten deutschen ehr die bewusste provokation von durchaus der deutschen sprache mächtigen möchtegernmachos  - die sich eventuell ihren frauennachschub dann irgendwann im heiratsfähigen alter aus der türkei organisieren müssen- natürlich mit allen rechten, die ihnen als deutsche staatsbürger zustehen - mit all den problemen die dann wieder an die kindergeneration weitergegeben gegeben werden - da die mutter vielleicht kein deutsch spricht. Angst machen jugendgangs, die sich zusammenfinden und in der gemeinschaft stark sind - sich gegen allgemeine werte zu stellen - ey du scheiss deutsche kartoffel- was willst du - ohne irgendwelche werte von ihren eltern mitbekommen zu haben, die eigentlich für alle menschen verbindlich sein sollten, die sich bewusst provokant ausserhalb stellen. Und dann kommt so ein herr RTE und redet diesen leuten nach dem mund - ermuntert sie dabei - in ihrem verhalten - er muss natürlich nicht sagen, dass sich jeder assimilieren soll, dazu gehört viel mehr - seine eigene kultur sollte man nie vergessen, dafür stehen deutsche in südamerica oder in russland seit über 200 jahren auch ein - aber ein gewisses mass an verständnis für das gast oder schon heimatland mit der deutschen staatsbürgerschaft sollte man einfordern können. Klar der tumbe volkstenor lautet dann wieder ausländer raus - aber es radikalisiert sich leider nicht nur die deutsche seite....
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Qersi | Beiträge:
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« Antworten #64 am: 15. Feb 2008, 14:10 »

...ohne irgendwelche werte von ihren eltern mitbekommen zu haben, die eigentlich für alle menschen verbindlich sein sollten

Das stimmt allerdings.
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SiWan | Beiträge:
SiWan
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« Antworten #65 am: 15. Feb 2008, 16:20 »

Kommt türkisch als zweite Fremdsprache?

Die baden-württembergische SPD-Vorsitzende Ute Vogt hat sich für Türkisch als zweite Fremdsprache ausgesprochen: "Warum wird die Zweisprachigkeit mit Englisch und Französisch als wichtige Qualifikation gefördert, Türkisch aber nicht?".



Wichtig sei dabei, dass der Unterricht auch deutschen Schülern offen stünde und der Unterricht auf Deutsch erfolge, sagte die SPD-Integrationsbeauftragte dem "Mannheimer Morgen".

Vogt verwies darauf, dass Türkisch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werde. "Die türkische Wirtschaft verzeichnet Zuwächse, die Türkei wird in absehbarer Zeit ein noch wichtigerer Handelspartner sein, da können auch deutsche Schüler von Türkisch-Kenntnissen profitieren."

Die doppelte Staatsbürgerschaft hält die SPD- Integrationsbeauftragte ebenfalls für einen wichtigen Baustein. Damit würden die Wurzeln anerkannt, aber auch ein Bekenntnis zum deutschen Staat und seiner Verfassung abgelegt.
« Letzte Änderung: 15. Feb 2008, 16:22 von SiWan » Gespeichert

 
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