Immerhin hat die DTP durch diese Verfassung es geschafft in das türkische Parlament einzuziehen. Vielleicht werden sie ja bei den nächsten Wahlen genug Stimmen einfangen um diese Verfassung zu verbessern, sprich auch mal was produktives zu Stande bringen. Einfach mosern ist natürlich einfach.
Nur durch einen Umweg - durch das Aufstellen unabhängiger Kanditaten, die durch Direktwahl ins Parlament einziehen und dort (ab 20 Abgeordneten) wieder eine Fraktion bilden können - haben sie die 10% Hürde umgehen und ins Parlament einziehen können. Ganz nebenbei, die höchste Sperrklausel in ganz Europa.
Übrigens das erste mal in der Geschichte dieser von dir so hochgejubelten Verfassung.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass diese Verfassung und das Wahlgesetzt der Türkei überhaupt der Grund für die Zusammensetzung und die damit verbundene Stimmenverteilung des vorherigen Parlaments waren. Durch die 10%Hürde hatten nur zwei Parteien den Einzug ins Parlament geschafft und die AKP hatte alleine fast die nötige Dreiviertel-Mehrheit, die für Verfassungsänderungen nötig ist.
Erst durch diesen Umstand hat sich die Staatskrise - im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl und dem Widerstand des Militärs - ergeben, dessen Resultat dementsprechend vorgezogene Neuwahlen bedeuteten.
Diese Parteien wurden verboten weil sie in die Machenschaften der PKK verstrickt waren. PKK wird von der EU der USA und natürlich auch der Türkei als eine terroristische Vereinigung eingestuft. In Deutschland wurden viele kurdische Vereine ja auch aus demselben Grunde verboten. Ist Deutschland etwa nicht demokratisch?
Diese Terrorlisten werden jeh nach den verschiedenen internationalen Beziehungen und Interessen geführt. Es kam schon häufiger in der Geschichte vor, dass die "Terroristen" von gestern, international anerkannte Staatsmänner von morgen geworden sind.
Es geht mir hier nicht darum die PKK zu verteidigen, nur wurden politische Bemühungen seitens der verschiedenen kurdischen Parteien, stets mit dem Vorwurf der PKK-Nähe im Keim erstickt. Nicht selten ohne jegliche Beweise für diese Vorwürfe geliefert zu haben.
PKK-Nähe hin oder her, anstatt diese politischen Bemühungen als Chance zu sehen und zu unterstützen, hat man somit seitens der Türkei lieber auf eine militärische und gewaltsame Lösung bestanden. Stellt sich die Frage warum und welche Kreise daran ein vordergründiges Interesse haben könnten...
Solange die Einheit der Türkei nicht gefährdet wird, bin ich offen für konstruktive Vorschläge. Die Kurden sind ein integraler Bestandteil der türkischen Bevölkerung. Um diesen Staat lebensfähig zu halten sollten wir alle den gemeinsamen Nenner nicht aus den Augen verlieren. Separatismus -die Teilung der Türkei-, damit sind Ängste der Menschen verbunden und die sollte man schon ernst nehmen. Zum Glück hat die Bevölkerung der Türkei richtig gehandelt und hat sich nicht zu einem Bürgerkrieg hinreissen lassen worauf die PKK abzielte.
Die Einheit der Türkei gefährdet doch selbst die PKK offiziell seit Jahren nicht mehr. Auch zeigt dieser Abschnitt von dir, dass du dich wahrscheinlich nie so richtig mit der Politik und den Vorschlägen der DTP auseinandergesetzt hast. Vielleicht kennst du diese ja noch nicht mal.
Und langsam glaube ich, dass dein Wortschatz grösstenteils aus dem Wort "Separatismus" besteht, da du kaum andere Argumente vorbringen kannst.
Es gibt zum Glück keinen Bürgerkrieg aber im Gegensatz zu den Menschen im Westen der Türkei, ändert es für die Menschen in Kurdistan nichts an der Tatsache, dass sie schon lange nicht mehr in Frieden leben.
Da spricht wohl der Turanist aus dir! 200 Mio. Türken soll es geben?
Ach ne. Vielleicht wurde Einem der Spiegel vor das Gesicht gahalten, schon mal daran gedacht....mit einem Volk aus 30-40Millionen Menschen zu vergleichen ist das dümmste, was man machen kann. ...
Lebst du tatsächlich in dem Glauben, dass es 200 Mio. Türken gibt? Mehr muss dazu eigentlich nicht geschrieben werden.
Türken werden die Staatsbürger der 1923 gegründeten Republik genannt. Den "Türken" an sich gibt es gar nicht und das Wort ist vielmehr als Sammelbegriff für all die miteinander sprachverwandten Turkvölker enstanden. Aber stellen diese auch wirklich ein Volk, eine Ethnie dar?
Müsste man nicht entsprechend dieser Logik, all die miteinander sprachverwandten Völker der Iranier (Kurden, Perser, Afghanen und Belutschen) als ein Volk ansehen? All diese Turkvölker haben lange Strecken von Völkerwanderungen und Vermischungen hinter sich. Was soll der Versuch bringen, ähnlich wie die Nationalsozialisten im Dritten Reich, eine türkische Herrenrasse zu begründen?
Lauf da keinem Hirngespinst hinter her, denn du musst nur weit genug in die Vergangenheit blicken und würdest auf ein mal bei Adam und Eva landen.
Ja, ja, Großkurdistan lässt grüßen.
Wie kommst du jetzt durch diesen Abschnitt auf Großkurdistan? Oder gehen dir hier die Argumente aus? Aufjeden Fall ist dieser Satz von dir, bezogen auf meinen Text, ziemlich nichtssagend.
Wir sollten aber miro und allen anderen den gefallen tun, nicht mehr am Thema vorbei zu diskutieren. Falls du noch Bedarf haben solltest, sollte dafür ein eigenes Topic eröffnet werden.