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Kurdistan Diskussionsforum 04. Feb 2012, 10:03 *
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Autor Thema: Demonstrationen ausserhalb Kurdistans sinnvoll?  (Gelesen 297 mal)
kurdistan | Beiträge: 332
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« am: 25. Aug 2011, 15:19 »

Hallo Leute,
ich persönlich gehe seit vielleicht zwei Jahren nicht mehr auf Demonstrationen, weil ich einfach der Meinung bin, dass es nichts bringt. Zu diesem Schluss komme ich, weil die große Mehrheit der deutschen, französischen und xy Bevölkerung von diesem Konflikt nichts weiß und die Bevölkerungen fragen sich, was fordern sie von uns? Ich meine, in der Regel bekommen die meisten am Veranstaltungsort eh nichts mit und die wenigsten, die was mitbekommen, sind in der Regel strikt dagegen... Wenn man sich die Zuschauer genauer anschaut, dann sieht man, dass sie eher mit dem Kopf schütteln, als das sie Verständnis dafür haben.

Daher frage ich mich, was so eine Demonstration bringen soll, wenn es eher zum unerwünschten Effekt führt? Heute war oder ist eine Demonstration vor der türkischen Konsulat hier in der Nachbarschaft... Ich habe mich verdrückt, weil ich darin einfach keinen Sinn sehe... Weil dadurch der türkische Staat nicht beeindruckt werden kann und weil die Einwohner der betreffenden Stadt nicht verstehen können oder wollen, warum man ausgerechnet auf die Idee kommt, in deren Stadt zu demonstrieren.

Oder hat es doch einen Sinn und ich habe es nur nicht erkannt?
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Ich stimme mit der Mathematik nicht überein. Ich meine, daß die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist.
(Stanislaw Jerzy Lec)
Amos | Beiträge: 4265
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« Antworten #1 am: 25. Aug 2011, 15:43 »

@ "kurdistan": Abgesehen davon, dass ich aus Gesundheitsgründen nicht mehr in der Lage bin, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, teile ich in hohem Maße deine Einschätzung.

Es ist aber auch zu beachten, dass derlei Aktivitäten das Selbstwertgefühl der TeilnehmerInnen doch erheblich stärken. Es ist jedoch an der Zeit darüber nachzudenken, wie das auf anderen und möglichst effektiveren Wegen erreicht werden könnte.

Bewusst gewaltfrei gestaltete Happenings als "running gag" gegebenenfalls auch unangemeldet und mit der Legitimierung per "kunstvorbehalt" sind da vielleicht eine brauchbare Alternative, verlangen aber professionelle Anleitung und sind nicht nur daher ziemlich kostspielig. Aber vielleicht in der Wirkung nachhaltiger. Erste Ansätze bei "Tatort Kurdistan" lassen durchaus hoffen, Hauptsache, diese AktivistInnen werden durch Desinteresse und offene Feindschaft aus den Reihen "der eigenen Leute" nicht weiter frustriert.
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Soran | Beiträge: 316
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« Antworten #2 am: 25. Aug 2011, 16:47 »

Die Demonstrationen der Kurden hier in Deutschland sind ein großer Grund das die Deutschen Medien überhaupt noch ein wenig nach Kurdistan schauen. Regionale Zeitungen die über die Demonstrationen berichten, berichten auch dann über den Hintergrund, also über das Kurdenproblem.

Also ja Demonstrationen sind sinnvoll und auch unser Recht.
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Amos | Beiträge: 4265
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« Antworten #3 am: 25. Aug 2011, 18:45 »

Die Rezeption der kurdischen Demos in der Türkeit befasst sich vornehmlich mit den Rangeleien mit der deutschen Polizei und macht in aller Regel die kurdischen Demonstranten dafür verantwortlich. Besonders wenn einheimische deutsche Zuschauer gezielt interviewt werden, wie häufiger auf einschlägigen Videos zu sehen ist.

Aufklärung der Offentlichkeit in der Türkei über kurdische Angelegenheiten findet sich dort bei einigen überregionalen Printmedien und in deren Videoblogs über Ereignisse in Nordkurdistan selbst.
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« Antworten #4 am: 25. Aug 2011, 19:21 »

aber nicht solche wie in Stuttgart!!!!!  Ärgerlich Ärgerlich

Ich frag mich was sich Kurden dabei denken seite an seite  mit Gewaltbereiten ANTIFAS in der Stadt rumzupöbeln und scheiben einschlagen?Huch
Wollen die damit ein Kurdistan gründen, wollen sie der Welt zeigen das dass nur ein kleiner Vorgeschmack auf ein Kurdistan ist??
schämen diese sich nicht, haben sie keine Eltern??
Wo bleibt da der Verein, der soll gefälligst da hin und die Eltern darauf aufmerksam zu machen!

hat jemand die Adresse bzw.einen Kontakt zu den kurdischen Vereinen in Stuttgart?
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Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Freiheitsfalke | Beiträge: 75
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« Antworten #5 am: 25. Aug 2011, 19:26 »

Doch, denn durch die Anzahl der Demonstranten lassen sich Zeichen setzen.

Jeder der nicht aus verständlichen Gründen nicht demonstriert, muss mit dem Gedanken leben, die Okkupation der Imperialisten indirekt hinzunehmen und unbeantwortet zu lassen.

Stefan Engel (MLPD):

Zitat
"Schulter an Schulter, gemeinsam die Überlegenheit gegenüber den herrschenden Imperialisten herstellen, um tatsächlich eine internationale Übermacht darzustellen... Proletarier aller Länder vereinigt euch. Hoch die internationale Solidarität"

http://www.youtube.com/watch?v=AOCK6Jmt9sc
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