Ich habe viel Zeit im Ausland verbracht und selten ein Land gesehen, wo die Ausländer dem Gastland gegenüber soviel Respekt und Zuneigung entgegenbringen.
Wenn man in diesem "gastfreundlichen" Land jedoch Sachen sagt, die einem nicht passen, will ich einmal sehen, in was die Gastfreundlichkeit überschwappt..
Ich habe mal einen Bericht gelesen, wo es sich um ausländische Lehrer in der Türkei handelte, von denen durften einige ihre Koffer packen, und vorher wurden sie noch beleidigt, dies alles weil sie im Unterricht von einem Genozid an den Armeniern sprachen..
Die Skandinavier ärgern mich ganz besonders. Die Schweden zum Beispiel, ein Land, wo seit dem Wiener Kongreß nichts mehr passiert ist. Da kommen sie hier an und predigen Minderheitenrechte. Bitte schön, die Schweden haben doch bis in die siebziger Jahre hinein Lappen kastriert. Sie haben etwa 80 000 Lappen kastriert mit der Begründung, sie seien kleinwüchsig und tränken zu viel.
Was ändert dies nun daran, dass in der Türkei bis zum heutigen Tag, Kurden unterdrückt werden ??
Beschönigt die eine Ungerechtigkeit die andere, oder wie ??
Aber von einem gewissen Norman Stone darf man nicht zu viel erwarten..
Ich bin Schotte, und ich glaube, Kinder müssen von Minderheitensprachen befreit werden. Wenn wir 1707, als Schottland und England vereinigt wurden, Kopenhagener Kriterien zum Schutz der gälischen Sprache gehabt hätten, wäre ich ein nationaler Dichter geworden - sehr betrunken und mit zehn Leuten als Publikum.
Minderheitensprache befreien ??
Das heißt mit anderen Worten, dass Norman Stone ein Befürworter der Assimilation ist und somit für die Auslöschung von autochthonen Völkern...ich will ja der "Welt" Redaktion nichts vorwerfen, doch war man schon so verzweifelt auf der Suche, um solch eine Gestalt um ein Interview zu bitten, was ausser undemokratischen Gedankengut kann man als wiffer Leser hier sonst aus seinen Zeilen lesen ??
Mal ganz unabhängig von meiner Existenz als Kurde, er meint, dass Minderheitensprachen "befreit" sprich elliminiert werden müssen, welch Seriösität solch ein Interview bloss auf die Welt abwirft :exclam:
Ich glaube der User sekivir hat schon genug über Norman Stone persönlich gesagt, wer nicht einmal sein eigenes teils unterdrückte Volk nicht akzeptiert, sondern als ein Haufen Betrunkener verschmäht, solch einem Menschen sollte man dann nicht mehr Beachtung schenken, als er es sich verdient hätte..
Wenn ich also höre, wie die Leute in einem Land wie diesem, dessen bloße Existenz ein Wunder ist
Man würde glatt meinen er wäre zum Kemalismus konvertiert...mal ne Frage so am Rande Herr Kalnoky, hatte Norman Stone während diesem Satz auch glasrige Augen ?
Das dieses Land auf Kosten anderer Völker existiert erwähnt er einmal nicht..aber ich denke Lobbyesten darf man sowas nicht vorwerfen, hauptsache das Geld stimmt..
Kann man nicht das baskische Problem mit dem Kurdenproblem vergleichen?
Nein kann man nicht !!
Wo haben sich türkische Regierungen jemals mit PKK- Funktionäre zusammen gesetzt ??
Wann hat man im Baskenland 3000 Dörfer dem Erdboden gleichgemacht ??
Wieso hat Südostanatolien nicht auch so einen Autonomiestatus wie das Baskenland in der Türkei ??
Aber Herr Kalnoky, hauptsache sie als Politologe (1,0) stimmen hier dem Norman Stone in allen Punkten überein...welch politologisches Feinwissen...
Und dann gibt es eine andere Gruppe von Basken, die sich - aus welchen Gründen auch immer - in terroristischen Aktivitäten ergehen. Ähnlich ist es hier mit den Kurden. Sie sind furchtbar gespalten.
Dieses "Phänomen" gab es schon immer..ich erinnere an die schottischen Lords die mit England kooperierten, und auf der anderen Hand die pösen Seperatisten (erinnert mich jetzt ein wenig an Braveheart

)
Aber das Norman Stone hier die Chuzpe besitzt, und von welchen Gründen auch immer spricht, zeigt welch Stellenwert, Privilegien wie eigene Muttersprache sprechen, eigene Kultur ausüben für ihn haben, nämlich keinen..
Mich würde es interessieren, wen er beim Vergleich von Bereicherung durch türkischen Wohlstand meint...die Dorfschützer etwa ??
Aber sonst kann man die Baskenlage auf die kurdische projezieren..das ich nicht lache
Aber vom gegenwärtigen Standpunkt aus zu sagen, das Land wird faschistisch, ist eine absurde Übertreibung.
Das Land heißt weiterhin Türkei, dieses Land hat weiterhin eine Amtssprache und keine zweite, in diesem Land herrscht weiterhin der Kemalismus, der auf Sprüche wie Glücklich soll der sein, der sich Türke nennen darf, stützt...und selbige Staatsdoktrin verneint die Existenz einer zweiten ethnischen Existenz in der "Türkei", selbiges ist in der Verfassung nach zu lesen...nun da Kurden nach über 80 Jahren Staatbestehen nicht erwähnt werden, in der Staatsverfassung, darf man doch davon ausgehen, dass türkische Köpfe meinen, Kurden wären es nicht wert erwähnt zu werden, sprich Untermenschen, den Türken also genetisch bedingt unterlegen (ob humangenetisch oder sonstiges, darüber soll sich lieber Derya Tulga seinen hübschen grauen Kopf zerbrechen :cool: )
Nun hört sich das nicht ein wenig nach Faschismus an ??
Aber lieber Herr Kalnoky da sie in vielen Punkten seiner Meinung waren haben sie einfach nicht die CHance gehabt, auf solch rational- zurückführende Fragen...lieber bleiben sie der unmündige 0815- Journalist, der von terroristischen Kurden spricht, obwohl es in Wirklichkeit um die nackte Verzweiflung eines geschundenen Volkes geht...
Haben sie sich das Video vom User Mirxas angesehen ?
Hier nochmal:
Und nun Herr Kalnoky betrachten sie am Ende des Videos das Gesicht dieses Kurden !!
Und dann denken sie nach, wie Familienangehörige dieses Mannes denken und fühlen !!
Denken sie nach, was dieser Kurde denn nach einer eventuellen Freilassung im Sinn haben wird, vergisst man etwa so eine Erniedrigung ? Glauben sie das solche Menschen nach solch einer Erniedrigung noch rational denken können ?
Ich will konkret sagen, was ich denke, Terrorismus ist auf jedenfall zu verachten, doch man sollte lieber einmal das Problem bei der Wurzel packen, wenn die Türkei nicht seit über 80 Jahren so symbolisch wie in diesem Video mit einer Mehrzahl an Fanatikern auf einen Kurden einschlagen würde, so gäbe es heute keine verzweifelten Menschen, die Unschuldige töten...
Und das war nur eine Harmlosigkeit türkischer Unterdrückung, ich kann hier von Geschichten erzählen, da dreht sich der Magen, und solche Geschichten haben in der Türkei nicht aufgehört !!
Es wird einem wahrhaftig übel, wenn man noch dazu solche Gestalten wie Norman Stone ertragen muss...
Meines Erachtens ist es nur ein Armutszeugnis für "die Welt" solche Personen ernst zu nehmen, des weiteren tragen sie zur allgemeinen Fehleinschätzung der Lage in der Türkei bei, werter Herr Kalnoky