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Amos
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« am: 29. Jan 2008, 15:00 » |
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AG der ezidischen Studenten in Göttingen mit freundlicher Unterstützung der GfbV Einladung zur Vorstellung des Buches von Chaukeddin Issa
Das Yezidentum – Religion und Leben
mit anschließender DiskussionWann: Am Samstag, den 02. Februar 2008, um 16:00 Uhr Wo: im Victor-Gollancz-Haus der Gesellschaft für bedrohte Völker, Geiststraße 7 (ehem. Kleintierklinik) Bushaltestelle Groner Tor, 5 Min Fußweg vom Bahnhof in GöttingenKurze Information zum Buch:Das Yezidentum, obwohl eine der ältesten monotheistischen Religionen der Welt, ist noch relativ unbekannt. Im deutschsprachigen Raum gibt es lediglich eine Hand voll Bücher zu diesem Thema. Jetzt ist im Verlag Dengê Êzîdiyan ein wichtiges Buch erschienen. Der Yezide Chaukeddin Issa gibt mit seinem Buch „Das Yezidentum – Religion und Leben“ einen umfassenden Einblick in die Religion und das Leben der Yeziden - in einer Form, wie sie bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Er erklärt die zentralen yezidischen Themen, den theologischen Aufbau, sowie Bräuche und Traditionen. Auch die Lebenssituation der Yeziden in Deutschland wird reflektiert. Ein weiterer Abschnitt enthält Übersetzungen wichtiger religiöser Texte. Sein Buch basiert neben dem Studium der religiösen Texte auf eigenen Kenntnissen und Erfahrungen sowie auf Befragungen yezidischer Gelehrter. Das Werk von Issa ist somit eine wichtige Selbstdarstellung und ein Beitrag zum Verständnis einer noch wenig erforschten Religion. Ch. Issa, Das Yezidentum - Religion und Leben, Oldenburg 2007, Verlag Dengê Êzîdiyan, ISBN: 978-3-98107-514-4, 291 Seiten, Einzelpreis: 14,50 Euro, + 3 Euro Versandkosten bei Einzelbestellung. Kontakt: bestellung@yeziden.deOrganisation: AG der ezidischen Studenten in Göttingen mit freundlicher Unterstützung der GfbV - Kontakt: iisa@gwdg.de
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« Letzte Änderung: 29. Jan 2008, 15:07 von Amos »
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When the power of love overcomes the love of power the world will know peace. - Jimi Hendrix.
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Durket
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« Antworten #1 am: 29. Jan 2008, 18:33 » |
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Sipas Amos.
- Findet die Vorstellung des Buches auch an anderen Orten statt?
- Wie siehts mit einer Massenbestellung aus?
lg Dûrket
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Amos
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« Antworten #2 am: 29. Jan 2008, 19:17 » |
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@ Dûrket: Weitere Veranstaltungen werden hier rechtzeitig bekannt gegeben. Falls Du an Deinem Ort einen Workshop haben möchtest, melde das Interesse bitte beim "road manager" an. e-mail: 3517-655@online.de Dann schaun wir mal, was machbar ist, aber wie alte Sozialdemokraten wissen: Wo ein Willy ist, da ist ein Weg! Vorab soviel: Am 16.2. wird es eine Veranstaltung in Celle geben, Kontakt: http://www.yeziden-celle.de/index.php?id=120&tx_ttnews/ , am 17.2. in Oldenburg (Mala Êzîdiya, Eidechstenstr. 19, Oldenburg-Kreyenbrück) und voraussichtlich am 13.3. in Gießen. 17. - 23.3. hat Ch. Issa Urlaub, da können noch Termine bestellt werden, und irgendwann dazwischen gibt es auch was in Berlin. Frage an Radio Eriwan: "Was ist eine Massenbestellung?" Radio Eriwan antwortet: "Im Prinzip jede Bestellung. Denn Masse ist immer relativ". Aber bei der obigen e-mail Adresse erreichst Du auch den "Reisenden Bücherboten". Ich hoffe, dass ich Deine Neugier befriedigen konnte.
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« Letzte Änderung: 29. Jan 2008, 19:25 von Amos »
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When the power of love overcomes the love of power the world will know peace. - Jimi Hendrix.
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vian
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« Antworten #3 am: 29. Jan 2008, 20:55 » |
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Sein Buch basiert neben dem Studium der religiösen Texte auf eigenen Kenntnissen und Erfahrungen sowie auf Befragungen yezidischer Gelehrter. Das Werk von Issa ist somit eine wichtige Selbstdarstellung und ein Beitrag zum Verständnis einer noch wenig erforschten Religion.
Gelek sipas, für die diese Information Amos. Ich würde mir vom Buch nicht vieles erhoffen, es basiert sich alles auf Selbsterfahrung & Kenntnisse, für einen Außenstehenden, wäre das Buch sehr empfehlenswert. Dennoch sollte man wissen, dass es alles aus *Selbsterfahrung basiert, was nicht heißen soll, dass alles der Realität bzw. denn Fakten entspricht. *(Da das Êzdîtum, sprachlich weiter geleiten wurde, hat sich mit der Zeit einiges geändert bzw. hinzugefügt.) silav û rez
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« Letzte Änderung: 29. Jan 2008, 21:13 von vian »
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Durket
Newbie
Beiträge: 4
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« Antworten #4 am: 29. Jan 2008, 21:00 » |
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@ Dûrket: Weitere Veranstaltungen werden hier rechtzeitig bekannt gegeben. Falls Du an Deinem Ort einen Workshop haben möchtest, melde das Interesse bitte beim "road manager" an. e-mail: 3517-655@online.de Dann schaun wir mal, was machbar ist, aber wie alte Sozialdemokraten wissen: Wo ein Willy ist, da ist ein Weg! Vorab soviel: Am 16.2. wird es eine Veranstaltung in Celle geben, Kontakt: http://www.yeziden-celle.de/index.php?id=120&tx_ttnews/ , am 17.2. in Oldenburg (Mala Êzîdiya, Eidechstenstr. 19, Oldenburg-Kreyenbrück) und voraussichtlich am 13.3. in Gießen. 17. - 23.3. hat Ch. Issa Urlaub, da können noch Termine bestellt werden, und irgendwann dazwischen gibt es auch was in Berlin. Frage an Radio Eriwan: "Was ist eine Massenbestellung?" Radio Eriwan antwortet: "Im Prinzip jede Bestellung. Denn Masse ist immer relativ". Aber bei der obigen e-mail Adresse erreichst Du auch den "Reisenden Bücherboten". Ich hoffe, dass ich Deine Neugier befriedigen konnte. Sipas hevalê hêja. Silav
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Amos
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« Antworten #5 am: 29. Jan 2008, 22:44 » |
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@ vian Zuerst einmal: Herzlich willkommen bei Kurdmania! Und nun zum Thema: Du schreibst: Ich würde mir vom Buch nicht vieles erhoffen, es basiert sich alles auf Selbsterfahrung & Kenntnisse, für einen Außenstehenden, wäre das Buch sehr empfehlenswert. Dennoch sollte man wissen, dass es alles aus *Selbsterfahrung basiert, was nicht heißen soll, dass alles der Realität bzw. denn Fakten entspricht. *(Da das Êzdîtum, sprachlich weiter geleiten wurde, hat sich mit der Zeit einiges geändert bzw. hinzugefügt.) Da ich wie Du ein Verehrer der Dichtungen von Khalil Gibran bin, frage ich Dich mal geradezu: Wäre "Der Prophet" noch solch ein mitreißendes Gedicht, wenn Kh. Gibran, statt seine Selbsterfahrung zu verdichten, eine Sammlung von Statistiken über die Trefferquoten unterschiedlicher Propheten aneinandergereiht hätte? Das wären in etwa die Fakten, die Du als Empfehlungsmerkmal für solch ein Buch anführst. Aber wer könnte daran Freude haben? Das Mitreißende an Gibrans Poesie ist doch gerade die Subjektivität dieses Propheten! Ich beschäftige mich seit 45 Jahren mit der Erforschung und dem Vergleich von religiösen Texten. Natürlich weiß ich, dass so ziemlich jede Prophetie eine "self fulfilling prophecy" ist, weil sie in der Regel erst erzählt und dann aufgeschrieben wurde, als das Ereignis bereits eingetreten war, das der Prophet verkündet hätte. Ich schreibe bewusst "h ätte" und nicht "h atte", weil ich weiß dass einige solcher Propheten wie der von Khalil Gibran nur in der Phantasie des Erzählers/Dichters existierten. Und doch haben diese Worte viel bewegt, manchmal die Welt in Atem gehalten. Nur wer Legenden und Myther erst einmal respektiert als Weisheit eines Volkes und seiner kulturellen wie religiösen Tradition, kann dann langsam anfangen, kritische Fragen zu stellen. Fragen bitte, und geduldig auf eventuelle Antworten warten. Mein Freund Shewqi hat sicher nicht die poetische Kraft eines Khalil Gibran, aber er hat seine eigene Erfahrung in einer gleichermaßen tiefreligiösen wie weltoffen intellektuellen Familie in der Jezirah in Nordostsyrien verarbeitet, seinen weisen Vater befragt, vielen alten Leuten zugehört, wenn sie die Jahrtausende alte Tradition weitergaben. Das ist seine Selbsterfahrung. Das kommt sicher im "Waschzettel" des Verlages, den die Göttinger ezidischen Studenten der Einfachheit halber für ihr Einladungsschreiben benutzt haben, nicht so deutlich herüber. Eine ausführlichere Rezension von mir findest Du auch hier bei Kordmania: http://www.kurdmania.com/Forum-top-Neuerscheinung-Chaukeddin-Issa-Das-Yezidentum-Religion-und-Leben-Rezension-2137.html
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« Letzte Änderung: 29. Jan 2008, 23:02 von Amos »
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When the power of love overcomes the love of power the world will know peace. - Jimi Hendrix.
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Amos
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« Antworten #6 am: 05. Feb 2008, 12:02 » |
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Von der hier angekündigten Veranstaltung zum Buch von Chaukeddin Issa erreichte mich der folgende Bericht: Bericht zur Vorstellung des Buches von Chaukeddin Issa im Hause der GfbV
Am Samstag, den 02. Februar 2008 fand im Victor-Gollancz-Haus der Gesellschaft für bedrohte Völker die Vorstellung des Buches „Das Yezidentum – Religion und Leben“ von Chaukeddin Issa statt. Die Veranstaltung wurde von der Gruppe yezidischer Studenten aus Göttingen mit freundlicher Unterstützung der GfbV organisiert und verwirklicht.
Die Veranstaltung war mit ca. 30 Besuchern, darunter viele Yeziden – auch andere Interessierte waren anwesend – gut besucht und kann demnach als Erfolg gewertet werden. Besonders erfreulich war vor allem die Anwesenheit von Frau Irina Wießner, die in Vertretung ihres verstorbenen Mannes, Pr. Dr. Dr. Gernot Wießner, vor Ort war und zum 75. Geburtstag ihres Mannes einen Blumenstrauß von Dr. Khanna Omarkhali entgegen nahm.
Der Autor Chaukeddin Issa wurde von Karl G. Mund und Frau Gisela Priess, die beide an dem Buch mitgewirkt haben, begleitet und unterstützt.
Nach dem Begrüßungswort durch Dr. Kamal Sido, dem Nahostreferenten der GfbV, hat Herr Issa in einem sehr lebendigen und abwechslungsreichen und sicheren Vortrag über die Idee und Entstehung des Buches referiert und einige Passagen ausführlicher angesprochen.
Im Anschluss an den Vortrag gab es eine rege Frage- bzw. Diskussionsstunde zum Buch. In der wurden unter anderem Themen behandelt wie…
Sheikh Adi und seine Herkunft – War er Kurde, Yezide, Araber oder Moslem? Integration der Yeziden in der Diaspora „Strafe“ bei den Yeziden bei „Austritt“ aus der Religionsgemeinschaft Methodik (wissenschaftliche Methoden, Sprache etc.)
Der Autor trug engagiert seine These vor, dass seiner Erkenntnis nach an der ethnischen Zugehörigkeit des Reformators Sheikh Adi zur kurdischen Nation nicht gezweifelt werden könne. Er leitete dies aus zumindest einem eindeutigigen Qewl-Text her
Chaukeddin Issa stellte aber auch fest, dass in der öffentlichen Wahrnehmung des Yezidentums im Laufe des vergangenen Jahres Aspekte in den Vordergrund gerückt wurden, die mit der religiösen Basis des Yezidentums wenig bis gar nichts zu tun haben. Dazu gehört besonders die Frage der „Bestrafung“ bei Verletzung religiöser Vorschriften.
Frau Irina Wießner fügte – auch mit Hinweis auf die Arbeit ihres 1999 verstorbenen Gatten – hinzu, dass Endogamie in vielen Religionen üblich und die „Exkommunikation“ in christlichen Kirchen bis ins 20. Jahrhundert ausgiebig geübt worden sei. Aber auch hier gilt, dass der Ausschluss aus der Religionsgemeinschaft zwar allein der Religionsgemeinschaft obliegt, darüber hinausgehende Sanktionen jedoch nicht mehr.
Karl G. Mund betonte, dass in Deutschland im Zusammenhang mit der Integration der Yeziden die Kenntnis der religiösen Inhalte wichtig sei, damit Verstöße gegen die Gesetze dieses Landes nicht fälschlicherweise mit angeblichen religiösen Geboten entschuldigt werden können.
Einige Diskusionsteilnehmer waren leider nicht bereit zu solchen inhaltlichen Fragen Stellung zu nehmen oder dem besseren Verständnis dienende Fragen zu stellen. Dadurch kamen die anwesenden nicht-yezidischen StudentInnen mit ihren Fragen nicht ausreichend zum Zuge
Bei allen Diskussionspunkten konnte die Runde Standpunkte klären, auch wenn sich nicht in jedem Falle eine Übereinstimmung der Ansichten erzielen ließ. Jedoch wurde die Methodik im Buch nach Meinung des Berichterstatters zu Unrecht kritisiert. Der Autor hat von Beginn an betont, dass sich das Buch, wie die Widmung eindeutig erkennen lässt, nicht in erster Linie an ein akademisches Publikum wende, sondern für „die yezidische Jugend“ die zentralen Themen der yezidischen Religion anreißen und erläutern solle. In diesem Sinne war die Veranstaltung hilfreich für die LeserInnen.
Cihan Acar
Göttingen, 3. Februar 2008
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« Letzte Änderung: 05. Feb 2008, 22:09 von Amos »
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Rewsen
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« Antworten #7 am: 05. Feb 2008, 13:24 » |
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Sehr interessant! Freut mich, dass von dieser Veranstaltung auch berichtet wurde, so dass wir, die nicht dort waren, auch etwas davon haben. Daher unbekannterweise ein Danke an Cihan Acar!
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Gotina rast sondê naxwaze
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Kevok
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« Antworten #8 am: 05. Feb 2008, 16:48 » |
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Auch wenn dieses Buch, kein rein wissenschaftliches Produkt ist, so ist es dennoch eine sichere Quelle auf die man sich stützen kann. Denn so wie das Buch aufgebaut ist, praktizieren wir Yeziden unsere Religion. Jeder der Interesse an der yezidischen Religion hat und sich nicht weiter auf die Vorurteile der älteren Generation berufen möchte, sollte dieses Buch lesen. Besonders wichtig finde ich das Buch für die neue yezidische Generation, die in der Diaspora leben und somit das Yezidentum nicht so ausleben können wie die Generation vor ihnen! Oft hört man von dieser Jugend heute, dass sie zu wenig über ihre Religion wissen, sie begründen es oft damit, dass es keine Bücher auf deutsch gibt, die sie lesen können. Jetzt ist endlich eins da, was das Yezidentum so authentisch beschreibt, wie keins zuvor.. Mein Appell gilt hier insbesondere auch an meine muslimische bzw. alevtischen und natürlich auch die christlichen Freunde, die leider immer noch zu wenig über die Yeziden wissen und die Vorurteile und Geschichten ihrer Großeltern mitsichtragen. Bitte lest das Buch, und lehrt die ältere Generation eines besseren...
Denn das Yezidentum ist ein wichtiger Teil der kurdischen Identiät !
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« Letzte Änderung: 05. Feb 2008, 16:50 von Kevok »
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Miro
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« Antworten #9 am: 05. Feb 2008, 17:08 » |
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für einen der das buch noch nicht gelesen hat, stellen sich einige fragen, die bei gelegenheit beantwortet werden könnten! Sheikh Adi und seine Herkunft – War er Kurde, Yezide, Araber oder Moslem? Der Autor trug engagiert seine These vor, dass seiner Erkenntnis nach an der ethnischen Zugehörigkeit des Reformators Sheikh Adi zur kurdischen Nation nicht gezweifelt werden könne. Er leitete dies aus zumindest einem eindeutigigen Qewl-Text her es wäre sehr nett, wenn man das etwas näher erläutern könnte! der autor hat es zwar kurz angerissen, aber für aussenstehende ist das viel zu wenig. „Strafe“ bei den Yeziden bei „Austritt“ aus der Religionsgemeinschaft Chaukeddin Issa sowie seine anwesenden Co-AutorInnen stellten aber auch fest, dass in der öffentlichen Wahrnehmung des Yezidentums im Laufe des vergangenen Jahres Aspekte in den Vordergrund gerückt wurden, die mit der religiösen Basis des Yezidentums wenig bis gar nichts zu tun haben. Dazu gehört besonders die Frage der „Bestrafung“ bei Verletzung religiöser Vorschriften.
Frau Irina Wießner fügte – auch mit Hinweis auf die Arbeit ihres 1999 verstorbenen Gatten – hinzu, dass Endogamie in vielen Religionen üblich und die „Exkommunikation“ in christlichen Kirchen bis ins 20. Jahrhundert ausgiebig geübt worden sei. Aber auch hier gilt, dass der Ausschluss aus der Religionsgemeinschaft zwar allein der Religionsgemeinschaft obliegt, darüber hinausgehende Sanktionen jedoch nicht mehr.
Karl G. Mund betonte, dass in Deutschland im Zusammenhang mit der Integration der Yeziden die Kenntnis der religiösen Inhalte wichtig sei, damit Verstöße gegen die Gesetze dieses Landes nicht fälschlicherweise mit angeblichen religiösen Geboten entschuldigt werden können. @amos hierzu vlt.. auch noch ne kurze darstellung wovon genau die rede ist, welche methoden und bestrafungen gemeint sind und was daran wahr und was falsch ist. danke im voraus
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Kevok
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« Antworten #10 am: 05. Feb 2008, 17:50 » |
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@miro. Die muslimische Literatur sieht Shêx Adî als einen bekannten Sufi der einem Derwishorden mit strengen Regeln angehörte..
Von einem Shêx (Kocek) Ismail der vor ca. 3 Jahren aus Lalesh nach Europa gekommen ist, habe ich folgendes erfahren.. (von dem habe ich euch bereits vor 1 Jahr berichtet gehabt)
Die Yeziden assoziieren Shêx Adî als die Inkarnation von Tausi Melek. Er sei also einer von Tausi Melek Gesandter Bote, der die Yeziden in ihrer Religion stärken sollte..
Shêx Adi sei in Hakkari geboren und habe in Libanonen "Religionsschulen" besucht. Schon früh hatten die Islamgelehren seine Begabung und Intelligenz entdeckt und ihn gefördert..Als er dann ein gewisses Alter erreicht hatte, habe er den Wunsch geäußert unter "das Volk zu gehen". Die Gelehrten erfüllten ihn den Wunsch und sandten ihn nach Kurdistan um die dort verblieben restlichen und nicht zum Islam konvertierten Yeziden umzustimmen.. Der innere Wille von Shêx Adî sei es aber gewesen, diesen "Freigang" dafür auszunutzen um seine wahre Mission zu erfüllen, nämlich die Yeziden aufzusuchen und sie in ihrem Glauben zu stärken und unterstützen... Was er dann auch tatsächlich getan hat. Er ist anschließend nach Lalish gegangen und hat diese Heiligstätte von den Assyren wiedererlangt. Nachdem er sie davon überzeugt hatte, dass es ursprüngliche die Heiligstätten der Yeziden seien.
Also sehen die Yeziden Shêx Adî als einen Yeziden der allerdings unter Muslime aufgewachsen ist..
Das Buch vertritt eine ähnliche These
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« Letzte Änderung: 05. Feb 2008, 17:59 von Kevok »
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