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Kurdistan Diskussionsforum 23. Mai 2012, 17:54 *
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Autor Thema: Werbetrommel für BDP und den Unabhängigen Politikern!  (Gelesen 3311 mal)
Salman46 | Beiträge:
Salman46
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« am: 20. Mai 2011, 19:16 »

Sehr geehrte Brüder und Schwester,

ich bitte euch inständig, über Facebook und andere Socialnetworks - wie Youtube unteranderem, um die kurdische Sache zu werben.Bald stehen Wahlen an, wir müssen stark hervorgehen, damit das Anliegen der kurdischen Bevölkerung im Südosten stärker wahrgenommen wird und die BDP ebenso ernstgenommen wie die anderen Parteien.

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Cegerxwinoo | Beiträge: 100
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« Antworten #1 am: 20. Mai 2011, 20:41 »

sieht schlecht aus Bruder!
Die AKP hat vorgesorgt und alle Winkel der Türkischen Republik AKPésiert!
Die TR Medien, das Militär, Ergenekoncus, alle anderen Perteien, jeder  ist gegen die BDP und gegen jeglichen kurdischen Wiederstand.

Zudem Operationen kommen noch die gezielten Verhaftungen und provokationen gegen die PAD/BDP bzw. gegen das kurdische Volk!

Aber die BDP zeigt auch hier wieder stärke und Geduld, sie haben bisher nie aufgegeben auch wenn es kaum Hoffnung gibt das sie je die 10% erreichen, das sie ersten mit den oben genannten Sabotagen zu kämpfen haben und zweiten die Manipulationen während der Wahlen.
Daher stimmen die Worte Öcalan wieder wie eine phropezeiung oder wie ein geplanter Schachzug, denn dann kommt es zu einen Volksaufstand!
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Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Salman46 | Beiträge:
Salman46
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« Antworten #2 am: 20. Mai 2011, 20:58 »

In Facebook sind viele Dörfer regisitriert. Wenn wir schaffen könnten, die zu umwerben, dann ist es schon ein guter Anfang getan.  Vorallem müssen Kurden in Konya, Aksaray, Maras, Antep, Mersin, Adana und Istanbul wie auch Ankara für die kurdische Sache gewonnen werden. Erst wenn die türkische Politik versteht, dass eine Deportation zu  einer Infiltration umschlagen kann, werden sie die Kurden frühzeitig fürchten.

Wir müssen um jeden Preis werben!!!
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Amos | Beiträge: 4300
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« Antworten #3 am: 21. Mai 2011, 01:54 »

Liebe Leutchen, bemüht euch vor allem darum, nicht mehr im eigenen Saft zu schmören. Es hat sich so einiges geändert in jenem Land, nehmt das bitte mal wahr. AKP benimmt sich wie eine in die Enge getriebene Ratte und beißt um sich. Aber sie müssen auch eingestehen, dass sich eine auf die Belange der Kurden wie auch die der von Erdogans Neoliberalismus an die Seite manovrierten Türken in der veröffentlichten Meinung präsent sind. Auch, dass bekannte KommentatorInnen sich öffentlich zu politischen Inhalten der PAD/BDP bekennen. Und die Gedanken Abdullah Öcalans werden in so einigen Presseorganen in voller Länge veröffentlicht, wie sie ANF anbietet. Vergesst bitte eure althergebrachten Vorurteile. Der Wind aus dem Südosten pfeift dem Premier ins Gesicht und er muss gerade auch in bislang als strikt kemalistisch bekannten Gazetten Positives über und Interviews mit Selahattin Demirtas, Ahmet Türk,Leyla Zana und weiteren lesen, muss sich Bilder von öffentlichen Versammlungen anschauen, wo Zehntausende den unabhängigen Kandidaten zuhören, in Amed wie in Wan oder Gewer, in Mersin und auch in und um Istanbul. Das behagt ihm ganz und gar nicht. Und die Menschen tun ihm das an, obwohl er viele ihrer Wortführer ins Gefängnis stecken ließ, Und er hat ja auch diesmal noch nicht den Versuch gemacht die Wähler zu bestechen. Das kann natürlich noch kommen.

Am Freitag holte er scheinbar zum großen Schlag gegen seine mächtigsten Feinde von der CHP aus und benannte derern früheren Chef Inönü als Verursacher des Kurdenproblems. Für Kurden gewiss nichts Neues. Aber die wissen inzwischen auch,, dass Erdogan sich nur hinter Inönü versteckt, um die eigenen Missetaten zu verbergen. Die Leugnungsmasche zieht nicht mehr, das hat sogar Erdogan kapiert. Aber, dass die noch in Freiheit befindlichen kurdischen WortführerInnen inclusiver Abdullah Öcalan ihn ständig mit gut recherchierten Inhalten angreifen, dass Aysel Tugluk und ihre AnwaltskollegInnen sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und ihn zu inhaltlichen Auseinandersetzungen zwingen, bei denen er regelmäßig nicht gerade gut aussieht, das ist neu, damit hatte er so nicht gerechnet. und nun lässt er seine "Spin-Doctors" mit Gülens Hilfe Überstunden machen. Der "Kaiser von Inkompetentistan" führt neue Kleider vor, die außer ihm und seinen treuen AKPisten niemand sieht. Außerdem haben einige der unabhängigen Kandidaten den Schulterschluss mit den Überlebenden der alten türkischen Linken geschaffft, die wohl endlich gemerkt haben, dass in der IP des Dogu Perincek keine politische Heimat für sie (mehr) ist.  Die Zeit bis zum 12. Juni wird auf jeden Fall weiterhin spannend sein.
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« Antworten #4 am: 21. Mai 2011, 19:25 »

Natürlich gibt es fortschritte, im vergleich zu den letzten wahlen sind diese Fortschritte gewaltig, aber wie Amos schon sagt, die AKP wird da alle register ziehen und notfalls gülens Konten leeren!
Was ich als Sieg bezeichnen kann, sind Wahlbezirke in denen früher die MHP, CHP und AKP führend war und kaum Stimmen für kurdische Parteien und Kandidaten, heute sieht man die Gesichter jener Menschen, die plötzlich wie Blumen die blühen in die Gassen schreien, als würde der Vater wieder Heim kommen.
Ich finde es erstaunlich wie die BDP/PAD es geschafft hat, eine Menge verschollen Kurden aus dem Untergrund und dem tiefschlaf geweckt hat.
Viele Staatstreue Dorfschützer Clans zeigen endlich Mut und schließen sich der "reýa rast" (rechter weg, im Sinne von Wahrheit) an.
Wie gesagt wären diese Provokationen und die Staatlich gesteuerten Sabotageaktionen nicht, wäre die BDP/PAD schon längst ein wahrhafter Konkurent für AKP!

Bi Heviya Xwede u Tausi Melek em e PEskevin und nezi Azadiya xwe bibin!
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Gelê kurd carek din bindestiyê qebûl nake!



« Antworten #5 am: 22. Mai 2011, 18:23 »

„Unser Wahlkampf ist ein Kampf gegen den Staatsterror“

tt.com, 21.05.2011


Selahattin Demirtas, Chef der Kurdenpartei BDP in der Türkei, spricht im Interview über den schwierigen Wahlkampf seiner Partei, den Kurdenkonflikt und die PKK.

***

Von Köksal Baltaci


Innsbruck – Am 12. Juni finden in der Türkei Parlamentswahlen statt. Mitten im hitzigen Wahlkampf schloss der Wahlausschuss Ende April ein Dutzend prominente Kurdenpolitiker von der Kandidatur für Parlamentsmandate aus. Erst nach heftigen Protesten von allen politischen Seiten wurde diese Entscheidung rückgängig gemacht. Eine von zahlreichen Maßnahmen der Regierung, um einen möglichen Wahlerfolg kurdischer Politiker zu verhindern, wie Selahattin Demirtas, Chef der Kurdenpartei BDP (Partei für Frieden und Demokratie), im Interview beklagt.

Sie befinden sich mitten Wahlkampf, der bis jetzt nicht gerade reibungslos verlief...

Selahattin Demirtas: Das kann man wohl sagen. Unser Wahlkampf ist mit einer Reihe von Schwierigkeiten verbunden, wir können nicht wie die anderen Parteien einen problemlosen, uneingeschränkten Wahlkampf führen. In erster Linie sind es die Inhaftierungen unserer Parteimitglieder, die immer noch an der Tagesordnung stehen. Allein in den letzten 15 Tagen wurden mehr als 1000 Mitstreiter von uns verhaftet und sitzen im Gefängnis. Wir spüren einen ständigen Polizei- und Staatsterror, sei es nun bei unseren Wahl-Veranstaltungen oder sonstigen Kundgebungen wie Pressekonferenzen. Daher besteht unser Wahlkampf in erster Linie aus einem Kampf gegen Polizeiwillkür und Staatsterror.

Sie bezeichnen diese Polizeiaktionen als Staatsterror?


Demirtas: Die Gewalt, der Terror geht von der Polizei aus, die dem Innenministerium, also der AKP-Regierung untersteht. Sie führt die Befehle der Regierung aus. Das ist der Umgang der Regierung mit unserer Partei im Vorfeld der Wahlen. Sie setzen nicht nur die Zehn-Prozent-Hürde nicht herab, sondern versuchen, unseren Wahlerfolg mit Polizeigewalt zu verhindern. Das geht ganz und gar von der AKP aus.

Die AKP hat sich in der Vergangenheit stets entschieden gegen solche Vorwürfe gewehrt…

Demirtas: Vereinzelte AKP-Mitglieder mögen sich von diesen Vorgängen distanziert haben. Der Innenminister und der Premierminister aber haben die Vorgehensweise der Polizei in dieser Angelegenheit immer als legitim und angemessen verteidigt. Während dieser „legitimen und angemessenen“ Aktionen ist ein 18-jähriger junger Mann gestorben und hunderte Unschuldige wurden verletzt und inhaftiert.

Führen Sie die Entscheidung der obersten Wahlbehörde, prominente Kurdenpolitiker von der Kandidatur für Parlamentsmandate auszuschließen, auch auf die AKP zurück?

Demirtas: Dass diese Entscheidung in der AKP geboren und in Auftrag gegeben wurde, kann man nicht mit Gewissheit sagen, wir können sie nicht direkt dafür verantwortlich machen. Aber wir reden von einer AKP-regierten und -dominierten Regierung, die eine Atmosphäre erschaffen hat, deren Folgen der Polizeiterror gegen uns und die Entscheidung der Wahlbehörden sind. Die Richter der obersten Wahlbehörde sind nicht alle AKP-nahe, aber das Fundament für ihre Entscheidung, der Ursprung ist auf die AKP zurückzuführen.

Sie und viele führende BDP-Politiker werden als unabhängige Kandidaten für Parlamentsmandate antreten, um nicht Gefahr zu laufen, als Partei an der Zehn-Prozent-Hürde zu scheitern, die Voraussetzung dafür ist, ins Parlament einzuziehen. Dabei scheint es gar nicht so unmöglich, diese Grenze zu erreichen. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Demirtas: In der Türkei gibt es etwa 50 Millionen Wahlberechtigte, um die Hürde zu nehmen, müssten wir auf viereinhalb, fünf Millionen Stimmen kommen. Das ist für uns keine unerreichbare Zahl, bei den letzten Wahlen hatten wir an die 2,5 Millionen Wähler und es gibt Potenzial nach oben. Aber wir sind in der Türkei nur in 47 der 81 Provinzen vertreten, da uns auch aufgrund der mangelnden staatlichen Förderungen die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung stehen, in allen Provinzen mit einer Parteizentrale vertreten zu sein. Daher haben wir uns entschieden, auf Nummer sicher zu gehen und garantiert einige Mandate im Parlament zu haben. Schließlich steht bald eine Verfassungsänderung an, an der wir unbedingt mitwirken wollen.

Machen Sie und Ihre Partei in erster Linie Politik für die Kurden in der Türkei, oder für die ganze Türkei?

Demirtas: Natürlich für die ganze Türkei. Nur die Rechte einer ethnischen Gruppe zu verteidigen, wäre Nationalismus, und wir sind keine Nationalisten. Man kann in einem Land nicht nur für eine Gruppe mehr Rechte und Freiheiten erlangen. Entweder das ganze Land wird demokratischer, oder das ganze Land wird unterdrückt. Ein Land, in dem beispielsweise Kurden die Türken unterdrücken, kann kein demokratisches Land sein. Und umgekehrt, ein Land, in dem das Establishment frei ist und das gesamte Volk unterdrückt wird, der status quo also, genauso wenig. Kurden, Türken, Nichtmuslime, Armenier, Juden, Griechen, Aleviten, Frauen - nur wenn alle frei sind, ist die Türkei für einen Kurden ein lebenswertes Land. Aber weil in der Türkei Kurden negiert, ihre Sprache und ihre Kultur nicht anerkannt werden, stehen wir für die Rechte der Kurden ein. Unsere Grundhaltung ist, einen demokratischen türkischen Staat, den es nicht gibt, zu erschaffen.

Aber auch in den anderen Parteien gibt es Kurden, Armenier, Aleviten und Frauen. Wieso haben sie es bisher nicht geschafft, diese Forderungen, die ja jeder in der Türkei lebende Bürger unterstützen müsste, zu erfüllen?

Demirtas: Keine Partei wollte das wirklich, sie haben nur so getan, haben nie wirklich an Demokratie geglaubt. Wenn sie an die Macht gekommen sind, waren sie nur auf ihren Vorteil bedacht, haben ihre eigenen Interessen verfolgt und ihre Strukturen gestärkt. Die AKP (Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung, Anm.) war nie eine demokratische Partei, hatte nie eine demokratische Geisteshaltung. Sie ist eine konservativ-nationalistische Partei. Die CHP (Republikanische Volkspartei, Anm.) ist keine sozialdemokratische, sondern eine türkisch-nationalistische Partei, und die MHP (Partei der Nationalistischen Bewegung, Anm.) ist eine durch und durch rassistisch-nationalistische Partei. Sie alle tragen was Nationalistisches in sich. Keine dieser Parteien bekennt sich zu Menschenrechten und demokratischen Grundregeln, sie haben zwei Gesichter, was sie vor der Wahl sagen, hat nach der Wahl keine Bedeutung mehr. Wir versuchen dem entgegenzutreten, in dem wir beispielsweise die Positionen in unseren Gremien mit Leuten aus verschiedenen Ethnien besetzen.

Welches langfristige Modell streben Sie eigentlich für die Türkei an?


Demirtas: Wir streben ein Modell an, in dem die Türkei in 20, 25 autonome Gebiete eingeteilt und autonom regiert wird. Diese Autonomien sollen nicht auf ethnische Gruppen bezogen sein, sondern geografisch eingeteilt werden. Schließlich leben Kurden, Aleviten und Nichtmuslime in ganz Türkei, nicht nur in vereinzelten Gebieten. Die Amtssprache der Türkei kann immer noch Türkisch sein, aber in den autonomen Gebieten sollte es auch andere offizielle Amtssprachen geben dürfen. Wie etwa Kurdisch. Durch dieses Modell erhoffen wir uns für die Türkei mehr Freiheit und mehr Demokratie.

Haben Sie für Ihr Modell Vorbilder aus anderen europäischen Staaten?

Demirtas: Ein identisches Vergleichsmodell gibt es nicht. Wenn überhaupt, dann das Baskenland in Spanien. Dieses Modell kommt unserer Vorstellung am nächsten. Aber wir wollen ein neues Modell etablieren, das Türkei-Modell.

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als terroristische Vereinigung eingestuft. Von Ihnen auch?

Demirtas: Nein, das ist eine komplette Ungerechtigkeit. Die PKK ist eine bewaffnete Volksbewegung, die von Millionen Menschen unterstützt wird. Sie setzen auf Gewalt, das stimmt. Das verurteilen wir. Aber um eine Gruppe als Terrororganisation zu bezeichnen, braucht es andere Gründe und Kriterien. Die PKK genießt seit 30 Jahren eine starke Unterstützung des Volkes, hat Guerilla-Kriege in den Bergen geführt und zahlreiche Aktionen ohne Gewalt gesetzt. Sie passt nicht in ein klassisches Terror-Korsett. Das bedeutet aber nicht, dass die BDP die Gewalt, die von der PKK ausgeht, unterstützt und der Meinung ist, dass der bewaffnete Kampf für immer weitergehen muss. Nur darf auch die Regierung ihre Militäraktionen gegen die PKK nicht fortsetzen und muss sich um einen Friedensvertrag bemühen. Sie muss aufhören, gegen die PKK mit Gewalt vorzugehen.

Die PKK ging in der Vergangenheit bewaffnet gegen die Regierung vor und tötete bei Anschlägen zahlreiche Unschuldige. Es fällt vielen schwer, dieser Gruppe Demokratiebestrebungen zu bescheinigen...

Demirtas: Ich bin nicht befugt, für die PKK zu sprechen, ich vertrete die BDP, nicht die PKK. Die BDP benutzt keine Waffen, sondern will mit politischen Mitteln Veränderungen herbeiführen. Wir wollen auch, dass die PKK ihre Waffen niederlegt. Das geht aber nur über einen Waffenstillstand und einen Friedensvertrag. Aber anstatt diese Bemühungen zu intensivieren, setzt die Regierung auf Militäraktionen gegen die PKK und will sie so ausschalten. Das halten wir für den falschen Weg. Wir glauben nicht, dass man mit Gewalt zu Lösungen kommen kann, aber wenn diese Gewalt aufhören soll, muss auch die Regierung ihr Verhalten ändern und auf die PKK zukommen.

Wäre es falsch, die BDP als den legalen Arm der PKK zu bezeichnen?

Demirtas: Ja, das wäre falsch. Die BDP ist nicht die Sinn Fèin. Das waren wir auch nie. Auch die PKK würde das nicht akzeptieren. Wenn es so wäre, würden wir nicht zögern, es zuzugeben. Vielleicht wäre dann Vieles sogar einfacher. Aber wir haben keine organische Verbindung zur PKK und sind schon gar nicht ihr legaler Arm.

Die Türkei strebt nach wie vor eine EU-Vollmitgliedschaft an. Unterstützen Sie diese Bemühungen?


Demirtas: Ja, wir haben diese Bemühungen immer unterstützt und sind für eine EU-Vollmitgliedschaft der Türkei. Daher appellieren wir an die EU, der Türkei diese Möglichkeit nicht zu verwehren, diese Tür nicht zuzuschlagen und realistische Bedingungen zu stellen, die die Türkei zu erfüllen vermag. Umgekehrt sollte die Türkei alle Hebel in Bewegung setzen, um die Beitrittskriterien zu erfüllen und über eine EU-Vollmitgliedschaft die Demokratie und die Menschenrechte im eigenen Land zu stärken. Wir glauben, dass beide Seiten von einer Vollmitgliedschaft profitieren würden.

Das letzte Wort haben Sie. Möchten Sie unseren Lesern noch etwas sagen?

Demirtas: Sehr gern. Es gibt überall auf der Welt unterdrückte Völker ohne Stimme. Die Kurden sind nur eines davon. Bitte hören Sie unsere Stimmen nur von uns und lassen sich von den Unterdrückern, die im Netz der Diplomatie ihre eigenen Interessen verfolgen und nie die ganze Wahrheit sagen würden, nicht blenden Wir wollen nicht mehr als Frieden, Demokratie und Freiheit.
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« Antworten #6 am: 29. Mai 2011, 18:41 »

Ich habe hier schon mal paar offizielle Facebook seiten der BDP Kandidaten. Dann kann man alles von denen Mitverfolgen Statements, Videos und Bilder, wenn man auf gefällt mir drückt.

Hier die Offizielle Facebook Seite von Altan Tan: http://www.facebook.com/AltanTanSayfasi

Selahattin Demirtas: http://www.facebook.com/BDP.Selahattin.Demirtas.BDP

Osman Baydemir: http://www.facebook.com/baydemir und http://www.facebook.com/osmanbaydemir

Ahmet Türk: http://www.facebook.com/dtpahmetturk

Sirri Sakik: http://www.facebook.com/sirrisakik

Und die Offizielle Facebook Seite der BDP: http://www.facebook.com/BDPresmisayfasi

Und die offizielle Youtube Seite der BDP: http://www.youtube.com/user/bdpsosyalmedya
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« Antworten #7 am: 29. Mai 2011, 23:16 »

Ertuğrul Kürkçü
http://www.facebook.com/pages/Ertu%C4%9Frul-K%C3%BCrk%C3%A7%C3%BC/157700064278926 und noch ca. 20 weitere Seiten.

Hasip Kaplan
http://www.facebook.com/KaplanHasip

Akin Birdal:
http://www.facebook.com/pages/ANTEP-TE-AKIN-B%C4%B0RDAL-I-DESTEKL%C4%B0YORUZ/141908612546756 (hat auch noch Fangruppen)

Die WählerInnengruppe für Aysel Tugluk in Wan:
http://www.facebook.com/pages/AYSEL-TU%C4%9ELUK/194728537238341

Das lässt sich wohl für alle KandidatInnen weiterführen. Da können sich alle hier in verschiedenen Gruppen per "Gefällt mir" einbringen.
« Letzte Änderung: 29. Mai 2011, 23:38 von Amos » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 31. Mai 2011, 17:50 »

Die BDP wird höchstwahrscheinlich 28-32 Abgeordnete ins Parlament bringen, dass sind dann so ungefähr 7 %. Kommt in den letzten Tagen sehr oft im türkischen Fernsehen raus. 7% sind dann glaub ich ungefähr 5 millionen wähler. Bei den letzten Wahlen hatte DTP ungefähr 20 Abgeordnete. Also wird die BDP bei diesen Wahlen sehr stark heraus kommen.
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« Antworten #9 am: 01. Jun 2011, 00:21 »

Die Wahl ist sowieso in paar Tagen, die Umfragen sind jetzt unnötig, am Ende sieht jeder das wahre Ergebnis. Bei Umfragen werden so tausend Personen in verschiedenen Regionen befragt, also 1000 Menschen sollen für 70 Millionen sprechen.

Und jeden Tag immer diese neuen Resultate, an einem Tag dann 2-3% Stimmen weniger und nächsten Tag wider paar stimmen mehr, was natürlich nur daran liegt das man bei jeder Umfrage verschiedene Leute fragt, doch würde man immer die gleichen Personen fragen würde das Ergebnis auch gleich bleiben, es geht halt nur darum wer gefragt wird.

Die Umfragen können nur so die Platzierungen vorbestimmen, also AKP erster CHP zweiter MHP dritter und BDP vierter aber das mit den genauen angaben ist alles unwahr. Achte nicht auf Umfragen, denn da gibt es noch Wahlfälschung und drohung, was die AKP schon bei der letzten Wahl gemacht hatte.
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« Antworten #10 am: 01. Jun 2011, 19:27 »


Gefunden in der heutigen "Hürriyet Daily News:
Zitat
June 1, 2011 CİZRE, Şırnak - Doğan News Agency (DHA)
More MHP members join Turkey's pro-Kurdish party

The local head, the local administration and 150 members of the Nationalist Movement Party, or MHP, in the southeastern province of Şırnak have resigned and joined the country’s main pro-Kurdish party.

With the resignation of Ramazan Mungan, the local MHP head in Şırnak’s Cizre district, and the 18 members of the local executive board, the nationalist party was forced to shut down its local branch.

Mungan said they decided to join the pro-Kurdish Peace and Democracy Party, or BDP, to support the “righteous struggle of the Kurdish people.”

“We are now officially members of the BDP, the party of Kurdish people,” Mungan told reporters at a ceremony held at the BDP’s local branch. “We will be in the service of our people. I’m very happy with our decision.”

All people in the east and southeast who are members of other parties should immediately resign and join their own party: the BDP, Mungan said.

Esat Malkoç, the local BDP head said, Mungan was the local head of the MHP for seven years and he had dreamed of such a move for a long time.

Mungan and his friend’s decision came 10 days after a similar move in the eastern province of Van’s Başkale district.

The MHP’s local leader in Başkale, Ömer Bozkurt, and all 16 members of the local executive board, resigned from their posts and joined the BDP on May 23.


Dabei handelt es sich wohl um mindestens eine volle "Dorfschützer"(Korucu)-Kompanie, die sich angeblich wieder auf ihr Kurdentum besonnen hat. Ob das eine Verstärkung für PAD/BDP bedeutet, mag dahingestellt bleiben. Eine Schwächung der MHP ist es aber wohl. Der Ministerpräsident des Landes mag dahinter wohl wieder einen Zwang seitens PKK sehen, er hat ja eine lebhafte Phantasie, wenn es um seine politischen Gegner geht, denen er jetzt jede auch noch so abwegige Verschwürung gegen ihn, seine Partei und die trk. Nation andichtet. Ich komme gar nicht so schnell nach mit dem Archivieren entsprechender Artikel in der AKP-nahen Presse. Gestern hieß es, dass PKK auch am Mord an Musa Anter beteiligt war.
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