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Autor Thema: Wahlen in Österreich  (Gelesen 991 mal)
X e m x w a r | Beiträge: 1075
X e m x w a r
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« am: 29. Sep 2008, 08:43 »

Was sagen Sie zum Wahlergebnis?

Israel droht mit einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen, wenn FPÖ oder BZÖ an die Macht kommen. Die SPÖ will das nicht zulassen.

Mit "persönlichem Ekel" berichtete eine Moderatorin eines nächtlichen Nachrichtenmagazins im israelischen Rundfunk am Sonntagabend über die Verdoppelung der Rechtsparteien bei der Nationalratswahl. "Gerade bei Österreich ist das bedenklich, wenn ich an die Geschichte denke."
Etwa zeitgleich verbürgten sich die Parteigranden der SPÖ, dass es keine Regierung mit rechter Beteiligung geben wird. Wien ist eine Stadt der Toleranz, meinte beispielweise Bürgermeister Michael Häupl. "Niemals wieder Faschismus und Antisemitismus", fügte er hinzu. "Niemals wieder" sagte auch ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer. "Lernen wir aus der Geschichte.“

Das BZÖ begrüßte seinen Spitzenkandidaten Jörg Haider mit "Jörgi Jörgi"-Sprechchören, als Jörg Haider um 22 Uhr im Wiener Lokal Stylez ankam. Zum Lied "The Final Countdown" schritt er durch die wartende Menschenmenge, "ich hoffe, dass wir auf Dauer unsere politische Existenz in der österreichischen Parteienlandschaft gut abgesichert haben", sagte er, als er auf der Bühne ankam.

Israel hofft auf große Koalition

Die israelische Korrespondentin in Wien wunderte sich über die Österreicher, die offenbar vergessen hätten, welche Folgen es für das Land gehabt habe, als es aus Protest vor einigen Jahren verstärkt Jörg Haider gewählt habe. "Fast wurde Österreich damals aus der Volkergemeinschaft ausgeschlossen", sagte die Reporterin und erwähnte die Zeit, als die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Österreich eingefroren waren.

Das Wahlergebnis zeuge von einer Protestwahl gegen die beiden großen Parteien, "die sich ständig gestritten haben, bis die Koalition nach nur zwei Jahren auseinandergebrochen war." Die Stärkung der Rechtsparteien bedeute keine stärkere Fremdenfeindlichkeit. Abschließend wünschte die Reporterin Österreich "eine Große Koalition, in der sich die großen Parteien einig sind, in einem herrlichen Land in dem man wunderbar leben kann."

Beziehungen einfrieren

Zuvor hatte der in Berlin ansässige Korrespondent der Jerusalem Post einen Abbruch der israelisch-österreichischen Beziehungen prophezeit, falls die Rechtsparteien in die Regierungskoalition aufgenommen werden sollten. Heinz-Christian Strache habe mit Neo-Nazis an paramilitärischen Übungen teilgenommen und die Hand zum Hitlergruß erhoben.

In einem telefonischen Interview habe der israelische Botschafter in Wien, Dan Ashbel, der Jerusalem Post gesagt: "Wir sind über die Lage und die Parteien sehr besorgt, die fremdenfeindlich sind und eine fremdenfeindliche Politik betreiben. Das ist eine Gefahr und es ist eine traurige Tatsche, dass sich das wiederholt. "

kurier.at, Artikel vom 28.09.2008
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Amos | Beiträge: 4300
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« Antworten #1 am: 29. Sep 2008, 10:24 »

Mitglieder der augenblicklichen israelischen Regierung, deren Botschafter und Politiker der diese Regierung tragenden Parteien sollten sich erst einmal an die eigene Nase fassen, ehe sie eine Wahlentscheidung der Österreicher wie bei der gestrigen Wahl derart kommentieren. Denn die "Opposition der Anständigen" ist in Israel erheblich kleiner als in Österreich.

Dieser Umstand macht das Wahlergebnis in Österreich aber keinesfalls schöner und die Gefahr einer "Mitte"-rechts Regierung nicht kleiner. Und die SPÖ benimmt sich mal wieder wie der berühmte Schwanz, der mit dem Hund wedelt. "Verhindern" kann sie eine Regierungsbeteiligung von FPÖ und BZÖ dich nur mit einer Neuauflage der nunmehr gar nicht mehr "großen" Koalition.

Denn es ist so sicher wie das "Amen" in der Kirche, dass die konservative ÖVP heftigst mit dem blau-orange farbenen Block am rechten Rand flirten wird. Eine solche Koalition wird wegen des immanenten Streitpotentials der beiden Rechtsparteien kaum haltbarer sein als die für dieses Demokratidebakel verantwortliche gerade gescheiterte SPÖ-ÖVP Koalition, so dass der einzige Lichtblick dieser Wahl ist, dass wohl recht bald wieder gewählt werden muss, weil sich mit den jetzt gewählten Abgeordneten keine dauerhafte Regierung formen lässt. Aber ob dann die Wähler, die am Sonntag ihren Protest in die falsche Richtung äußerten, klüger vorgehen werden, darauf möchte ich keine Wette eingehen.
« Letzte Änderung: 29. Sep 2008, 10:29 von Amos » Gespeichert

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Siliye | Beiträge:
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« Antworten #2 am: 29. Sep 2008, 13:06 »


Zur Aufmunterung:

Smiley

Ich glaub, man sollte mal die vorige Regierung ernsthaft analysieren, bevor man dazu übergeht, die jetzigen Ergebnisse zu interpretieren..
Aus Fehlern sollte gelernt werden und dazu reichen einige Minuten "Dorfers Donnerstalk" völlig aus:

http://www.youtube.com/watch?v=ZfH36bmMiEI

http://www.youtube.com/watch?v=kmkl7lURhp0&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=N3lafd4qr2M&feature=related

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« Antworten #3 am: 29. Sep 2008, 15:33 »

@ Şiliye:

Du hast mir heute mittag 2 schöne pm geschickt mit einer persönlichen Wahlanalyse, die du eigentlich allen UserInnen hier zugänglich machen solltest. Ich möchte ohne deine Einwilligung auch nicht ausführlich daraus zitieren, aber ich denke, dass du die Situation da sehr gut auf den Punkt gebracht hat. Aber Vorsicht, nicht 1:1 nach hier übertragen, denn es ist ein böser Tippfehler im Text, den dir übel Gesonnene mit Wonne gegen dich auslegen würden. Ich weiß ja, wies gemeint war, aber schau den Text noch einmal genau durch, ist vielleicht eine gute Übung für die Rekonvaleszenz, damit du sehr schnell wieder ganz fit bist.
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Siliye | Beiträge:
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« Antworten #4 am: 30. Sep 2008, 17:26 »


Lieber Amos,

nachdem ich die Schulübungen von heute abgeschrieben habe, werde ich hier antworten. Dauert halt noch n Bissi Smiley

Herzlichen Gruß

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« Antworten #5 am: 10. Nov 2010, 12:51 »

Diplomaten Eklat

Türkischer Botschafter greift Österreich an.
Der türkische Botschafter übt scharfe Kritik an Wien und seiner Politik.

Der türkische Botschafter in Wien, Kadri Ecved Tezcan, hat in einem Interview scharfe Kritik an der österreichischen Integrationspolitik sowie an Österreich und seiner Bevölkerung selbst geübt. Den Österreichern bescheinigt Tezcan laut "Presse", sich nur im Urlaub für fremde Kulturen zu interessieren. Besonders ins Visier nimmt Tezcan Innenministerin Maria Fekter (ÖVP). "Sie ist in der falschen Partei." Er riet zudem internationalen Organisationen indirekt, das Land zu verlassen.

Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll hat die Aussagen des türkischen Botschafters Kadri Ecved Tezcan scharf zurückgewiesen. "Es ist absolut unangemessen und inakzeptabel, dass sich ein Diplomat in dieser Form über die Innenpolitik seines Gastlandes äußert und ein Regierungsmitglied öffentlich derart abqualifiziert", ließ Pröll über seinen Sprecher Dienstagabend ausrichten.

Bundeskanzler Werner Faymann zeigte sich über "die inakzeptablen Aussagen" des türkischen Botschafters empört.
Faymann wird sich laufend von Außenminister Spindelegger informieren lassen und die weitere Vorgehensweise festlegen.

Vilimsky kritisiert Umgang mit kurdischer Minderheit

Gerade das türkische Regime, das beispielsweise Angehörige der kurdischen Minderheit knechte, foltere und auch demokratisch gewählte kurdische Politiker und Abgeordnete ohne Angaben von Gründen verhaften lasse, möge tunlichst schweigen. Vor diesem Hintergrund den Österreichern eine "liberale und offene Haltung" abzusprechen sei ja wohl der Treppenwitz der diplomatischen Geschichte, so Vilimsky. Wie in Österreich Integration von Zuwanderern eingefordert werde, bestimme niemand anderer als die Österreicher selbst, mit Sicherheit aber nicht der türkische Botschafter.

Quelle: oe24.at
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« Antworten #6 am: 10. Nov 2010, 21:13 »

Na ja, wenn der Botschafter dann ins Außenministerium in Wien einbestellt wird,
mag man ihm ein Fußbänkle als Sitzgelegenheit hinstellen.  Grinsend

Kritik an der abschiebewütigen Innenministerin Fekter ("Schottermitzi") wurde gründlichst, und schon vor der Wahl von Tausenden ihrer Landsleute, auch in großen Demos im Regierungsviertel von Wien, ausgiebig und mit der nötigen Schärfe geübt. Von den 3 Vierteln nicht faschistisch wählenden Wiener sind viele lautstark auf die Straße gegenagen und haben auch gegen die Machenschaften des Rechtsaußenkandidaten Strache deutlich und kreativ agitiert, als der Herr Botschafter noch sanft schlief. Nun ist er anscheinend aufgewacht und möchte seinem Premier die Schau stehlen
bei der Wahl zum "Mister Inkompetent" in der trk. Politik.  Cool
« Letzte Änderung: 10. Nov 2010, 21:26 von Amos » Gespeichert

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« Antworten #7 am: 10. Nov 2010, 22:06 »

in Deutschland haben wir doch einen ähnlich bekannten Kandidaten. Kenan Kolat wollte doch das Wort „Integration“ für Türken aus dem Sprachgebrauch streichen lassen und lieber "partizipieren".
Partizipation steht nicht für Verantwortung für das Gemeinwesen. Partizipation im Kolatschen Sinne steht nicht für ein Wir-Gefühl, für gesellschaftliche Eingliederung. Gut erkennbar wie er sich in Talkshows hinsetzt und lächelt, wenn ihm sein komplett ahnungslos verwirrter Freund Wowereit Zuspruch gibt.
« Letzte Änderung: 10. Nov 2010, 22:16 von Almanci » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 10. Nov 2010, 22:12 »

Gibt halt überall viele Anwärter auf den jeweiligen Inkompetenz-Pokal.  Grinsend
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