KCK: Operation ein einziges Fiasko ANF, 17.12.2007, Einen Tag nach den türkischen Angriffen auf Südkurdistan hat der Exekutivrat der KCK die Aktion als ein „Fiasko“ bezeichnet. Der Angriff habe mit Unterstützung der USA und des Iran stattgefunden.
Hauptverantwortlich seien die USA, der Iran habe durch Artilleriefeuerbeschuss und durch die Öffnung seines Luftraums für die türkischen Kampfflieger Unterstützung geleistet.
Von den Angriffen seien insbesondere zivile Ortschaften betroffen. So sei eine Krankenstation und eine Schule getroffen worden. Fünf Guerillakämpfer einer Flak-Einheit seien bei der Verteidigung des Gebiets ums Leben gekommen, vier Guerillakämpfer leicht verletzt worden. Von der Zivilbevölkerung seien zwei Personen ums Leben gekommen und mehrere verletzt worden. Hunderte Nutztiere seien verendet, eine Vielzahl Häuser zerstört worden.
Weiter heißt es in der Erklärung: „Dieser Angriff wurde nicht nur von Kräften der Republik Türkei durchgeführt. Wie schon in der Vergangenheit mehrmals vorgekommen, handelt es sich um einen Angriff eines Bündnisses imperialistischer und internationaler Kräfte. Es ist offensichtlich, dass dieser Angriff gegen das kurdische Volk und seine Freiheitsdynamik zwar von der türkischen und der iranischen Armee durchgeführt wurde, aber die Hauptverantwortlichen dafür die USA sind, die diesen erst ermöglicht haben.“
„Es gibt niemanden, der nicht weiß, dass es sich bei dem Problem nicht um ein Terrorproblem handelt, sondern um die kurdische Frage, und dass die Ursache dafür die Verleugnungs- und Vernichtungspolitik ist, die der türkische Staat seit vielen Jahren fortsetzt. Das wissen auch die USA genau. Wenn es ein Terrorproblem gibt, dann den Staatsterror, den die Türkei gegen das kurdische Volk anwendet. Die Haftentlassung der türkischen Unteroffiziere, die das Massaker in Semdinli durchgeführt haben, ist dafür ein bezeichnendes Beispiel.“
Weiter verweist die KCK auf die von ihr am 1. Dezember veröffentlichte Deklaration für eine demokratische Lösung, mit der die kurdische Seite erneut deutlich gemacht hatte, für eine friedliche Lösung bereit zu sein. Die Antwort des türkischen Staates darauf sei die Fortsetzung der Vernichtungsoperationen in Nordkurdistan sowie in Form des Reuegesetzes die Botschaft „Kapitulation oder Tod“ gewesen.
„Dass die USA auf unseren Friedensaufruf in dieser Form reagiert haben, erfordert ein erneutes Nachdenken für unser gesamtes Volk. Als KCK verwarnen wir die Regierung der USA erneut, sich an der Politik der über Kurdistan herrschenden Staaten nicht zu beteiligen. Wenn die Unterstützung der kolonialistischen Kräfte, die über Kurdistan herrschen, fortgesetzt wird, sollte dabei bedacht werden, dass unsere Bewegung und das kurdische Volk über die Kraft und den Einfluss verfügen, das Gleichgewicht im Mittleren Osten zu stören und den Interessen der Westmächte zu schaden.“
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