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Kurdistan Diskussionsforum 23. Mai 2012, 02:21 *
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Autor Thema: Staat schiebt Kurden ab  (Gelesen 799 mal)
Nemrud Kani | Beiträge:
Nemrud Kani
Gast
« am: 11. Sep 2006, 03:19 »

Kleinflugzeug gechartert
Staat schiebt Kurden ab
 
Glück für den 20-jährigen Serif Akbulut - Weil sich die Piloten zweier Airlines weigerten, ihn mitzunehmen, konnte der Kurde bislang nicht abgeschoben werden. Doch nun hat der Staat seinen Willen doch noch durchsetzen können.
 
Um 11.30 Uhr sei ein Kleinflugzeug mit Akbulut und drei Beamten an Bord Richtung Türkei gestartet, sagte Herwig Putsche vom Hanauer Bündnis für Bleiberecht am Dienstag in Hanau. Das Ganze geschah auf Anordnung der zentralen Ausländerbehörde im Regierungspräsidium Darmstadt.

Bürger und Kirchen gegen Abschiebung

Zahlreiche Bürger und Vertreter der Kirchen hatten bis zuletzt gegen die Abschiebung des jungen Mannes gekämpft. Unter anderem wandten sich neun Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in einem Offenen Brief an den hessischen Innenminister Volker Bouffier (CDU). Darin forderten sie, die Abschiebung von zunächst geduldeten Flüchtlingen auszusetzen. Solche Abschiebungen sollten bis zu einer humanen Regelung des Bleiberechts gestoppt werden, so die Pfarrer.
 
Vor Verfolgung und Folter geflohen
Akbulut, der mit seinen Eltern seit acht Jahren in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) in einem Flüchtlingsheim lebte, saß seit dem 7. Juli in Abschiebehaft. Seine Mutter gilt als schwer traumatisiert und suizidgefährdet. Auch die Eltern seien von Abschiebung bedroht, so Putsche. Die Familie war 1998 wegen politischer Verfolgung und Folter nach Deutschland geflüchtet.

Kritik an Innenminister Bouffier

Putsche zeigte sich „traurig und fassungslos über diesen Wahnsinn“. Es komme nun darauf an, an Akbuluts Rückkehr zu arbeiten. Entmutigen lassen wolle man sich nicht. Die Haltung von Minister Bouffier sei „grausam“. Laut Paragraf 60a des Aufenthaltsgesetzes hätte er einen sechsmonatigen Abschiebestopp verhängen können, wie er etwa auch in Berlin erfolgt sei, kritisierte Putsche. Stattdessen habe er die Abschiebung verfügt.
 
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rinret | Beiträge: 146
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« Antworten #1 am: 11. Sep 2006, 18:50 »

Auf diese Tat kann man nur traurig und fassungslos reagieren: Zuerst schiebt man einen Kurden, auf den vielleicht Gefaengnis und Folter warten, wie einen Topterroristen aus Al-Kaida Greisen ab und dabei bedient man sich noch eines Privatflugzeuges, dass (laut eines anderen Artikels) Kosten von 7000 Euro verursacht. Da stellt sich doch mal die Frage: Hatte der Innenminister wirklich so grosse Angst vor Serif Akbulut oder wollte der Herr Minister hier nur mal zeigen, wer Herr im Hause ist, nachdem sich verschiedene Piloten weigerten, Serif Akbulut mitzunehmen.  Unentschlossen
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reinhard | Beiträge: 96
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« Antworten #2 am: 11. Sep 2006, 19:14 »

Ich denke, der Innenminister wollte nur zeigen, wer Herr im Haus ist. Alle anderen sollten erfahren, dass es sich nicht lohnt, sich zu wehren.

Für Serif Akbulut bedeutet das allerdings: Wiedereinreisesperre. Er kann nach drei Jahren versuchen, ein Visum zu beantragen, aber er muss vorher die Kosten der Abschiebung, also allein 7000 Euro für den Flug bezahlen.
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« Antworten #3 am: 11. Sep 2006, 20:21 »

Herr Bouffier ist doch der tolle Innenminister, der sich den 100-Fragen-Einbürgerungstest ausgedacht hat, den nicht einmal jeder Deutsche bestehen würde Grinsend
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Gula_minn1990 | Beiträge: 8
Gula_minn1990
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« Antworten #4 am: 11. Sep 2006, 20:42 »

Ja glaub schon das er das ist....habt ihr mal die Fragen euch durchgelesen???
Wir haben einen Beispiel von unserem Lehrer bekommen der Lehrer kann die zum Teil
selber nicht:))) ich bin auch durchgefallen:)))konnte von 100% nur 52% erreichen:)))
Das mit Abschiebung tut mir leid kann den Deutschenstaat so und so nicht verstehen die
spielen immer zwei Gesichter!!!!!!
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Kendo | Beiträge: 114
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« Antworten #5 am: 11. Sep 2006, 22:01 »

Ich denke, der Innenminister wollte nur zeigen, wer Herr im Haus ist. Alle anderen sollten erfahren, dass es sich nicht lohnt, sich zu wehren.

Für Serif Akbulut bedeutet das allerdings: Wiedereinreisesperre. Er kann nach drei Jahren versuchen, ein Visum zu beantragen, aber er muss vorher die Kosten der Abschiebung, also allein 7000 Euro für den Flug bezahlen.

Kann sein, dass gerade er Glück hat von Folter und Verfolgung wegzukommen.
Nur sicher ist es für keinen Kurden, vor allem wenn sie hier Flüchtlinge waren.

Flüchtlinge wird Deutschland nie ganz ablehnen.
Man sollte noch mehr islamischen Radikalen aus streng islamischen Ländern viel mehr Asylbewerber verlangen.
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Jaban | Beiträge: 867
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Gelê kurd carek din bindestiyê qebûl nake!



« Antworten #6 am: 17. Sep 2011, 00:45 »

Niederlande
Kurdin siegt im TV-Quiz für abgelehnte Asylbewerber

Augsburger Allgemeine, 02.09.2011

Schon vor ihrer Ausstrahlung hatte die Sendung "«Weg  van Nederland» für Wirbel gesorgt. Eine Kurdin gewann das TV-Quiz für abgelehnte Asylbewerber.

Viele Niederländer hatten es nicht für möglich gehalten. Dass der öffentlich-rechtliche Sender VPRO wirklich ernst machen und die umstrittene Quizshow «Weg  van Nederland» (etwa: Raus aus den Niederlanden) mit Asylbewerbern als Kandidaten ausstrahlen würde, hatte vielen dann doch zu abstrus geklungen. Doch der Sender machte ernst. Fünf abgelehnte Asylbewerber haben sich am Donnerstag im niederländischen  Fernsehen einem Wissens-Quiz über das Land gestellt, das sie nun verlassen müssen. Siegerin der als gezielte Provokation gedachten Show war eine junge Kurdin aus Armenien.

Die junge Frau namens Gulistan gewann 4000 Euro, die  sie nach ihrer Abschiebung für ihr Leben in Armenien bekommen soll.  In der Sendung stellten fünf abgelehnte Asylbewerber, die seit mindestens neun Jahren in den Niederlanden leben und denen die Ausweisung droht, ihr Wissen über die Niederlande unter Beweis.

Auf den Umgang mit Asylbewerber aufmerksam machen

Die Macher der zunächst zynisch anmutenden Sendung wollten mit dem Quiz nach eigenen Angaben auf den Umgang mit Asylbewerbern in den Niederlanden aufmerksam machen.  «Wir wollten wirklich eine Debatte anstoßen», sagte Marius van Duin, der die Sendung mit  entworfen hatte, in einem vor der Quiz-Show ausgestrahlten Beitrag.  VPRO-Chefredakteur Frank Wiering erklärte: «Wir wollen zeigen, wie  sehr sie (die Quizteilnehmer) Niederländer sind.» Es gehe nicht um «Geschichten vom Unglück» der betroffenen Menschen. Vielmehr sei es  darum gegangen, klar zu machen, dass es falsch sei, die  Asylbewerber in ihre Heimatländer zurückzuschicken.

Fragen rund um Politik, Kultur und Sport

In der 50-minütigen Sendung mussten die Kandidaten Fragen rund um Politik, Kultur und Sport in den Niederlanden beantworten und  unter anderem die Landkarte der Niederlande mit Gouda-Käse nachstellen. Unter den Kandidaten waren unter anderem ein Medizinstudent aus Syrien und eine Studentin der Luftfahrttechnik aus Kamerun, sie alle sprachen perfektes Niederländisch. Die  Verlierer erhielten Trostpreise wie Blumenknollen, ein  Überlebenspäckchen oder eine mit Windmühlen verzierte Rettungsweste.

Die Gewinnerin Gulistan hatte vergeblich alle rechtlichen  Möglichkeiten gegen ihre Abschiebung ausgenutzt. «Haben Sie jetzt  gesehen, wie sehr ich eine neue Heimat gefunden habe?», fragte sie nach ihrem Sieg mit einem Knoten im Hals in die Fernsehkamera. AFP
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