rowshanak_pakzad
Newbie
Beiträge: 3
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« am: 28. Jun 2008, 23:36 » |
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hallo!
Ich bin hier ganz neu und freue mich zu eurem etwas beitragen zu dürfen. Es ist ganz traurig was das kurdische Volk im Laufe der Geschichte durchgemacht hat und immer noch durchmacht. Einerseits die vier Grenzen zwischen euch und das fehlende Selbsbestimmungsrecht, andererseits Staastsgewalt und extreme Armut in kurdischen Gebieten. Als eine Iranerin, die im Iran geboren und aufgewachsen ist muss ich sagen, dass das iranische Regime sehr verbrecherisch und verräterisch ist. Ich komme aus Ahvaz, die Hauptstadt von Provinz Khouzestan, die die meisten Opfer vor und nach der Revolution (vor allem während des Krieges) gebracht hat. Viele aus meiner Familien- und Verwandtenkreis sind in den Schahzeiten und noch mehere von ihnen in den ersten Jahren nach der Revolution aufgehängt oder mehrere Jahre im Gefängnis gefoltert worden, unter denen auch meine eigene Eltern (beide waren 5 Jahre lang im Gefängnis). Aber ich muss auch sagen, dass es mich sehr verletzt wenn die meisten Kurden die Perser für diese ganzen verbrechen verantwortlich machen, denn wie sind auch perser und haben sehr gelitten unter diesem Regime. Wie kommt es, dass ich als Perserin verantwortlich bin für das Verbrechen derer, die meine eigene Eltern gefoltert haben? Ich will aber nicht, wie viele Perser hier sagen, dass jomhui e eslami momentan alle iranische Völker das gleiche Verbrechen antut und dass alle gleich viel leiden unter diesem Terrorstaat. Es ist eine Wahrheit, dass Kurdistan und Belutschesan im Vergleich zu anderen Provinzen extrem verarmt sind und dass die Staatsgewalt in diesen Gebieten ihren extremen Wert erreicht. Aber je mehr Gewalt sie anwenden, umso mehr zeigen sie, dass sie Angst haben. Angst vor dem Volk. Angst vor Machtverlust. Vor kurzem beschwerten sich die Lehrer wegen niedrigem Gehalt und sie wurden geprügelt,obwolh sie eigentlich gar nichts gegen das Regime gesagt haben. Die Polizisten gehen alle 3 Tage auf die Straße und prügeln unschuldige Menschen " angeblich wegen Hijab" aber es geht eigentlich um etwas ganz anderes. Sie wollen dem Volke nähmlich nur ihre Mach zeigen und sagen: " Sieht nur! So mächtug sind wir! Also haltet alle eure Klappen und versucht je nicht irgendetwas gegen uns zu unternehmen". Und dies ist in Kurdistan und Belutschistan wo sie unschuldige Menschen in der ffentlichkeit erschießen um das Vielfache schlimmer...
Ich freue mich auf eure Meinungen
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Miro
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« Antworten #1 am: 29. Jun 2008, 00:07 » |
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Hallo rowshanak_pakzad,
Erst einmal möchte ich dich herzlich Willkommen heißen und freue mich auf deine zukünftigen Beiträge.
Das Regime in Teheran repräsentiert natürlich nicht das persische Volk, nur es ist aufgrund der spärlichen informations- quellen über und in Iran sehr schwer für uns eine eindeutige Meinung über die Lage vor Ort zu bilden, was natürlich nicht heisst, dass man überhaupt nichts mitbekommt! Denn das was man so liest und sieht, ist schon Gräuel genug. Deshalb ist es umso wichtiger, dass gerade Menschen wie du, die ebenfalls unter dieser Regime gelitten haben, ihre Familien verloren haben darüber berichten, da das viel mehr wert ist, als wenn man sich rein über die presse informieren muss.
Um noch mal darauf zurück zu kommen! Die Kernfrage war, ob die Mullahs das persische Volk repräsentiert oder nicht und ich für mein Teil würde sagen nein, da man nicht ein ganzes Volk für die taten des Regimes verunglimpfen kann und darf. Das Selbe Schicksal trifft die Kurden in der Türkei genauso und da ist es ebenfalls falsch, wenn man die Menschen in der Türkei als gesamt für die verbrechen der Kemalisten an das kurdische Volk verantwortlich macht! Was sie natürlich von ihrer Verantwortlichkeit gegenüber ihrer Mitmenschen nicht befreit, wenn man bedenkt, dass der Nachbar auf grund seiner Ethnie vom Regime benachteiligt wird Repressionen ausgesetzt ist und gar um sein leben bangen muss...
Deshalb ist es umso wichtiger, dass alle Menschen, die unter diese Regimes leiden speziell in deinem falle, ob Perser, Kurden, türken, belutschen etc... müssen ihre Kräfte bündeln und als ganzes sich gegen diese Verbrecher in ihren Ländern wehren, nur so hat man eine Chance auch erfolgreich zu werden.
herzlichst.......
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« Letzte Änderung: 29. Jun 2008, 00:10 von Miro »
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Amos
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« Antworten #2 am: 29. Jun 2008, 00:43 » |
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@ rowshanak_pakzad:
Mein Freund Miro hat das für die Gegenwart Wesentliche schon gesagt. Lass mich noch eine Verbindung zur deutschen Geschichte der letzten 75 Jahre herstellen:
Als die Verfolgung der Juden in Berlin ihren Höhepunkt erreichte und der Propagandaminister Goebbels seinem Führer stolz vermeldete "Berlin ist judenrein", ertönte leise aber deutlich ein 1500-faches "Nein!", geflüstert von 1500 "untergetauchten", aus vielfältigen Verstecken. Für jedes dieser jüdischen "U-Boote" waren aber 20 - 30 nichtjüdische HelferInnen überlebensnotwendig, Leute, die auch nicht davor zurückschreckten kriminell zu werden, d.h. kriminell im Sinne der Nazijustiz, aber zwangsläufig auch im Sinne des "Bürgerlichen Gesetzbuches". Darüber kannst du anschaulich und sogar unterhaltsam nachlesen in der Biografie einer der berühmtesten Helferinnen in jener Zeit: Maria Gräfin von Maltzahn, "Schlage die Trommel und fürchte dich nicht!" Ein Buch, das mensch erst nach der letzten Seite aus der Hand legen kann und dann anfängt, Wissenswertes nachzusuchen über so manche Person, die im Buche erwähnt wird.
Es lebten also in Berlin ca. 1 Prozent der Bevolkerung dafür, die Unterdrückten und Verfolgten zu retten, und das unter ständiger Gefahr fürs eigene Leben. Und dieser kleine Prozentsatz ist das "Salz der Erde", wurde der Sauerteig für ein neues demokratisches Deutschland! Ich bin mir sicher, dass es in Iran auch solche Menschen gibt, vielleicht sogar mit einem höheren Prozentsatz. Aber diese wirklichen HeldInnen sind still, leise, schon aus Selbsterhaltungstrieb, während die Unterdrücker gemeinhin nicht laut genug sein können. Und es wäre sicher nicht gut, wenn wir hier so über sie reden, dass sie identifiziert werden könnten.
Aber ab und zu wird etwas getan, geschieht etwas, das Aufsehen erregt, das dem Regime Grenzen aufzeigt. Darüber ist auch hier zu berichten, und wenn du da Informationen hast, die publiziert werden können ohne ihre Akteure in unnötige Gefahr zu bringen, dann teile es bitte der Kurdmania-Community mit, denn oft kann davon auch für die emanzipatorische Arbeit von KurdInnen in anderen Gegenden gelernt werden.
Es hat übrigens wohl noch in jedem Volk, das ein anderes unterdrückte, Menschen gegeben, die sich "gegen die eigenen Leute" mit den Unterdrückten solidarisierten. Sie brauchen vielfältige Unterstützung, und alle, die schon die Erkenntnis haben, dass Unterdrückung schlecht ist auch für die eigene Ethnie, benötigen vielfältige Aufmunterung, damit es ihnen gelingt sich von der Ebene der gedanklichen zur Ebene der praktizierten Solidarität voranzuarbeiten.
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SiWan
Gast
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SiWan | Beiträge:
« Antworten #3 am: 29. Jun 2008, 14:46 » |
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Ehrlich stellen die Perser ein sehr sympathisches Völkchen für mich dar. Ich bin in meinem Privatleben vielen Persern begegnet und kann von allen nur gutes berichten. Was sie von unseren anderen "Nachbarn" (Türken und Arabern) unterscheidet, ist ihre tolerante Art. Sie wollen uns nicht unsere Sprache verbieten, unsere Kultur auslöschen und uns assimilieren. Was mich sehr verwundert: Einige unserer "Nachbarn" bezeichnen sich als unsere "Brüder", jedoch wollen sie nicht, dass wir den Mund aufmachen und akzeptieren nicht, dass wir verschiedene Kulturen haben. Es gibt in der Türkei beispielsweise keinen einzigen Sänger, der mit einem Kurden ein Duett singen würde. Wenn in einem Land sogar die Künstler aus politischen Motiven handeln, dann kann man sich ausmalen, wie "politisch motiviert" die Gesellschaft handelt.
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Amos
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« Antworten #4 am: 29. Jun 2008, 15:20 » |
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Da möchte ich Zweifel anmelden, ob es in der Türkei "keinen einzigen Sänger, der mit einem Kurden ein Duett singen würde" gibt. Einer meiner Freunde, der griechische Fernsehjournalist Chronis Pehlivanidis, hat z.B. im Iran einen abendfüllenden Film über einen kurdischen Popstar gedreht, und hat mir auch über türkische KünstlerInnen berichtet, die keine Berührungsängst vor kurdischen KollegInnen hätten. Es ist aber sicher so, dass die Ideologisierung des Kunstbetriebs in der Türkei solche gemeinsamen Auftritte oder multikulturelle Programme eher behindert als fördert.
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Miro
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« Antworten #5 am: 29. Jun 2008, 16:51 » |
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Ehrlich stellen die Perser ein sehr sympathisches Völkchen für mich dar. Ich bin in meinem Privatleben vielen Persern begegnet und kann von allen nur gutes berichten. Was sie von unseren anderen "Nachbarn" (Türken und Arabern) unterscheidet, ist ihre tolerante Art. Sie wollen uns nicht unsere Sprache verbieten, unsere Kultur auslöschen und uns assimilieren. Was mich sehr verwundert: Einige unserer "Nachbarn" bezeichnen sich als unsere "Brüder", jedoch wollen sie nicht, dass wir den Mund aufmachen und akzeptieren nicht, dass wir verschiedene Kulturen haben. Es gibt in der Türkei beispielsweise keinen einzigen Sänger, der mit einem Kurden ein Duett singen würde. Wenn in einem Land sogar die Künstler aus politischen Motiven handeln, dann kann man sich ausmalen, wie "politisch motiviert" die Gesellschaft handelt.
Siwan, da muss ich mich Amos anschließen. Es gibt da schon den einen oder anderen Künstler oder auch einfache Menschen türkischer Herkunft, die sich mit dem kurdischen Volk verbunden fühlen und gegen den unrecht den ihnen angetan wird, aktiv entgegen treten. Meine persönliche Erfahrung mit Persern hier in Deutschland ist, dass sie imgrunde genommen sich nicht viel von den faschistischen Türken unterscheiden. Sie zeigen sich zwar offen und versuchen auch Möchtegern tolerant sein, aber haben dennoch einen stark ausgeprägten Chauvinismus in sich. Sie versuchen mit Sprüchen wie "wir sind alle Iraner" wir haben die selben wurzeln" "in Iran existiert ein Gebiet namens Kurdistan und die Menschen leben dort frei" etc... und wie schon sagte die ein paar Perser, die ich bis jetzt begegnet bin, waren nicht die Krone, weil sie sich herzlichst wenig von unseren Religionsbrüdern den Türken unterschieden. Und die Verleugnung und Existenz des kurdischen Volkes und deren Grundrechte wurden nur durch andere Begrifflichkeiten und dämlichen Argumenten verleugnet. Aber dies soll natürlich kein anlass dafür sein, ein ganzes Volk als Mittäter zu verunglimpfen und was wir tun können, ist die Menschen die in Gedanken soweit sind dieses unrecht zu erkennen und auch mit praktischen schritten entgegen wirken wollen zu unterstützen und für eine breite Aufklärung und Sensibilisierung der Menschen zu sorgen....
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SiWan
Gast
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SiWan | Beiträge:
« Antworten #6 am: 29. Jun 2008, 17:34 » |
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Amos, Miro..
vlt. habe ich in den letzten Jahren eine andere Türkei erlebt wie ihr. Ich habe noch nie einen türkischen Sänger gesehen, der gemeinsam mit einem Kurden ein türkisch-kurdisches Duett gesungen hat. Vlt. irre ich mich auch. Falls ihr mit den "kurdennahen" Sängern jene meint, die kurdische Melodien klauen und dazu einen türkischen Text hinzufügen, dann entspricht das meiner Meinung nach nicht der türkisch-kurdischen Freundschaft.. dann gibt es noch eine Minderheit an kurdischen Sängern, die sehr selten in türkische Sendungen eingeladen werden und sich ständig unter Polizeiüberwachung befinden (siehe Ferhat Tunc, etc.).. Könnt ihr mir explizite Namen von den Sängern nennen, die sich mit den Kurden "verbrüdert" haben, bzw.die Unterdrückung der Kurden anprangern..?
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Amos
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« Antworten #7 am: 29. Jun 2008, 17:53 » |
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SiWan, es geht nicht darum, dass Miro oder ich dir das Gegenteil deiner Beobachtungen beweisen, sondern es gaht darum, dass Ausschließlichkeitsbehauptungen zu unterbleiben haben, vor allem von Redaktionsmigliedern! Natürlich habe ich keine Musikveranstaltung in T.C. besucht und muss mich auf Berichte anderer verlassen. Da ist mir aber so einiges zu Ohren gekommen, was ich leider nicht mit Namen, Datum und Örtlichkeit belegen kann. Miro wird es da ähnlich gehen. Und wir beide meinen mit Sicherheit nicht jene, die zu kurdischen Melodien türkische Texte singen. Aber das Land ist groß, und wenn du in Dersim, Izmir oder Istanbul das eine oder andere Festival besucht hast, berechtigt dich das nicht, ein allgemein verbindliches Urteil mit Ausschließlichkeitscharakter auszusprechen! Außerdem möchte ich dich an das Thema hier erinnern! Hier geht es erst einmal um Angelegenheiten des kulturellen Miteinander im Iran. Da weiß ich durch die Berichte meines Freundes Chronis positiv, dass kurdische kulturelle Aktivitäten "normal" sind, dass der von ihm porträtierte Sänger gerade auch in Tehran sehr populär ist, ich habe leider seinen Namen vergessen und müsste stundenlang in meinem Webarchiv suchen, bis ich ihn finde. Aber vielleicht weiß rowshanak_pakzad, wen ich meine und postet hier den Namen und vielleicht ein paar Videolinks dazu. Zu den Sängern, die sich mit den Kurden "verbrüdert" haben, bzw.die Unterdrückung der Kurden anprangern , gehört aber meines Erachtens z.B. Bülent Ersoy!
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« Letzte Änderung: 29. Jun 2008, 23:38 von Amos »
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When the power of love overcomes the love of power the world will know peace. - Jimi Hendrix.
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welato
Jr. Member

Beiträge: 74
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« Antworten #8 am: 29. Jun 2008, 23:03 » |
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@amos
meinst du Jamshid ?
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Miro
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« Antworten #9 am: 29. Jun 2008, 23:19 » |
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Amos, Miro..
vlt. habe ich in den letzten Jahren eine andere Türkei erlebt wie ihr. Ich habe noch nie einen türkischen Sänger gesehen, der gemeinsam mit einem Kurden ein türkisch-kurdisches Duett gesungen hat. Vlt. irre ich mich auch. Falls ihr mit den "kurdennahen" Sängern jene meint, die kurdische Melodien klauen und dazu einen türkischen Text hinzufügen, dann entspricht das meiner Meinung nach nicht der türkisch-kurdischen Freundschaft.. dann gibt es noch eine Minderheit an kurdischen Sängern, die sehr selten in türkische Sendungen eingeladen werden und sich ständig unter Polizeiüberwachung befinden (siehe Ferhat Tunc, etc.).. Könnt ihr mir explizite Namen von den Sängern nennen, die sich mit den Kurden "verbrüdert" haben, bzw.die Unterdrückung der Kurden anprangern..?
Siwan, ich meine mit Sicherheit nicht die Kulturräuber, die alles kurdische ins schlechte türkisch übersetzen und verkaufen, diese nestpisser zähle ist schon lange nicht mehr zu Kurden! Wenn ich einige bekannte türken zählen müsste würde mir auf anhieb die Namen wie:Ismail Besikci Sezan Aksu (gebürtige Armenierin) Sanar Yurdatapan Suavi Mehmet Ali Alabora Das sind einige Namen von denen ich weiß, dass sie sich gegen die unrecht und Missstände die in der Türkei herrschen stark machen und ihre Solidarität mit dem kurdischen Volk mehr als einmal kund getan haben.Einige dieser Leute haben sogar so einen hohen preis bezahlt, dass einige idenditätslose Kurden ihnen erst einmal nach machen müssten, für das was diese "Türken" von sich gegeben haben
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rowshanak_pakzad
Newbie
Beiträge: 3
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« Antworten #10 am: 30. Jun 2008, 00:27 » |
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Herzlichen Dank für eure Antworten
Also kulturelle Aktivitäten der Kurden im Iran sind erlaubt und kurdische Musik ist auch sehr beliebt unter Persern (ich persönlich bin verrückt nach Kamkaran und war diesen Nowruz auf ihrem Konzert in München). Die Kurden werden auch immer in öffentlichen Medien z.B. Fernsehen wegen iherer reichen Kultur bewundert. Aber das soll ja nicht heißen dass, das Regime etwa tollerant ist. Es hat was mit der iranischen Geschichte zu tun. 1. Die Geschichte Irans beginnt mit der Geschichte der Kurden und sie sind somit ein sehr wichtiges Bestandteil dieser Geschichte. 2. So etwas wie Unterdrückung anderer Ethnien gab es in Iran bis vor dem Tyrann Reza Schah nicht und selbst dies war auch nicht so stark wie in der Türkei. Im Gegensatz dazu basierte die Gründung der Republik türkei auf der " Alles-Türkisch-Theorie" der Kemalisten. Wenn man diese Hintergründe betrachtet kommt man zu dem Schluss, dass das iranische Regime an eine Assimilierung der Kurden nicht mal denken kann. Denn wenn so etwas möglich wäre, hätten sie es mit großem Vergnügen gemacht. Aber zurzeit versuchen sie ja allen iranischen Volksgruppen ihre Kultur wegzunehmen, aber indirekt. Z.B. es gibt ja eine Reihe von iranischen Kanälen in den USA und in Dubai, die Werbung für westliche Werte machen und diese Kanäle werden alle von der iranischen Regierung finanziert. Öffentlich heißt das Regime dann "ISLAMISCHE Republik". So ein Witz...
shab o ruzetan khosh & kametan shirin
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