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Autor Thema: Politische Filme  (Gelesen 10169 mal)
SiWan | Beiträge:
SiWan
Gast
« am: 20. Mär 2009, 15:31 »

Vielleicht lässt sich hier eine kleine Ansammlung politischer Filme bewerkstelligen. Hier mal 3 Filme, die mir sehr gefallen haben und die ich euch sehr gerne weiterempfehlen will:

Blood Diamond



Die Handlung spielt vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs in Sierra Leone. Am Filmanfang gehen der Schwarzafrikaner Solomon Vandy und sein Sohn durch ein Dorf in Sierra Leone. Die Rebellen der Revolutionary United Front (RUF) überfallen es am helllichten Tag und ermorden einige Dorfbewohner; sowohl Kinder, als auch Frauen. Vandys Ehefrau und seine Tochter können fliehen, sein Sohn wird später von den Rebellen gefunden und als Kindersoldat gehalten. Vandy wird entführt und gezwungen, in einer von der RUF kontrollierten Diamantenmine bei Kono zu arbeiten. Er findet einen gigantischen Diamanten mit einem Gewicht von etwa 100 Karat und vergräbt diesen am Rande der Mine, kurz bevor Regierungstruppen sie von der RUF zurückerobern und alle überlebenden Milizionäre und Arbeiter verhaften.

Der aus Rhodesien (heute Simbabwe) stammende Bataljon-32-Soldat der früheren Apartheid-Armee von Südafrika (SADF), Danny Archer, lebt vom Schmuggel der Diamanten aus Sierra Leone nach Liberia, er arbeitet dabei für seinen ehemaligen Vorgesetzten Oberst Coetzee und dessen Söldnerunternehmen. Archer wird an der Grenze zu Liberia verhaftet. Im Kerker erfährt er von dem großen Diamanten. Er verspricht Vandy, dass er für einen Anteil an dem Diamanten die Zusammenführung seiner Familie ermöglichen wird. Im allgemeinen Chaos nach der Einnahme der Hauptstadt Freetown durch Truppen der RUF können beide fliehen.

Zusammen mit der amerikanischen Journalistin Maddy Bowen, die über den Handel mit Blutdiamanten recherchiert, können sie Vandys Frau und Töchter in einem guineischen Flüchtlingslager ausfindig machen. Er erfährt, dass sein Sohn von den Rebellen verschleppt wurde. Archer gibt Bowen im Austausch für ihre Hilfe Details über den Handel mit Blutdiamanten. Archer und Vandy finden schließlich die von den Rebellentruppen verteidigte Mine. Unter den Soldaten ist auch Vandys Sohn. Archer veranlasst einen Luftangriff auf die Mine durch regierungstreue Söldnertruppen, durchgeführt von einer ATE „SuperHind“. Archer tötet Colonel Coetzee und drei andere Soldaten, die von ihm die Herausgabe des Diamanten verlangen, weil er fürchtet, dass sie ihn danach umbringen würden. Archer wird bei diesem Gefecht angeschossen.

Vandy und Archer befreien dadurch Vandys Sohn, der so massiver Gehirnwäsche unterzogen wurde, dass er seine Waffe gegen seinen eigenen Vater richtet, und finden den Diamanten. Auf der Flucht vor den Söldnern trägt Vandy Archer eine Weile zum wartenden Flugzeug. Archer sieht aber für sich keine Chance mehr, das Flugzeug lebend zu erreichen und bittet Vandy, alleine weiterzugehen. Er gibt ihm den Blutdiamanten zurück. Archer bleibt zurück.

Vandy und sein Sohn fliehen vor den Söldnern. Vandy gelangt über Conakry nach London, wo er Bowen hilft, Beweise gegen die Hintermänner des Diamantenhandels zu sammeln. Vandy wird schließlich zum Aktivisten gegen den Handel von Blutdiamanten und hält eine Rede vor internationalen Politikern in Kimberley.



Lord of War



Die Hauptfigur Yuri Orlov eröffnet den Film, dem Zuschauer zugewandt, mit dem Satz, es gäbe über 550 Millionen Schusswaffen auf der Welt, was bedeute, dass jeder zwölfte Mensch auf der Welt eine besäße. Die Frage sei nur: „Wie bewaffnet man die anderen elf?“ Der Vorspann zeigt nun dokumentarisch den Weg einer Gewehrkugel – von der Produktion in der Fabrik über den Handel, die Verschiffung, das Einlegen in eine Waffe, das Abfeuern der Waffe und den Flug der Kugel bis in den Kopf eines afrikanischen Jungen. Da die Patrone direkt vor der Kameralinse befestigt ist, verfolgt man das Geschehen quasi aus der Ich-Perspektive.

Danach erzählt Yuri rückblickend aus dem Off, wie er zum Waffenhändler wurde.

Seine Familie wanderte aus der Ukraine in die USA ein, als er noch ein Kind war. Sein Vater hatte in der Sowjetunion vorgegeben, Jude zu sein, um flüchten zu können. Yuri wächst in Little Odessa in Brighton Beach, New York auf, wo viele ukrainische Immigranten leben. Seine Familie betreibt dort ein Restaurant. Nachdem zwei Menschen vor Yuris Augen erschossen werden, beschließt er, zusammen mit seinem Bruder Vitaly Schusswaffen zu verkaufen. Er fängt klein an, indem er Uzis und M16-Gewehre aus dem Libanonkrieg 1982 verkauft. Bald begegnet er zum ersten Mal Jack Valentine, einem verbissenen, unbestechlichen Interpol-Agenten, auf einem seiner Schmuggelschiffe. Doch vor seinem Erscheinen lässt er den Schiffsnamen kurzerhand umlackieren und hisst eine andere Flagge, womit er Valentine austrickst und dieser ihn laufen lassen muss.

Damit Yuri im großen Stil Waffenhandel betreiben kann, schlägt er dem renommierten Waffenhändler Simeon Weisz auf einer Waffenmesse in West-Berlin eine Zusammenarbeit vor, die dieser jedoch ablehnt, indem er ihn als Amateur bezeichnet.

Yuri verkauft 1984 das erste Mal im größeren Umfang Waffen nach den Selbstmordattentaten im libanesischem Beirut und an den brutalen Diktator von Liberia, André Baptiste.

Im Laufe des Filmes stellt er vier Regeln auf:

   1. Lass dich niemals von deiner eigenen Ware anschießen
   2. Habe immer einen idiotensicheren Plan, bezahlt zu werden
   3. Nimm niemals selbst eine Waffe in die Hand und schließe dich deinen Kunden an
   4. Ziehe niemals in den Krieg. Besonders nicht mit dir selbst.

Nach einem Geschäft mit einem kolumbianischen Drogenboss, der darauf besteht, Yuri mit Kokain zu bezahlen, wird dieser angeschossen. Anschließend beginnen die Brüder, einen Teil der Drogen selbst zu konsumieren. Nach zwei Wochen Abgeschiedenheit und exzessivem Kokainkonsum wird Vitaly süchtig. Yuri schickt ihn in eine Entziehungsanstalt und wird von nun an Alleinunternehmer. Er beginnt, das von ihm schon lange begehrte Model Ava Fontaine zu umwerben und erreicht mit seinem Geld und Lügen, dass sie ihn heiratet und ihm einen Sohn schenkt. Yuri verschweigt Ava seine Waffengeschäfte und gibt stattdessen vor, im Transportgeschäft tätig zu sein. Sie ahnt von seiner Kriminalität, bittet ihn aber, ihr nichts davon zu erzählen.

Das Ende des Kalten Krieges und der Zusammenbruch der Sowjetunion stellen den Wendepunkt in Yuris Karriere dar. Er setzt sich mit seinem Onkel Dimitri, einem Armeegeneral, in Verbindung und deckt sich günstig mit Panzern und Kalaschnikows aus ukrainischen Armeebeständen ein. Valentine gelingt es beinahe, Yuri beim Verladen eines Kampfhubschraubers vom Typ Mi-24 zu verhaften, doch dieser nutzt eine Gesetzeslücke, indem er vorgibt, dass der Hubschrauber und die dazu gehörenden Startbehälter und Raketen zwar zusammen verschifft, jedoch an verschiedene Kunden ausgeliefert werden.

Kurz darauf stirbt Onkel Dimitri durch eine Autobombe, mit der Yuris Konkurrent Weisz eigentlich ihn töten wollte. Bei der Durchsuchung von Yuris Hausmüll entdeckt Valentine nach dem Zusammensetzen geschredderter Dokumente Yuris nächstes Ziel: Sierra Leone.

Dort wird sein mit leichten Waffen geladenes Transportflugzeug vom Typ Antonow An-12 von einem Abfangjäger der Luftwaffe unter Waffeneinsatz aufgefordert, den nächstgelegenen Flughafen in Kabala anzusteuern. Um einer möglichen Verhaftung zu entgehen, bedrängt Yuri seine Piloten zu einer Landung auf einer unbefestigten Straße in der Savanne. Damit die Behörden bei ihrer Ankunft keine Beweise vorfinden, verschenkt Yuri die gesamte Ladung an die Bevölkerung. Als Valentine schließlich ankommt, gibt es nichts mehr, wofür er Yuri hätte verhaften können. Er hält ihn lediglich 24 Stunden fest.

Liberias Diktator Baptiste macht Yuri ein „Geschenk“: den gefesselten Simeon Weisz, den Yuri als Revanche für seinen getöteten Onkel erschießen darf. Er zögert, weshalb Baptiste ihm anbietet, es gemeinsam zu tun. Baptiste führt Yuris Hand an die Waffe und bietet ihm an, dass dieser jederzeit „Stopp!“ sagen könne, doch tut er dies erst, nachdem Baptiste den Abzug betätigt hat. Yuri nimmt daraufhin starke Drogen und läuft benommen durch die Straßen. Ein kleines Mädchen mit amputiertem Arm fragt ihn, ob ihr Arm nachwachsen werde, denn der weiße Mann wisse bestimmt die Antwort. Erschrocken von diesem Anblick torkelt er weiter, als ihm der Geist von Simeon Weisz in einer dunklen Gasse erscheint und ihn mahnt, Partei zu ergreifen. Nachdem er von zwei bewaffneten Männern geschlagen und nur dank einer Ladehemmung nicht erschossen wird, hat Yuri anscheinend ungeschützten Sex mit einer Prostituierten.

Inzwischen offenbart Valentine Yuris Frau Ava dessen wirklichen Beruf. Yuri verspricht ihr daraufhin, damit aufzuhören und verdient sein Geld ein halbes Jahr mit legaler Arbeit. Doch Baptiste und sein Sohn nutzen ein Treffen der Vereinten Nationen zu einem Besuch bei Yuri. Es gelingt ihnen mit einem riesigen Diamanten (vgl. Orlow-Diamant), ihn für weitere Geschäfte zu gewinnen. Ava folgt ihm heimlich und findet in seinem Container-Büro Beweise, dass er wieder als Waffenhändler tätig ist. Gemeinsam mit ihrem Sohn verlässt sie ihn. Yuri nimmt an, dass die Tatsache, dass er das Geburtsdatum seines einzigen Sohnes als Code für das Container-Zahlenschloss benutzt hat, ausschlaggebend für ihren Weggang war.

Yuri überredet den widerstrebenden Vitaly, ihn nach Liberia und schließlich nach Sierra Leone zu begleiten. Vitaly bekommt jedoch Gewissensbisse, als er am Treffpunkt bemerkt, wie die Verhandlungspartner das Zeltdorf von Zivilisten umkreisen, die mit den Waffen massakriert werden sollen. Dann beobachtet er, wie ein Junge und dessen Mutter brutal ermordet werden. Vergeblich versucht er, Yuri dazu zu bringen, den Handel abzubrechen, doch dieser erkennt im Gegensatz zu Vitaly, in welcher Gefahr sie sich befänden, wenn sie das Geschäft nicht abwickeln würden. Vitaly sprengt mit einer Handgranate die Hälfte der gelieferten Sturmgewehre, wodurch auch der Sohn von Andre Baptiste umkommt. Vitaly wird daraufhin erschossen und kann das Massaker an den Dorfbewohnern somit nicht verhindern.

Ein bei der Entfernung der Gewehrkugeln übersehenes Projektil in Vitalys Brustkorb führt im New Yorker Zoll zu Yuris Festnahme. Zusammen mit den Funden aus Yuris Container-Büro meint Valentine, genug Beweise für eine lebenslange Verurteilung gegen ihn in der Hand zu haben und versteht Yuris Gelassenheit trotz der erdrückenden Beweislast nicht. Yuri erklärt ihm, der Ernst seiner Lage sei ihm sehr wohl bewusst, schließlich sei er von seiner Familie verlassen, von seinen Eltern enterbt und sein Bruder getötet worden. Er eröffnet Valentine, dass auf Intervention des US-Präsidenten seine Freilassung kurz bevorstehe. Denn es seien Waffenschieber wie er selbst, die den Willen der Regierung indirekt unterstützten, weil sie durch die Destabilisierung der betroffenen Regionen lukrative Geschäfte abschließen, die die Vereinigten Staaten nicht offen abwickeln könnten. So sei er nichts weiter als ein Werkzeug der Regierung. In der Tat wird Valentine als nächstes von einem hochrangigen Armeeoffizier aufgefordert, Yuri laufen zu lassen.

Dieser macht nach seinem Hafttag so weiter wie bisher. In der Schlussszene besticht er bei einer Waffenlieferung Zollbeamte in der Sahara, um Waffen durchtransportieren zu können. Der Film endet in der selben Kameraeinstellung wie zu Filmbeginn. Wieder steht Orlov da und zieht ein Fazit: „Wissen Sie, wer die Erde übernehmen wird? Waffenhändler. Denn alle anderen sind viel zu beschäftigt damit, sich zu erschießen. Das ist das Geheimnis des Überlebens. Ziehe niemals in den Krieg. Besonders nicht mit dir selbst.“ Die Kamera schwenkt auf die Patronenhülsen auf dem Boden und das Bild wird schwarz.



The Motorcycle Diaries



Im Jahr 1952, noch als Studenten, unternehmen Che und Alberto eine neunmonatige Reise durch halb Lateinamerika Zuerst auf einem alten Norton-500 Motorrad, dann, als dieses seinen Geist aufgibt, zu Fuß, per Amazonas-Dampfer und auf den Ladeflächen unzähliger klappriger Lastwagen. Aus den unbesorgten Jünglingen, die sorglos in den Tag hineinleben und mit fantasievollen Abenteuergeschichten die lokalen Dorfschönheiten bezirzen, werden im Laufe der Reise nachdenkliche Männer, die mit eigener Anschauung die wahren Tragödien Lateinamerikas erfahren. Eine endlose Geschichte von Armut und Reichtum, Stolz und Tradition, Temperament und Lebensfreude, Unterdrückung und Ungerechtigkeit...
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Kaweh | Beiträge: 39
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« Antworten #1 am: 20. Mär 2009, 16:05 »

nicht das ich die anderen filme in den schatten stellen will aber der beste politischer film ist meiner meinung nach SYRIANA
ein muss für diesen genre
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Siliye | Beiträge:
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« Antworten #2 am: 24. Mär 2009, 11:13 »

Gestern habe ich mir einen Film angeschaut: "Umuda Yolculuk", den ich mit 6-7 Jahren auch Mal gesehen, nur nicht so gut verstanden hatte, wie jetzt.
Am besten gefällt mir die Szene, wo der Mann die Augen des Schafes küsst, bevor es geopfert wird..

http://www.youtube.com/watch?v=bavxlKvXvLg&feature=PlayList&p=15A9095D78229950&index=0&playnext=1

Der Film handelt von einer Familie, die in die Schweiz, die sie nur von Postkarten her kennt, flüchten möchte, auf dem Wege dorthin jedoch mit viel Ungerechtigkeiten, die ihnen absichtlich in die Wege gestellt werden, zu kämpfen hat. Letztendlich stirbt auch die Hoffnung, die diese Familie vorerst so viel Kraft gegeben und sie zu dieser Reise motiviert hatte.
« Letzte Änderung: 24. Mär 2009, 11:20 von Siliye » Gespeichert
SiWan | Beiträge:
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« Antworten #3 am: 24. Mär 2009, 20:49 »

American History X ist auch ein sehr guter Film:


Es geht um die Neo-Naziszene in den USA. Ein Muss für alle, die sich für Themen wie Nationalismus und Fremdenhass interessieren.

Der Film lässt sich kostenlos auf http://movies.msn.de/ ansehen. Leider ist es der einzige gute Film auf MSN-Movies.
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slunzuq | Beiträge: 35
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« Antworten #4 am: 24. Mär 2009, 20:55 »

Ein Topfilm den ich empfehlen kann ist "Under Fire" (mit Nick Nolte) von Roger Spottiswoode in dem es um einen Fotographen aus den USA geht der versucht im Nicaraguanischen Bürgerkrieg neutral zu berichten.
Dies wird für ihn jedoch im Laufe des Filmes immer schwieriger da er gegen seinen Willen in den Krieg hineingezogen wird. Mehr möchte ich jetzt nicht sagen, empfehle den Film aber sehr, da er zeigt wie sehr ein Krieg in das Privatleben eingreift.

Ebenfalls überzeugend ist "Der unsichtbare Aufstand" (mit Yves Montand) von Constantin Costa-Gavras der den Kampf der Tupamaros in Uruguay zeigt.

Beide Filme lassen sich zwar klar als pro-revolutionär bezeichen, bringen aber auch leichte Kritik an manchmal harschen Vrogehensweisen der Revolutionäre zum Ausdruck.
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Wahre Worte sind nicht angenehm
Angenehme Worte sind nicht wahr
AgitMahsun | Beiträge: 630
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« Antworten #5 am: 24. Mär 2009, 22:35 »

Umuda Yolculuk kenn ich auch, hatte vor 4 Jahren angeschaut..

American History X habe ich auf PC aber wusste garnicht das es über Nazis geht, danke.. ich werde es mir anschauen.

Ist eigentlich Che Guevara's Film auf deutsch schon rausgekommen?

Kilometre Zero – Cannes 2005

http://www.kino-zeit.de/filme/kilometre-zero-cannes-2005


Goodbye Bafana

07.04.2009 - 20:00 - Audimax



1968: Der südafrikanische Apartheidbefürworter und Gefängniswärter James Gregory (Joseph Fiennes) wird nach Robben Island versetzt. Dort versprechen er und seine Frau (Diane Kruger) sich gemeinsam mit den beiden Kindern ein besseres Leben. Die Karriere von Gregory verläuft steil: Durch seine Kenntnisse in Xhosa wird er für die direkte Überwachung des prominentesten Gefangenen eingesetzt – Nelson Mandela (Dennis Haysbert). Neben alltäglicher Zensur von Briefen kann er auch die Besuchergespräche Mandelas und seiner Frau übersetzen. Doch das ideologische Bild Gregorys beginnt zu bröckeln, als er die Brutalität gegen Farbige vor seinen eigenen Augen erlebt. Ihm gelingt es schließlich, die verbotene Freedom Charta zu lesen, in der entgegen seiner Annahme nicht von der Unterdrückung weißer durch schwarze Bürger die Rede ist, sondern Gleichberechtigung proklamiert wird. Zwischen Gregory und Mandela entwickelt sich eine vorsichtige Freundschaft – und aus dem Rassisten wird alsbald ein Kämpfer für die Freiheit.

http://www.ofdb.de/plot/118305,231802,Goodbye-Bafana
« Letzte Änderung: 24. Mär 2009, 22:46 von AgitMahsun » Gespeichert

Ey Assyrer,Chaldäer und Kurden die heldenhafte Soldaten haben. 500 Jahre schläft ihr..Es Reicht !. Wacht endlich auf.
Ansonsten wird euch die Brutalität und Unachtsamkeit auf dem Feld der Grausamkeit ersticken.

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« Antworten #6 am: 01. Apr 2009, 12:33 »


The motorcyle diaries lief meines wissens schon auf arte aber ich konnte ihn nicht anschauen weil mir was dazwischen kam. aber ich würde davon ausgehen dass er schon auf deutsch rausgekommen ist wenn er dort läuft.


ansonsten la haine- hass

Zitat
Der Film beginnt mit folgenden Worten: „Dies ist die Geschichte von einem Mann, der aus dem 50. Stock von einem Hochhaus fällt. Und während er fällt, wiederholt er, um sich zu beruhigen, immer wieder: ‚Bis hierher lief’s noch ganz gut (justq ici tout va bien), bis hierher lief’s noch ganz gut, bis hierher lief’s noch ganz gut…‘. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!“

Der Film erzählt 24 Stunden im tristen Leben des Arabers Saïd, des Juden Vince und des Schwarzen Hubert, drei Jugendliche, die in einer Pariser Vorstadt (Banlieue) leben. Der Film setzt zu einem Zeitpunkt in das Geschehen ein, als es in dem Viertel nur ein Thema gibt: die Krawalle zwischen Einwohnern des Viertels und der Polizei in der letzten Nacht. Ausgelöst wurden diese, nachdem während einer Routinekontrolle der Polizei Abdel, „ein Junge aus ihrem Viertel“, lebensgefährlich verletzt wurde und nun im Koma liegt. .

Quelle: Wikipedia

der song nique la police ist irgendwie schon kult und der film wohl auch. er ist parteiisch aber gibt dem zuschauer nicht vor was er zu denken hat. aus dem 90ern aber wie die vorkommnisse vor 3 jahren zeigen wohl leider immer aktuell.


 
klamek ji bo beko- ein lied für beko

Zitat
Beko ist ein junger Kurde, der zur Zeit des irakischen Krieges im türkischen Teil Kurdistans lebt. Versehentlich wird er bei einer Razzia von Spezialtruppen festgenommen, schafft aber die Flucht vom Transporter in einem unbeaufsichtigten Moment. Es gelingt Beko, den Fluss Euphrat zu durchqueren und so die Türkei zu verlassen. Im syrischen Kurdistan beginnt er seine Suche nach dem Bruder Cemal, von dem er weiss, dass er in den kurdischen Teil des Iraks gelangen wollte. Allein dieser Weg macht schon deutlich, wie zerrissen Bekos Heimat ist. Er findet den Bruder nicht und bleibt auf Anraten von Partisanen zunächst in einem Berglager kurdischer Nomaden und Kinder, die da elternlos leben. Der Film ist von einer überzeugenden Schlichtheit und Aufrichtigkeit, getragen von der Würde des Ausdrucks. Nicht umsonst hat er überall, wo er gezeigt wurde, die Herzen des Publikums erobert. Es ist ein persönliches Werk und von daher auch ein stark berührendes

Quelle: Trigon-Film


als auch shooting dogs

Zitat
Shooting Dogs (zu Deutsch etwa "Schießen auf Hunde") ist ein britisch-deutscher Spielfilm aus dem Jahre 2005. Er beschreibt die ersten Tage des Völkermordes in Kigali, Ruanda, beginnend mit dem 7. April 1994, und damit einhergehend das Versagen der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen für Ruanda (UNAMIR) – sowie die unrühmliche Rolle des UN-Sicherheitsrates.


Lediglich der Übersichtlichkeit halber bearbeitet. Rewsen
« Letzte Änderung: 01. Apr 2009, 12:50 von Rewsen » Gespeichert
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« Antworten #7 am: 02. Apr 2009, 04:43 »

Ich habe für euch den Film Kilometre Zero von Hineer Salem hochgeladen, unter dem folgenden Link
könnt ihr den Film Online anschauen. Es ist TVRip (also vom TV aufgenommen), ich habe lange Dvd davon gesucht
aber die Links sind tot. Der Film ist auf Kurdisch,Arabisch und Französisch und mit englischen Untertiteln.

[Klicke darauf um den Film zu starten]

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Kilometre Zero – Cannes 2005
Kinostart: 01.01.2005




STAB:
Regie: Hiner Saleem
Buch: Hiner Saleem
Kamera: Robert Alazraki
Schnitt: Anna Ruiz
Ausstattung: Fakher Sherwani
Musik: Nikos Kipourgos, Jan Axin
Tonmischung: Frédi Loth
Produzenten: Alexandre Mallet-Guy, Hiner Saleem, Émilie Georges
Produktion: Memento Films Production/ Frankreich,
Hiner Saleem Production/ Kurdistan, La Cinefacture/ Frankreich
Co-Produktion: Fabrice Guez


BESETZUNG
Ako: Nazmî Kirik
Fahrer:Eyam Ekrem
Selma:Belcim Bilgin
Sami: Ehmed Qeladizeyi
Adnan:Nezar Selami

Mit der Unterstützung von: Regionalparlament Irakisch Kurdistan
In Kooperation mit: Fonds Sud Cinema, Kultur- und Kommunikationsministerium Frankreich, Centre national de la cinématographie (CNC), Außenministerium Frankreich, TV5 WORLD, Finnische Rundfunkgesellschaft (YLE), Kurdistan TV

Eigentlich ist es eine spannende und interessante Geschichte, die Regisseur Hiner Saleem in seinem Film Kilometre Zero erzählt. Als einer der ersten Filmemacher überhaupt hat Saleem nach dem Ende des Irakkrieges einen Film in seiner ehemaligen Heimat, dem Kurdengebiet im Norden des Irak, gedreht. Teilweise unter abenteuerlichen Umständen, die sich leider auch ab und an in der technischen Qualität des Film widerspiegeln, hat Saleem einen beeindruckenden Film produziert, der einen Einblick in die schrecklichen Leiden der irakischen Bevölkerung unter dem tyrannischen Regime Sadam Husseins gewährt.

Im Jahr 1988, mitten im Krieg zwischen dem Iran und dem Irak, wird der junge Kurde Ako (Nazmi Kirik) in die irakische Armee zwangsrekrutiert. Miserabel ausgebildet wird er an die Front geschickt. Dort leidet er nicht nur unter dem iranischen Feind, der die im Schlamm eingegrabene irakische Armee erbarmungslos beschießt, sondern auch unter seinen sadistischen Vorgesetzten, die zwar wissen, wie man Untergebene schikaniert, aber keine Ahnung von moderner Kriegsführung haben. In seiner Verzweiflung ist Ako sogar bereit, sich selbst zu verstümmeln, um dem Gemetzel zu entkommen und zu seiner Frau zurück zu kehren. Doch auf dem Höhepunkt des Unglücks erhält Ako eine Aufgabe, die ihn scheinbar aller Sorgen entledigt. Er soll den in die irakische Fahne gehüllten Sarg eines Gefallenen nach Hause begleiten. Mit dem Pickup eines Taxifahrers (Robert Alazraki) macht er sich auf den Weg über die staubigen Straßen des Irak.

Doch der vermeintlich leichte Job entpuppt sich für Ako schnell als äußerst anstrengend. Der arabische Taxifahrer hat für den jungen Kurden nur Verachtung übrig und macht ihm das Leben so schwer, wie nur irgend möglich. Immer wieder wird das ungleiche Duo auf ihrer Irrfahrt einem LKW mit einer Statue Sadam Husseins begegnen, die umgestürzt auf der Ladebühne liegt - eine Mahnung an das spätere Schicksal des Diktators.

Wie schon in seinem letzten Film Wodka Lemon versucht Saleem eine Blick auf die Skurrilitäten und Absurditäten des täglichen Lebens zu werfen. In diesem Fall ist es der Blick auf das "normale Leben" in einer tyrannischen und menschenverachtenden Diktatur. Saleem zeichnet damit ein lebendiges Bild des Iraks unter der Ägide Sadam Husseins, auch wenn manch ein Witz daneben geht. Nicht alles mag an Kilometre Zero gelungen sein. Und doch hinterlässt der Film ein starkes Gefühl der Beklommenheit beim Zuschauer.

« Letzte Änderung: 02. Apr 2009, 05:00 von AgitMahsun » Gespeichert

Ey Assyrer,Chaldäer und Kurden die heldenhafte Soldaten haben. 500 Jahre schläft ihr..Es Reicht !. Wacht endlich auf.
Ansonsten wird euch die Brutalität und Unachtsamkeit auf dem Feld der Grausamkeit ersticken.

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« Antworten #8 am: 02. Apr 2009, 13:25 »

Ihr habt ein wichtigen film vergessen meine Freunde und zwar:

Der Krieg des Charlie Wilson

Trailer : http://www.youtube.com/watch?v=q2YQ1lqKDjs


Der Film ist ein muss......
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« Antworten #9 am: 03. Apr 2009, 12:57 »

Der Film den ich reingestelt hatte wurde bei Vimeo gelöscht. Bald lade ich wo anders hoch und stelle wieder rein.
Wer "Schildkröten können auch fliegen" mit deutsche Untertiteln schauen will soll sich bei mir melden also eine Nachricht schicken, dann
schicke ich den Link..
« Letzte Änderung: 03. Apr 2009, 12:59 von AgitMahsun » Gespeichert

Ey Assyrer,Chaldäer und Kurden die heldenhafte Soldaten haben. 500 Jahre schläft ihr..Es Reicht !. Wacht endlich auf.
Ansonsten wird euch die Brutalität und Unachtsamkeit auf dem Feld der Grausamkeit ersticken.

Said-i KURDÎ
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« Antworten #10 am: 08. Mai 2009, 16:48 »

Mittlerweile habe ich mir den Flim "Mustafa" von Can Dündar angesehen und kann einigermaßen verstehen, weshalb einige Türken so erzürnt über den Film waren. Die Kurdenfrage wurde nur einmal erwähnt und ich habe das gleich mal mitgetippt:

Nach seinen ersten militärischen Erfolgen mutmaßt Atatürk darüber, wie der zukünftige Staat aussehen könnte.
Zitat
Izmit'de Mustafa Kemal Pasa sabaha kadar süren sohbetlerde samimi konustu. Konusulanlarin simdilik gizli kalmasini istedi. Orada baskentin Ankara olabilecegini, hilafetin basbelasi oldugunu, kürtlere anayasada yerel özerklik verildigini söyledi. Kürtlük adina ayri bir cizgi cizmek Türkiye'yi mahfetmek olur dedi.

In Izmit sprach Mustafa Kemal Pasa bei Gesprächen [mit Journalisten] offen. Er verlangte, dass die Gespräche zunächst im Geheimen gehalten werden. Dort sagte er, dass Ankara die zukünftige Hauptstadt sein könnte, dass das Kalifat eine Pest sei und dass den Kurden per Verfassung eine regionale Autonomie gegeben wurde. Dem Kurdentum gegenüber eine weitere Grenze zu ziehen würde das Verderben für die Türkei bedeuten.

Atatürk wird im Film als einsamer Mann dargestellt, der ein exzessiver Trinker und Raucher war (weiterer Textauszug aus dem Film: "Seine Bediensteten berichteten, dass er am Tag 3 Schachteln Zigaretten raucht und schon am Frühstückstisch mit dem Alkohol-Trinken begann."). Als Atatürk nach Ägypten geschickt wird, fällt ihm auf, dass die dortigen Offiziere auf arabische Soldaten setzen, da Araber das wirklich "geseeligte" Volk seien. Atatürk regt sich sehr darüber auf und kann die Undiszipliniertheit der Truppen und die Rückständigkeit Ägyptens kaum fassen (übrigens war damals Ägypten noch Teil des Osmanischen Reiches und Atatürks Weg führte ihn von schönen Städten wie Saloniki und Istanbul in die arabische Wüste; daher kein Wunder, dass er schockiert war).

Was mich ebenfalls erstaunte: Im Film heißt es, dass Atatürk einen neuen Staat geschaffen habe, aber die Demokratie habe er dem Volk nicht gebracht. Er habe einen italienischen Künstler (Name vergessen) beauftragt, Statuen von ihm machen zu lassen und habe das ganze Land mit seinen Denkmälern geschmückt. Auch auf die Einparteien-Diktatur der CHP wird im Film noch kurz eingegangen.

Trotz allem ist der Film eine "Heldensaga" über Atatürk, der sich ohne Vater einen Weg von Saloniki bis an die Spitze der Türkei gebahnt habe. Seine militärischen Erfolge werden genauso gepriesen wie seine politischen (Laizismus, Alphabetisierung des Volkes, usw.). Dennoch muss man sagen, dass Dündar sich sehr an die Realität gehalten hat. Es hat mich ganz schön erstaunt, dass er die Autonomieversprechungen Atatürks, sein Trink- und Alkoholproblem nicht weggelassen hat.
Das türkische Volk muss endlich aus ihrem nationalistischen Traum erwachen. Atatürk ist auch nur ein Mensch. Übrigens war Atatürk in den 1930ern ziemlich niedergeschlagen, als er das erste Mal nach Anatolien reiste. So viel Armut hätte er nicht erwartet. Seine Minister hätten ihm vorgetäuscht, dass alles in Ordnung wäre. Natürlich kamen die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise hinzu. Die Menschen verlangten damals von Atatürk Hilfe und Atatürk begab sich in seine Residenz in einem abgelegenen Wald und schloss sich dort mehrere Tage ein. Ihm nahe stehenden Personen und in sein Tagebuch schrieb er: "Die Menschen verlangen Hilfe von mir. Doch was soll ich machen. Sie glauben ich bin ein Gott, dabei bin ich ein Mensch, genau wie sie. Ich leide ebenfalls..."
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