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aram
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« am: 04. Sep 2006, 16:07 » |
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Der Flaggenstreit im kurdischen Nordirak eskaliert. Der Chef der Autonomieregierung, Massud Barzani, drohte im Streit um die irakische Nationalflagge mit einer Abspaltung der Region. Wenn wir - das kurdische Volk und das Parlament - an irgendeinem Punkt der Ansicht sind, dass es in unserem Interesse ist, unsere Unabhängigkeit zu erklären, dann werden wir das tun“, sagte Barzani am Sonntag im kurdischen Parlament. Die irakische Flagge sei ein Symbol für die Unterdrückung des kurdischen Volks.„ Die kurdische Regionalregierung hatte die irakische Flagge an öffentlichen Gebäuden in der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak verboten und angeordnet, sie durch die kurdische Flagge zu ersetzen. Dadurch kam es zu einem Streit mit der Regierung in Bagdad. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki teilte mit, die irakische Flagge sei landesweit die einzige, die gehisst werden dürfe. Maliki, der der schiitischen Bevölkerungsmehrheit im Irak angehört, deutete damit die Unrechtmäßigkeit der kurdische Flagge an. Barzani, Chef der Kurden-Partei KDP (Kurdische Demokratische Partei), forderte die Regierung in Bagdad nun dazu auf, eine neue Flagge für das Land anzunehmen. Mit dem Flaggenstreit bringt Barzani überdies den irakischen Präsidenten Jalal Talabani in eine höchst unangenehme Lage, der in Irakisch-Kurdistan als Chef der PUK (Patriotische Union Kurdistans) sein direkter Gegenspieler ist. Die kurdische Bevölkerung war unter dem Ex-Präsidenten Saddam Hussein in den 80er Jahren brutal unterdrückt worden. Bei Militäreinsätzen der irakischen Armee, die auch Giftgas einsetzte, wurden ganze Dörfer ausgelöscht - zehntausende Kurden kamen ums Leben. Der irakische Ex-Machthaber muss sich derzeit wegen der Angriffe unter dem Vorwurf des Völkermordes vor Gericht verantworten. Die relativ ruhige Kurden-Region befindet sich seit 15 Jahren weitgehend außerhalb der Kontrolle der Zentralregierung. Barzani hat bereits öfter mit Abspaltung der Region gedroht, sollte das von den USA unterstützte Vorhaben scheitern, im Irak eine föderale Demokratie zu etablieren. http://www.vol.at/engine.aspx/page/vol-article-detail-page/dc/tp:vol:news-welt/cn/news-20060903-05242978
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« Letzte Änderung: 05. Feb 2008, 23:28 von X e m x w a r »
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aram
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« Antworten #1 am: 04. Sep 2006, 16:18 » |
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Nur weil eine shiitisch dominierte Regiertung nicht im Stande ist diese dreckige Flagge zu ersetzen, bedeutet es lange nicht das wir sie auf unseren Daechern hissen. Richtig so Herr Barzani, ab in die Muelltonne mit diesem Schmutzlappen der anscheinend nicht nur Saddams Flagge ist. Wie doch alle Ratten schlagartig ihre Politik gegenueber uns Kurden aendern, wenn sie erst mal an der Macht sind; Saddam, Yawer, Jaffari und jetzt auch Maliki, mir stinkt das zu sehr, am besten gleich ihrer Flagge nach in die Tonne ...........
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lost_paradise
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lost_paradise | Beiträge: 183
« Antworten #2 am: 04. Sep 2006, 16:21 » |
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die irakische flagge sollte in südkurdistan nichts zu suchen haben... andernfalls müsste dann die kurdische auch in bagdat gehisst werden... hoffe mal, dass der talabani eine klare linie zieht und nicht zwischen den fronten unentschlossen bleibt, auch wenn er der präsident des "geeinten iraks" ist.
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Medo
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« Antworten #3 am: 04. Sep 2006, 17:48 » |
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Die Spaltung und Zerbröckelung des Irakes zeigt sich immer deutlicher. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich der Irak in drei Staaten teilt. Dies ist das Interesse aller Beteiligten, außer das der Amis natürlich. Aber auch die Amis werden den Irak nicht mehr zusammenhalten können. Eigentlich hätte die irakische Flagge mit dem Sturz Sadams ebenfalls beseitigt werden müssen, da hunderttausende Menschen damals im Namen dieser Flagge auf brutalste Art und Weise umgebracht worden sind. Diese Flagge ist für diese Menschen ein Symbol des Schreckens und muss abgesetzt werden. Ich befürtworte die Reaktion der kurdischen Seite. Wir Kurden müssen uns nicht alles gefallen lassen.
Herbiji Barzani
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" Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer".
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aram
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« Antworten #4 am: 04. Sep 2006, 21:28 » |
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Lieber red,
es geht um die von Saddam modifiezierte Bath Flagge, die nicht nur in Kurdistan nichts zu suchen hat. Als Barzani seine rede gehalten hat, die ich übrigens in voller Länge verfolgt habe, standen 2 kleine irakische Flaggen aus der Ehra Kasim hinter ihm. In dieser kurzen Epoche wurden die Symbole des kurdischen Volks in der irakischen Flagge integriert, wie es sich auch in einer Föderation gehört. Schwarz, weiss, rot sind die Farben des arabischen Nationalismus und nicht die des kurdischen Volkes.
Im übrigen ging es in seiner Rede hauptsächlich um 4 Mrd Dollar die man der KRG nicht ausbezahlt hat, und um die 17% an Anteilen bei den Öleinahmen die trotz Forderungen auf 25% noch nicht einmal nach heutiger Vereinbarung voll ausbezahlt werden. Ein weiterer Punkt, der in den Medien garnicht wiedergeben wird, ist der Versuch Malekies, kurdische Ashirats zu kaufen, spricht das Jashtum wieder aufzuerleben.
Die Flagge wurde von Al Jazira und co nur zu gern aufgenommen um das kurdische Volk in den Dreck zu ziehen.
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lost_paradise
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lost_paradise | Beiträge: 183
« Antworten #5 am: 04. Sep 2006, 21:37 » |
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Ein weiterer Punkt, der in den Medien garnicht wiedergeben wird, ist der Versuch Malekies, kurdische Ashirats zu kaufen, spricht das Jashtum wieder aufzuerleben. also kurden sollten sich nicht kaufen lassen! ... was ist aber das "jashtum"  kannst du das bitte etwas erläutern, weil ich diesen begriff zum ersten mal höre 
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aram
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« Antworten #6 am: 04. Sep 2006, 21:40 » |
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hier ein paar irakische Flaggen  1921 bis 1959 1959 bis 1963, Qassims Flagge, erstmals werden die Szmbole des kurdischen Volkes in der Flagge aufgenommen, diese wird auch in Südkurdistan bei offizielen Anlässen aufgehängt, wie es auch bei Barzanis lezter Rede der Fall war.  alternative irakische Flagge, die von Shiiten abgelehnt wurde. mehr dazu hier http://en.wikipedia.org/wiki/Flag_of_Iraq
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« Letzte Änderung: 04. Sep 2006, 21:48 von aram »
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aram
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« Antworten #7 am: 04. Sep 2006, 21:43 » |
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Vielen Dank für die rasche Antwort aram.
Dass das Verbot in der autonomen Region zu begrüßen ist, erwähnte ich ja bereits. Den Hinweis, dass es sich in diesem Fall bei den Farben um Farben arabischer Länder handelt ist sehr hilfreich aber es ist nun einmal so dass man die Flagge zwar modifiziert hat, sich jedoch immer noch nicht auf eine irakische Flagge einigen konnte.
Seine Rede kenne ich leider nicht und kann mich leider nur auf den von dir eingefügten Artikel beziehen und da wirkt halt eben die Äusserung von Barzani meines Erachtens nach unpassend und in dieser Hinsicht konfliktfördernd.
Das ist nichts anderes als die Dorfschützer in Nordkurdistan, man versucht die macht der irakischen Regierung auf Kurdistan auszuweiten in dem man Kurden kauft. Barzani stellte auch die Frage, "wenn man uns jetzt schon so begegnet was wird dann passieren wenn die irakische Regierung wieder richtige Macht har?"
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red
Gast
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red | Beiträge:
« Antworten #8 am: 04. Sep 2006, 22:01 » |
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aram, vielleicht gibt der Artikel das etwas missverständlich wieder, aber der Hinweis oder Drohung wie auch immer man das nennen will: man werde / könne sich jederzeit abspalten, gerade wenn es um die Frage um der Flagge geht finde ich unnötig. Würde so etwas geäussert zu einem anderen Anlass könnte ich das gar nicht störend finden, jedoch wirkt das in diesem Zusammenhang so als solle Talabani in die ecke gedrängt werden. Dass in Kurdistan die kurdische Flagge zu hängen hat ist natürlich unstrittig und dass die irakische Flagge verboten wurde auch vollkommen nachvollziehbar, aber die "Drohung" in diesem Kontext ist etwas "eigenartig". Nämlich gerade weil es wie eine "Drohung" wirkt, oder wirkt das anders auf dich?
Und ich denke mal die Gefahr einer "Ausweitung der Macht" auf die autonome Region ist nun doch minimal.
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aram
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« Antworten #9 am: 04. Sep 2006, 22:30 » |
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Diese Ausage, Androhung der Abspaltung, kam auch in der gleichen Rede vor, aber hat sicht tatsächlich an Melikis Versuch durch die Hintertür Kurdistan sich wieder untertan zu machen, gerichtet. Leider gibt der Artikel das nicht wieder. Abgesehen davon passiert in der kurdischen Reguerung nichts ohne die PUK, dessen Generalsekretär noch immer Talabani ist. Nach Barzani hat auch der Vize Präsident des KRG gesprochen und Barzani bestättigt, der wiederum in der PUK ist und Talabani zumindest nicht zugänze umgehehn wird. Talabani wird es wieder diplomatisch umgehen, er wird sagen die irakische Flagge ist Symbol des Iraks, jedoch hat die KRG ihr eigenes Parlament und ist durch die irakische Verfassung legitimiert...so könnte ich es mir zumindest vorstellen, dieses "bösere Bulle, guter Bulle" Strategie geht v in meinen Augen voll auf.
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aram
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« Antworten #10 am: 04. Sep 2006, 22:41 » |
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Wir sollten auch eines nicht außer acht lassen, trotz des politischen Hickhacks, ist diese Flagge:  eine Schlag ins Gesicht aller Opfer Saddams und der Bathregierung und stellt für jeden Kurden eine Beleidigung da. Barzanis verbot bezieht sich auf den Verbot einer Flagge die Symbol einer Diktatur ist, die hundertausende Menschleben vorderte. Hingegen hat Barzani nichts gegen das hissen einer neuen Flagge beziehungsweisse die Flagge Qassims bis eine neue irakische Flagge vorgelegt wird.
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« Letzte Änderung: 04. Sep 2006, 22:43 von aram »
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