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Kurdistan Diskussionsforum 22. Mai 2012, 23:54 *
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Autor Thema: Benutzung des Begriffs "Terror" / "Terrorismus" als Mittel der Staatspolitik  (Gelesen 1939 mal)
Necana | Beiträge:
Necana
Gast
« am: 25. Mai 2006, 00:11 »

Das Wort Terror stammt aus dem Lateinischen und heißt "Schrecken":
Ziel der Terroristen ist, auf ihre politischen, moralischen oder religiösen
Anliegen aufmerksam zu machen und deren Beachtung oder Umsetzung
mit Gewalt zu erzwingen.

Weiter gibt es nationalen sowie internationalen Terrorismus, deren Funktion
ihrem geografischen Bereich entspricht und deshalb keiner
weiteren Erläuterung meinerseits bedürft!
Auch der Name religiöser Terrorismus sollte nicht weiter bewertet werden,
da dieser Name missverständlich bewertet werden könnte, denn welche
Religion bevorzugt öffentlich Terrorismus? Die unter die Definition fallenden
Terroristen sind letztendlich Nationalisten oder Opfer politischer Führung.

Seit dem 11. September wird diesem Begriff neuer Stellenwert zugemessen,
neue Definitionen und dies vor allem auf politischer Ebene.

Wer entscheidet über Terrorismus?

Der Unterdrückte ist immer Terrorist, nämlich ein Terrorist seines Unterdrückers!
Sagt das Wort "Unterdrücker" nicht eigentlich, wer hier wen terrorisiert?

Warum machen sich die Politiker das Leben so schwer? Natürlich weil es in
ihr politisches Kalkül passt!

Terrorismus ist:
- Gewalt gegen Unschuldige

Wer ist unschuldig?
Kinder sind in erster Linie unschuldig!
Der Unsichtbare ist unschuldig! Inwiefern unschuldig? Er ist im Konflikt un-
schuldig, da er nicht Teil des Kampfes sein will, dh. er will unsichtbar sein!

Der Zivilist, der Mensch, der sich nicht wehren kann und dabei zum Opfer wird,
ist unschuldig, denn woher will ein Konfliktpartner wissen,
inwiefern das Ofper Teil seines Kampfes war?

Kann er seinem Gewissen nachweisen, dass das Opfer Teil seines Kampfes
war, so sei er kein Terrorist, wobei er jedoch von Laien als solcher gewertet
wird.

- Gewalt gegen Menschlichkeit

Menschlichkeit ist die Grundlage für Menschenrechte.
Die Anwendung der Menschenrechte ist Garantie für Menschsein!
Menschsein fordert Gleichheit, Gleichberechtigung sowie das Recht
auf Leben, Freiheit und Eigentum.

- Gewalt gegen allgemein gültige Richtlinien/Fakten

Ein Faktum ist (in diesem Fall) nicht an die Zeit gebunden und
bedarf keiner Diskussion und gilt als Axiom. Die Richtlinien
sind nicht egoistisch, sondern werden kollektiv akzeptiert.

Terrorismus ist relativ, jedoch gibt es Charakterzüge, die nicht bestritten
werden dürfen und das Prinzip "Auge um Auge, Zahn um Zahn" oder
"wie du mir, so ich dir" sind die Gesamtheit der Fälle beobachtend,
erste Schritte zu Terrorismus.

Al-Qaida und Hamas sind typische Beispiele für Terrorismus, wobei
der Erstgenannte international agiert.
Hamas verübte unzählige Selbstmordatenttate und eine Vielzahl
ihrer Opfer waren Unschuldige und wer kann bezeugen, dass nicht
Palästinenser selbst ihre Opfer waren? Wie will die Hamas weis-
machen, dass in einem Bus, der ihrerseits in die Luft gesprengt wurde,
nicht Individuuen eines Ganzen fuhren, welches sie scheinbar
verteidigen?

Staatsterrorimus hat im Gegensatz zum internationalen Terrorismus einen
Vorteil, da er sich sein Recht auf politischer und wirtschaftlicher Ebene
behaupten kann.
Zeichen des Staatsterrorismus sind Folter, absichtlich ungeklärte Todes-
fälle, Ausschaltung politischer Opposition, Oppurtunismus und Unter-
drückung von Minderheiten.

Meine Frage wäre gewieft, wenn ich fragen würde:
Begehen Iran und Türkei Staatsterrorismus?

Die Türkei und Staatsterrorimus? Ja und nicht nur!
Dieses Land hat Völkermorde zu verantworten und ich meine
hier auch die Kurden. Eine starke kurdische Vetretung könnte
in Zukunft genau dieses Anliegen auf Aktualität bringen, denn
erst die Verantwortung der Türkei zu den Gräueltaten ihrer
Geschichte wird ihren Willen zu Reformen und Menschlichkeit
zeigen.

Bevor die Türkei nicht den Völkermord an den Kurden anerkannt,
denn auch Assimilierung ist eine mindeste Form der Unterdrückung,
müssen die Kurden an ihrer Glaubwürdigkeit zweifeln.

Und hält das Wort "Terrorismus" aus dem Munde jenes nicht wahr,
der nicht einsieht, dass die Türkei selbst ein Treiber des Terrorismus
ist!

Auch Kurden hatten Terror begangen, jedoch in erster Hinsicht gegen
sich selbst!

Kurdistan hat und wird weiter um seine Freiheit kämpfen, ob auf politischer,
kultureller, wirtschaftlicher oder allgeminer Ebene, jedoch nicht in meinem
Namen, wenn hierfür Terror eingesetzt wird und ich bin zufrieden mit
unserem Widerstand und unserem Freiheitskampf, da wir oft kämpften,
als wären wir gleichberechtigt: Staat vs. Staat, d.h. kurdische Kämpfer gegen eine
feindliche Armee, weil unser Kampf zuerst jenen gilt, die uns
direkt militärisch angreifen und die Kurden in ihrem Kampf selten Ent-
führungen, Massaker und Repressionen anwendeten und passierte dies,
so in vielen Fälle auf der Basis der jeweiligen ideologischen Einstellung und
nicht für Kurdistan!

Deshalb müssen in erster Linie wir, die jetzige Generation, uns gegen den
falschen und unehrenhaften Kampf stellen, der von einigen Parteien zu
oft betrieben wurde und von einer sogar zu oft, wozu wir jedoch im Moment
keinen Grund haben, jedoch stets bereit sein müssen.

Ich wünsche den Kurden in Kurdistan Gottes Segen und Unterstützung.
Ich wünsche der kurdischen Regierung in Südkurdistan Fortschritt und
Strassen für ein Ziel, das Gesamtkurdistan zugute kommt. Ich wünsche
von den anderen Kurden ihre offene Unterstützung für die Geschwister,
die etwas erreicht haben oder zu erreichen scheinen, und den letzt-
genannten ein gutes Vorbild zu sein und bereit zu sein, einzuschreiten, um
zur Hilfe zu eilen, denn die Südkurden müssen letztendlich allen Kurden
helfen, denn alleine sind sie nichts!

Themen zusammengeführt! KM-Team
« Letzte Änderung: 10. Jan 2009, 10:49 von X e m x w a r » Gespeichert
Necana | Beiträge:
Necana
Gast
« Antworten #1 am: 25. Mai 2006, 00:12 »

 
Zitat
  Menschlichkeit ist die Grundlage für Menschenrechte.
Die Anwendung der Menschenrechte ist Garantie für Menschsein!
Menschsein fordert Gleichheit, Gleichberechtigung sowie das Recht
auf Leben, Freiheit und Eigentum.


 
Zitat
  Bevor die Türkei nicht den Völkermord an den Kurden anerkannt,
denn auch Assimilierung ist eine mindeste Form der Unterdrückung,
müssen die Kurden an ihrer Glaubwürdigkeit zweifeln.


  Art. 18 des Status der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen:

  "Einige ethnische Gruppen werdenvon der dominierenden Nation nur in dem Maß
gut behandelt, wie sie ihre eigene Kultur, ihre Muttersprache, ihre Geschichte und
ihre Literatur ablegen - in dem Maß, in dem sie assimiliert sind. Wir müssen etnische
Gruppen dazu ermutigen, sich der Assimilierung zu widersetzen, ihre Muttersprache,
ihre Kultur, ihre Literatur zu entwickeln, sich bereichern und der Menschheit dienen."
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Necana | Beiträge:
Necana
Gast
« Antworten #2 am: 25. Mai 2006, 00:12 »

Inwiefern darf nun auf die Glaubwürdigkeit der Vereinten Nationen
eingegangen werden? Mitglieder ihrer Organisation begehen Staatsterrorismus,
unter anderem mit der mindesten Missachtung des im vorherigen Abschnitt
dargelegten Art. 18 des Status der Menschenrechtskommission.
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alya | Beiträge: 529
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Beiträge: 529


« Antworten #3 am: 25. Mai 2006, 00:33 »

Du sprichst ein sehr interessantes Thema an, Necana.
Terrorismus wird in letzter Zeit zu häufig verwedet. Wenn man mittlerweile sogar Menschen für Terror beschuldigt, weil sie sich, wie du auch meintest gegen die "Unterdrücker" stellten und ihre Rechte forderten, dann fragt man sich natürlich was nun mit den sogenannten Menschenrechten ist.
Sollte nicht jeder Mensch frei sein dürfen, solange sie die Freiheit des anderen nicht gefährdet?

Staaten schreiben zwar viel über Menschenrecht und unterdrückte Völker, doch trotz der ganzen Formulierungen auf Papier sieht man vor allem an dem Beispiel der Kurden, dass in der Praxis wenig getan wird.
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!Allgemeine Regeln für alle Mitglieder von kurdmania.com!

Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach.
Necana | Beiträge:
Necana
Gast
« Antworten #4 am: 25. Mai 2006, 00:51 »

Das Witzige ist, dass das Wort Terror weit vor dem 11. September nicht so hochmütig in die Welt geschrieen wurde und heute versuchen Länder wie die Türkei all ihre Taten mit dem Begriff Terror zu rechtfertigen.
Selbst Länder wie der Iran, die aufgrund ihrer Symphatie zu Terroristen beschuldigt werden, nennen die ihre Regierung bekämpfenden Kurden Terroristen.
Inwiefern sind sie Terroristen? Wieviele Zivilisten werden Opfer dieser "Terroristen"? Oder reicht es heute einfach das Wort "Terrorist" zu nennen, da man als freier Staat scheinbar das Recht dazu hat? Wie begründet der Iran den "Terrorismus" jener Kurden?

Das Thema über Terrorismus hat absolut keine Ernsthaftigkeit, da die Hamas von der Türkei empfangen wird, während sie im Westen als Terrororganisation eingestuft wird und die Tschetschenen von den Amerikanern empfangen werden, während sie von den Russen als Terroristen eingestuft werden etc.
Deshalb sollten wir als Kurden unseren Kampf nur mit unserem eigenen Gewissen vereinbaren und uns nicht über die Terrorliste einiger Institutionen und Länder den Kopf zerbrechen, da viele dieser Länder den Kurden so oder so nicht zur Hilfe eilen!
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SiWan | Beiträge:
SiWan
Gast
« Antworten #5 am: 01. Sep 2007, 23:07 »

Wer sich die Reden der Politiker der ersten Jahrzehnte unserer Bundesrepublik durchliest oder in Aufzeichnungen anhört kann erkennen, wie demagogisch damals noch agiert wurde. Selbst die heutige Debattenkultur, obwohl in der Tonlage und auch in der Wortwahl deutlich gemäßigter, läßt echtes demokratisches Denken zu oft vermissen.

In dieser ach so friedliebenden, demokratischen Kultur werden ob wirtschaftlicher Interessen Volkgruppen weltweit unterjocht.

Ein Terrorist, ist der der seinen Klassenkampf nicht gewonnen hat. Ein Terrorist, ist der, dessen wir habhaft werden können. Gemordet haben alle.

Die Gründerväter Amerikas waren Terroristen, aber sie haben gewonnen. Jetzt setzt man Ihnen Denkmale. Die Gründerväter der Grünen waren dem Terrorismus von der Definition her nicht fern und bekleiden später Ämter und erhalten Doktorhüte zu hauf.
Bush ist ein Terrorist, und Angie hofiert ihn, die Türken unterdrücken die Kurden und werden als Partner betrachtet.




[...]
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kurdistan | Beiträge: 337
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Beiträge: 337


« Antworten #6 am: 02. Sep 2007, 12:12 »

Ein Terrorist, ist der der seinen Klassenkampf nicht gewonnen hat. Ein Terrorist, ist der, dessen wir habhaft werden können. Gemordet haben alle.
So einfach ist das leider...

Und hast du das selber geschrieben? Ist super geschrieben! Anscheinend gibt es eine Fortsetzung? Die wäre super  Smiley
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Ich stimme mit der Mathematik nicht überein. Ich meine, daß die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist.
(Stanislaw Jerzy Lec)
roj_evindar | Beiträge: 619
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Beiträge: 619


« Antworten #7 am: 02. Sep 2007, 20:34 »

Zitat
was ist ein terrorist?

einer, der wehrlose menschen hinterhältig und kaltblütig tötet ---> drecksstaat türkei wäre ein prototyp für diese definition
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Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr (Konfuzius)
SiWan | Beiträge:
SiWan
Gast
« Antworten #8 am: 03. Sep 2007, 11:11 »

[...]

Das Innenministerium will die Computer mutmaßlicher Terroristen ausforschen. Das erforderliche Spezialwerkzeug, die sogenannten Bundes-Trojaner, sind einsatzbereit. Kaum jemand hat diese Innovation ausgerechnet einer deutschen Behörde zugetraut.

Aber es ist eben auch eine Geschichte voller tragischer Missverständnisse: Es war noch Otto Schilys Idee, ein großes hölzernes Pferd voller BKA-Mitarbeiter im Arbeitszimmer eines Verdächtigen zu verstecken, wenn es geht, dicht am Computer. Der Plan wurde an einem verdächtigen Abgeordneten der Linkspartei getestet. Er scheiterte aber daran, dass der Mann anfing, das Pferd mit Heu, Pellets und Rübenschnitzeln zu füttern. Mehrere versteckte Ermittler entkamen nur knapp dem Erstickungstod. Schily schlug dann „aus Gründen der inneren Sicherheit“ vor, das Pferd leer aufzustellen und die Geheimdienstler lieber in die NPD einzuschleusen. Impulse aus den USA verarbeitete er in seinem spektakulärsten Plan: Schily wollte Computer-Extremisten zwischen zwei Holzpferde spannen und die Tiere so lange auseinander treiben, bis der Delinquent freiwillig sagte, welche Daten sich auf seiner Festplatte befänden.
Den entscheidenden technologischen Sprung machte das Innenministerium erst unter dem Computer-Freak Wolfgang Schäuble. Er war es, der endlich die Versuche stoppte, Pferde in Notebooks zu stopfen. Von ihm stammt der nun viel diskutierte Gedanke, Terrorverdächtige mit E-Mails anderer staatlicher Einrichtungen zu überlisten: „Vielen Dank für die pünktliche Abgabe Ihrer Steuererklärung. Sie haben somit an unserer Lotterie teilgenommen und ein großes Holzpferd gewonnen. Um sich mit unseren Mitarbeitern wegen eines Liefertermins in Verbindung zu setzten, führen Sie bitte die im Anhang befindliche Datei bundestrojaner.exe aus.“

André Mielke


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« Antworten #9 am: 16. Jul 2008, 12:03 »

Eine Million Terroristen in den USA
Die "Terrorist Watch List" der Vereinigten Staaten umfasst seit gestern erstmals mehr als eine Million Einträge, wie die Bürgerrechtsorganisation ACLU meldet. Dumm nur, dass viele der Einträge harmlose Bürger betreffen, die darüber alles andere als erfreut sind.

Die Zahl stammt allerdings nicht aus offiziellen Angaben, sondern aus einer Zählung der ACLU. Diese hatte im Februar einen eigenen "Watch List Counter" vorgestellt. Die Zahlen beruhen auf einer Aussage des Generalinspekteurs des Justizministeriums, nach der die Liste monatlich um 70.000 Einträge anwachse.


Viel genaues ist über die Liste auch sonst nicht bekannt. Die Betroffenen merken meist erst durch zusätzliche Überprüfungen, Verhöre und Durchsuchungen beim Grenzübertritt oder an Flughäfen, dass ihre Namen auf der Liste stehen. Einen Eintrag wieder loszuwerden ist beinahe unmöglich.

"Mitglieder des Kongresses, Nonnen, Kriegshelden und andere 'verdächtige Personen' [...] sind gefangen in den kafkaesken Klauen dieser Liste, mit geringer Hoffnung auf Befreiung", beschreibt Caroline Fredrickson die Situation. Die Chefin des Washingtoner ACLU-Büros fordert Änderungen: Ob nun der Kongress, das "Terrorist Screening Center" oder der nächste Präsident - irgendwer müsse das Problem anpacken, und zwar bald.

"Amerikas neue Eine-Million-Einträge-Liste ist ein perfektes Symbol dafür, was an der Vorstellung dieser Regierung von Sicherheit falsch ist: Sie ist unfair, außer Kontrolle, eine Verschwendung von Ressourcen, behandelt die Rechte Unschuldiger als zweitrangig und ist eine sehr reale Behinderung in den Leben von Millionen Reisenden in diesem Land", wettert ACLU-Vertreter Barry Steinhardt gegen die Terrorist Watch List.

"Eine Million Namen auf diese Liste zu setzen ist eine Garantie dafür, dass diese Liste mehr Schaden anrichten als Gutes tun wird.", fügt er hinzu. "Ich bezweifle, dass dieses Ding überhaupt effektiv darin sein würde, einen echten Terroristen zu fangen."

In der Tat ist die Liste eher ein bürokratisches Monster denn eine effektive Hilfe für die Terroristenjäger. Einträge über Saddam Hussein (tot), Edward Kennedy (US-Senator) oder Robert Johnson (es gibt mindestens zwölf Personen, die davon betroffen sind) stehen neben den Namen echter Terroristen wie Osama bin Laden.

Zumindest die niederländische Abgeordnete im EU-Parlament Sophie in 't Veld will sich nicht weiter mit zusätzlichen Durchsuchungen und Verhören am Flughafen abfinden. Weil sie von keiner Behörde Auskunft erhielt, wie sie ihren Eintrag löschen lassen könnte, klagt sie vor einem US-Gericht auf Offenlegung der Watchlist.

Für alle Betroffenen hat die ACLU zur gestern symbolisch erreichten Millionenmarke ein Formular veröffentlicht, mit dem sich die Opfer der Liste an die Bürgerrechts-Union wenden können. Die ACLU will die über dieses Formular empfangenen Leidensgeschichten nutzen, um sich weiter für eine Offenlegung der Liste einzusetzen. (Simon Columbus)

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« Antworten #10 am: 16. Jul 2008, 12:09 »

http://www.gulli.com/news/eine-million-terroristen-in-2008-07-15/
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