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Kurdistan Diskussionsforum 22. Mai 2012, 23:46 *
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Autor Thema: Angriff auf Iran?  (Gelesen 8089 mal)
lekadk | Beiträge: 4
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« am: 24. Nov 2006, 06:26 »

Was denkt ihr über den möglichen Iran Krieg 2007 ?      [/url] 
Zitat
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,449437,00.html              
    Bush äußert Verständnis für möglichen Iran-Angriff Israels   20. November 2006 

Ein möglicher israelischer Angriff auf Atomanlangen in Iran würde einem Zeitungsbericht zufolge auf Verständnis von US-Präsident Bush stoßen. Er könnte eine solche Attacke verstehen, sagte Bush demnach.

Jerusalem - Wie die israelische Zeitung "Haaretz" heute unter Berufung auf europäische Diplomaten und Politiker berichtete, sagte George W. Bush dies vor einigen Wochen in einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac. Zudem habe Bush gesagt, ein solcher Angriff könne nicht ausgeschlossen werden. Sollte dies geschehen, könnte er es verstehen, sagte Bush dem unbestätigten Bericht zufolge.

Auch US-Außenministerin Condoleezza Rice habe gegenüber den europäischen Regierungsvertretern die Möglichkeit eines israelischen Angriffs auf iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen, berichtete das Blatt weiter. Im Gegensatz zu Bush habe sie aber ihre Vorbehalte dagegen zum Ausdruck gebracht.

Wie "Haaretz" weiter berichtete, sagten französische Regierungsvertreter kürzlich zu israelischen Amtskollegen, Iran werde im Frühjahr 2007 - in etwa fünf Monaten - einen Punkt bei seinem Nuklearprogramm erreichen, bei dem eine Umkehr nicht mehr möglich sei. Das Land werde dann in der Lage sein, 3000 Zentrifugen zur Urananreicherung gleichzeitig zu betreiben. Derzeit seien es nach Schätzungen internationaler Experten zwischen 340 und 600 Zentrifugen.

   
« Letzte Änderung: 24. Nov 2006, 06:50 von lekadk » Gespeichert
TheShadow | Beiträge: 0
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« Antworten #1 am: 24. Nov 2006, 19:09 »

Hoffen wirs!
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« Antworten #2 am: 24. Nov 2006, 22:19 »

Man sollte sich grundsächlich niemals Krieg herbeiwünschen; Als Kurde jedoch verstehe ich mich, die Lage meines Volkes und das unendliche Leid das es erleben musste und noch immer erlebt als Brut des Kriegens.
Vom Schicksal herbeigeführt, verpflichtet es mich bis zum letzten Tropfen Blut die Entstehung meiner Nation entgegen zustreben.
Wenn durch glückliche Umstände meine Feinde ein jähes Ende finden, dann sehe ich das als unendliche Genugtun.
Ich wünsche mir Feuer, weil aus dessen Asche nur mein Volk auferstehen wird.

Somit lasst den Mullah Staat brennen!
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Necana | Beiträge: 0
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« Antworten #3 am: 24. Nov 2006, 23:42 »

Der israelische Präsident Olmert erwähnte in einem Interview, dass der Irak-Krieg Hoffnungen geweckt habe, da der Irak eventuell geteilt werden könnte und somit Partnerschaften mit bestimmten Regionen anzustreben wären.

Es ist selbstverständlich, dass er Kurdistan meint!

Wir hoffen alle auf ein Kurdistan: Wollen wir jedoch auch, dass Kurdistan sich "als Dank" an Israel bindet? Unterstützung? Ja, wenn unsere Interessen auch erfüllt werden, aber nicht für jede Tat Israels, denn Israel handelt oft wie unsere Feinde oft handelten und handeln.

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« Antworten #4 am: 24. Nov 2006, 23:45 »



Bra Dreck kann man efektiv nur mit Dreck bekämpfen.

In der tat ich wünsche mir einen irakischen Iran.
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« Antworten #5 am: 24. Nov 2006, 23:56 »

Zitat
Bra Dreck kann man efektiv nur mit Dreck bekämpfen.

In der tat ich wünsche mir einen irakischen Iran.

Ich glaube auch kaum, dass der Nahe Osten in absehbarer Zeit "sicher" wird, sodass Kurdistan leider von Chaos umgeben wird. Hier muss Kurdistan verstehen, sich nicht beeinflussen zu lassen!
Unsere Feinde und jene, die uns unterstützen wollen, sind so sehr zerstritten, dass Kurdistan beiderseits am längeren Hebel sitzt und wir haben weniger zu verlieren als diese, sodass wir auf Angebote warten müssen und nicht selbst welche darlegen müssten!

Da Kurdistan von Staatsterrorismus und Unterdrückung heimgesucht wurde, muss Kurdistan dementsprechend agieren und jene zu verurteilen wissen, wenn die Zeit angebracht ist!
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« Antworten #6 am: 25. Nov 2006, 00:02 »


Aus dir spricht die Stimme der Vernunft, aber nur oberflächlich betrachtet.
Wenn wir uns tiefer in die Substanz bewegen, sehen wir nur dass Kurdistan jeden Umstand nützen muss um seine Feinde geschwächt vor sich zusehen.
Chaos im Nahenosten mag für Perser und Araber einen negativen Beigeschmack haben, für uns Kurden bedeutet es nur Chancengleichheit.
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« Antworten #7 am: 25. Nov 2006, 00:10 »

Zitat
Aus dir spricht die Stimme der Vernunft, aber nur oberflächlich betrachtet.
Wenn wir uns tiefer in die Substanz bewegen, sehen wir nur dass Kurdistan jeden Umstand nützen muss um seine Feinde geschwächt vor sich zusehen.
Chaos im Nahenosten mag für Perser und Araber einen negativen Beigeschmack haben, für uns Kurden bedeutet es nur Chancengleichheit.

Stimmt.
Ich meinte nur, dass wir im Falle der Unabhängigkeit niemandem zu Dank verpflichtet sein müssen, da letztendlich die Unabhänigkeit durch kurdische Kraft vewirklicht werden würde und niemand aus gutem Willen Kurdistans Unabhänigkeit fordern würde, sondern aus eigenen Interessen!

Ich hoffe auf ein unabhängiges Kurdistan und mit den Adjektiv meine ich in jeder Bedeutung!
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« Antworten #8 am: 25. Nov 2006, 00:25 »



Ich sage auch nicht dass wir jemandem Dank schuldig sind, im Gegenteil, es ist höchstens als eine schicksalhafte Wiedergutmachung zu verstehen. Durch äußere Kräfte wurde dem kurdischem Volk das Existenzrecht entzogen, es ist nur Recht wenn äußere Kräfte Umstände verursachen die uns Vorteile verschaffen.

Dankbar muss das kurdische Volk nur sich selber sein, für einen unendlichen und mit letzter Kraft geführten Widerstand gegen Staatsterror und einen mit aller Macht geführten Vernichtungskrieg gegen über dem Kurdische Volk.
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« Antworten #9 am: 25. Nov 2006, 06:44 »

Ein Angriff auf den Iran kann nie und nimmer wie im Irak erfolgen, dafür ist dieses riesige Land militärisch zu stark, und ist auch vom Inneren her, kompakter als der Irak...

Wer wird bitteschön mit den Amis kämpfen ?
Die Azerîs ?
Die Khuzestaner (Araber) ?
Die Belutschen ?

Sehr unrealistisch...und ob die 11 Millionen Ostkurden dieses mal, geschlossen zusammen kämpfen, halte ich auch für ein wenig unrealistisch

Mein Pessismus ist auch nicht aus der Luft gegriffen...man sollte sich nur die politische Kraft der PDK-I und Komala betrachten...die liegen beide am Boden

Bei einem kommenden Krieg im Iran wird sich zeigen wie einig sich die Kurden sind, und wie sehr sie sich Kurdistan wünschen...die Pflicht liegt klar bei der KRG, die, die Mittel haben, die Ostkurden militärisch, logistisch und psychologisch zu unterstützen

Propaganda wird auch wichtig sein, um einige Ostkurden aufzuwecken...und allen Ostkurden sollte Bewusst sein, dass ein kommender Iran- Krieg fast wie eine Endschlacht ist

Bleibt die KRG jedoch passiv, sehe ich wenig Chancen (für Ostkurdistan)...selbst wenn die USA den Iran in Schutt und Asche bomben...
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« Antworten #10 am: 07. Jan 2007, 01:32 »

Das bedeutendste militärstrategische Forschungsinstitut Israels hat seinen Jahresbericht vorgestellt

Von Knut Mellenthin

Israel muß möglichst bald einen Militärschlag gegen Iran führen. Das ist eine der zentralen Thesen im nun vorgelegten Bericht des Instituts für Nationale Strategiestu­dien (INSS) an der Universität von Tel Aviv. Das INSS ist die bedeutendste militärstrategische Forschungsstelle Israels. Es veröffentlicht alljährlich eine umfangreiche Analyse zum »strategischen Gleichgewicht im Mittleren Osten«. Darin werden die Streitkräfte aller Staaten der Region und die wichtigsten militärischen Ereignisse des vergangenen Jahres analysiert.

Als schwerwiegendste Bedrohung Israels wird im neuen INSS-Bericht der Iran bezeichnet. Die Führung in Teheran strebe den Erwerb von Atomwaffen an und werde darin weitgehend von der Bevölkerung unterstützt. An der Wirksamkeit der im Dezember vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen wird gezweifelt. »Die Zeit arbeitet zugunsten Irans. Schließt man eine Militäraktion aus, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann Iran Atomwaffen besitzt«, heißt es in einer Zusammenfassung, die das INSS am Dienstag auf einer Pressekonferenz verteilte.

Nach Ansicht des INSS sind die israelischen Streitkräfte auch im Alleingang in der Lage, die teilweise verbunkerten Atomanlagen des Irans zu treffen und dem iranischen Atomprogramm einen schweren Schlag zu versetzen.

Auf der Pressekonferenz sagte Giora Eiland, Brigadegeneral der Reserve und Vorstandsmitglied des INSS, es werde keinen Militärschlag Israels ohne »volles strategisches und militärisches Einverständnis« mit den USA geben. »Selbst wenn letzten Endes israelische Kampfflugzeuge diesen Angriff ausführen, dann wird er, und zwar zu Recht, als zwischen den USA und Israel abgesprochen gelten«, so Eiland. Der INSS-Chef Zvi Shtauber, General im Ruhestand und ehemaliger Berater des früheren sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Ehud Barak (1999–2001), fügte hinzu, Israel sei »technisch in der Lage«, den Schlag allein auszuführen. Es werde diesen Schritt gegebenenfalls auch tun müssen, da kein Land bereit sein würde, dabei offen mit Israel zusammenzuarbeiten. »Es gibt gewisse Dinge, von denen die USA besser nichts wissen«, so Shtauber.

Die scheinbare Selbstsicherheit in bezug auf Iran kontrastiert jedoch mit dem Teil des INSS-Berichts, in dem eine skeptische Bilanz des Sommerkriegs gegen die libanesische Hisbollah gezogen wird. Dieser Krieg hat nach Ansicht des INSS die israelische »Verwundbarkeit« aufgezeigt und die »Abschreckungskraft« des Landes geschwächt. Die Sicherheitslage im Nahen Osten habe sich im Allgemeinen erheblich verschlechtert. Verwiesen wird auf fehlende Fortschritte gegenüber den Palästinensern, mangelnden Erfolg im weltweiten »Kampf gegen den Terror« und gegen den »radikalen Islam«, sowie auf das amerikanische Scheitern in Irak.

Vor diesem Hintergrund geht es in der Abwägung der Chancen eines militärischen Alleingangs gegen Iran offenbar vor allem darum, durch einen solchen Schritt die USA in einen neuen Krieg einzubinden.


jungewelt
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