Dienstag, 22. Mai 2012, 23:31 : 42 User online
Passwort vergessen? | Registrierung
Kurdistan Diskussionsforum 22. Mai 2012, 23:31 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
Wichtiger Hinweis::
Liebe User, wir bitten Sie, sich im Rahmen der von uns aufgestellten »Forenregeln« zu halten!

Viel Spaß und liebe Grüße
Euer Kurdmania-Team.
 
Autor Thema: "Min dît - Die Kinder von Diyarbakir" ab 22.04.2010 in deutschen Kinos  (Gelesen 4662 mal)
Rewsen | Beiträge: 3132
Rewsen
Hero Member
*****
Beiträge: 3132


« am: 27. Mär 2010, 22:25 »




Min dît - Die Kinder von Diyarbakir



    Die zehnjährige Gulistan und ihr jüngerer Bruder Firat wachsen in Diyarbakir auf, einer Stadt im Herzen von Türkisch-Kurdistan. Ihr Vater gerät als regimekritischer Journalist ins Visier der paramilitärischen Todesschwadronen. Auf der Rückfahrt von einer Hochzeit erschießen sie den Vater und die Mutter vor den Augen der Kinder.

Zunächst versucht sich die junge Tante Yekbun um die beiden traumatisierten Kinder und deren kleine Schwester in Babyalter zu kümmern. Doch auch sie verschwindet spurlos, bevor sie eine Ausreise für die Kinder und sich selbst nach Schweden arrangieren kann.

Geduldig warten die Geschwister auf die Rückkehr ihrer Tante. Mittellos müssen sie ohne Wasser und Strom leben und den Hausrat verkaufen. Die Miete können sie längst nicht mehr zahlen.

Schließlich enden sie auf den Straßen Diyarbakirs. Dort lernen sie die zwölfjährige Zelal und ihren blinden Großvater kennen, die sie in den täglichen Überlebenskampf auf der Straße einführen. Gulistan und Firat müssen erkennen, dass viele andere Kinder in ihrem Alter ihr Schicksal teilen.

Gulistan freundet sich mit der jungen Dilan an, die als Prostituierte arbeitet, und begleitet sie in die Hotels, wo sie auf ihre Freier trifft. Mit großem Entsetzen entdeckt Gulistan eines Tages, dass einer von Dilans Freiern der Mörder ihrer Eltern ist.

Gegenüber dem liebevollen Familienvater und kaltblütigen Todesschützen wird das traumatisierte Mädchen von Gefühlen der Angst und Rache heimgesucht. Die Kinder entschließen sich, nicht länger zu schweigen.

Inspiriert von den Märchen, die ihnen ihre Mutter immer vorgelesen hatte, hecken die Straßenkinder von Diyarbakir einen Plan aus, um sich an dem Mörder zu rächen.

Quelle und weitere Informationen: Homepage „Min dît“




Weiterführende interessante Links



Deutscher Trailer des Films „Min dît“

3Sat-Reportage Kulturzeit über „Min dît“

Interview mit Mîraz Bezar auf Englisch und der Hauptdarstellerin Senay Orak auf Türkisch mit französischen Untertiteln

„Min dît“ auf Facebook

Informationen zu den Filmpremieren in Hamburg, Berlin und Köln
   






Kinos, in denen „Min dît“ gezeigt werden wird:

Augsburg Thalia
Berlin Central Kino
Berlin FSK
Berlin Karli
Bochum Metropolis
Bremen Cinespace
Castrop Rauxel die Kurbel
Essen Astra
Frankfurt mal seh’n Kino
Frankfurt Filmforum Höchst
Freiburg Friedrichsbau
Gelsenkirchen Multiplex
Hamburg Abaton
Hannover Koki
Heidelberg Gloria
Karlsruhe Schauburg
Köln Filmhaus
   
Köln Odeon
Konstanz Zebra Kino
Krefeld Casablanca
Lüneburg Scala
Mainz Capitol/Palatin
Marburg Filmkunsttheater
München Neue Arena
Münster cinema
Nürnberg Cinecitta
Oldenburg CineK/ Medienbüro
Passau Cineplex/ Scharfrichter
Pforzheim Kommunales Kino
Regensburg Regina
Stuttgart UFA
Ulm Lichtburg/Mephisto
Wuppertal Cinema
« Letzte Änderung: 27. Mär 2010, 22:36 von Rewsen » Gespeichert

Gotina rast sondê naxwaze

Partizan | Beiträge: 250
Partizan
Sr. Member
****
Beiträge: 250


« Antworten #1 am: 28. Mär 2010, 12:54 »

Vielen Dank Rewsen fürs Sammeln der Informationen. Habe im November 2009 den Trailer gesehen um einen kleinen Eindruck vom Film zu erhalten, er hat mich angesprochen und scheint sehr interessant zu sein. Ich freue mich ihn bald im Kino sehen zu können.  Smiley.
Gespeichert

Empty your mind!
Almanci | Beiträge: 485
Almanci
Sr. Member
****
Beiträge: 485

http://www.lerne-kurdisch.de/



« Antworten #2 am: 28. Mär 2010, 15:28 »

danke den film werde ich mir anschauen
Gespeichert

Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen wird am Ende beides verlieren

Südkurdistan - Arbil
Nordkurdistan - Diyarbekir
Talyshistan - Lenkoran
Luristan - Borudscherd
Kurdanien - Maevka

NEVER FORGET
Dersim 1938
Halabja 1988
Rewsen | Beiträge: 3132
Rewsen
Hero Member
*****
Beiträge: 3132


« Antworten #3 am: 30. Mär 2010, 10:19 »



Sehr gerne!

Ich empfehle Euch, nach Möglichkeit die Premieren zu besuchen, da sich dort die Gelegenheit bietet, dem Regisseur Mîraz Bezar Fragen zum Film zu stellen.

Wir werden die Berlin-Premiere besuchen und Euch hiervon berichten.

MfG

Rewsen
Gespeichert

Gotina rast sondê naxwaze

Serbest | Beiträge: 100
Serbest
Full Member
***
Beiträge: 100


« Antworten #4 am: 10. Apr 2010, 18:21 »

Zitat
Min Dit: Die Kinder von Diyarbakir
(Min Dit: The Children of Diyarbakir, 2009)

Inhalt

Dayarkabir in Türkisch-Kurdistan. Nachdem die Eltern von Gulistan und Firat vor ihren Augen ermordet worden sind und auch die Tante Yekbun spurlos verschwunden ist, müssen sich die beiden Kinder alleine durch die Straßen Dayakabirs schlagen. Dabei treffen sie auf viele weitere Kinder, die ihr Schicksal als Waise teilen. Eines Tages lernen sie eine Prostituierte kennen, die unter ihren Freiern den Mörder der Eltern hat. Die Kinder planen ihre Rache.

Kritik       
 
Der türkisch-kurdische Konflikt ist hier zulande ein Thema für die Nachrichten. Wir werden am ehesten aufgerüttelt, wenn wir hören, dass in der Türkei eine Bombe explodierte und sich deutsche Urlauber unter den Opfern befanden. Für jene, die dort leben, hat das eine ganz andere Tragweite: Menschen verschwinden plötzlich oder werden auf offener Straße erschossen. Min Dit: Die Kinder von Diyarbakir erzählt vom Schicksal zweier Geschwister, die plötzlich durch einen Mord ihre Eltern verlieren und sich in die Armee der Waisen auf den Straßen einreihen müssen. Politisch mutiger Film, dem es aber an einer ausgereiften Inszenierung mangelt.

In manchen Filmen wimmelt es regelrecht vor handwerklichen Defiziten oder die erzählten Geschichten wirken aufgrund der Art der Inszenierung mitunter kaum glaubwürdig. Ersteres ist ganz klar eine technische Angelegenheit. Nicht jeder Filmemacher startete seine Karriere schließlich als Naturtalent oder gar als Genie. Letzteres mag aber daran liegen, dass man selbst nicht in der Lage ist, sich auf die Geschichten einzulassen. Man hält es schlichtweg kaum für möglich. Tatsächlich ist es manchmal wirklich schwer vorstellbar, was in Ländern, die gar nicht weit weg liegen, an der Tagesordnung sein mag.

Diyarbakir liegt im Herzen des kurdischen Teils der Türkei. Dort lebt die zehnjährige Gulistan (Senay Orak) mit ihren jüngeren Geschwistern: dem beinahe gleich alten Firat (Muhammed Al), einem Baby und natürlich ihren Eltern (Fahriye Celik und Alisan Önlü). Auf der Rückreise von einer Hochzeit wird das Auto der Familie von türkischen Geheimpolizisten angehalten. Die beiden Kinder müssen mit ansehen, wie ihr Vater aus dem Auto gezerrt und erschossen wird. Anschließend erschießen die Polizisten ihre Mutter, die im Auto blieb und fahren in der Dunkelheit davon.

Irgendwie gelangen die drei Kinder zurück - der Film gibt keine Auskunft übers wie - und erhalten zunächst Unterstützung von ihrer Tante Yekbun (Berivan Eminoglu). Allerdings wird nach ihr gefahndet, da sie politisch aktiv ist. Als sie plötzlich nicht mehr auftaucht, geht es schnell bergab mit den Kindern: Erst können sie sich nichts mehr zu Essen kaufen, dann wird ihnen der Strom und das Wasser abgedreht. Und als das Baby erkrankt, können sie sich keine Medizin leisten. Am Ende werden sie auch noch vom Wohnungseigentümer auf die Straße befördert.

Jetzt zu zweit und allein auf der Straße, trifft sie die ganze Härte des Daseins: Sie hungern, wühlen im Müll und schlafen in Ruinen. Unerwartet Hilfe bekommen sie von der zwölfjährigen Zelal (Suzan Ilir), die gemeinsam mit ihrem Bruder und Großvater auf der Straße lebt und sich als Krimskrams-Verkäuferin über Wasser hält. Während einige Zeit verstreicht, beginnen Gulistan und Firat sich mit dem Leben auf der Straße zu arrangieren: Firat bekommt Zugang zu kriminellen Jugendbanden und lernt schnell, wie man sich sein Auskommen aufbessert und auch Gulistan findet eine Gönnerin: Sie lernt die Prostituierte Dilara (Berivan Ayaz) kennen, die jemanden sucht, der für sie Handzettel mit ihrer Handynummer verteilt, da sie ihrem Gewerbe nicht offen nachgehen kann. Die Junge Frau und das Mädchen freunden sich rasch an, aber eines Tages erkennt Gulistan in einem von Dilaras Freiern den Mörder ihrer Eltern wieder.

Man kennt die andauernde Diskussion um die Diskriminierung kurdischer Minderheiten in der Türkei. Meist dringen aber eher die Terrorattentate der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) oder offene bewaffnete Konflikte zwischen türkischen Streitkräften und kurdischen Milizen durch die Medien zu uns. Über Verschleppung, Folter oder Mord auf offener Straße erfährt man wenig; deshalb wirkt auch Min Dit: Die Kinder von Diyarbakir zu Beginn wie eine Mischung aus Betroffenheitsdrama und pro-kurdischer Propaganda. Tatsächlich versucht der Film aber Geschehnisse aus der Zeit des Bürgerkriegs in den 90er Jahren zwischen der türkischen Armee und den kurdischen Rebellen aufzuarbeiten. Während dieser Zeit verschwanden 18.000 politisch aktive Kurden und türkische Bürger. Eines der Zentren der Verbrechen war die Stadt Diyarbakir, die inzwischen 1,5 Millionen Einwohner zählt.
Für die anfänglichen Zweifel an der Authentizität der Geschichte ist der Film ein Gutteil mit verantwortlich. Abgesehen davon, dass er über die vordergründige Handlung hinaus mehr als durchschnittliches politisches Wissen abverlangt, um einen tieferen Zugang zu diesen Realitäten zu bekommen, liefert er an vielen Stellen prinzipiell zu wenig Erklärungsgehalt: Nur ganz am Rande erfährt man, dass der ermordete Vater der Kinder Journalist war und in welcher Form genau die Tante politisch aktiv war, wird nicht vertieft. Vielleicht kann man sich das alles auch stückweise zusammenreimen, aber diese Aufmerksamkeitshürden erschweren den Zugang zur Story erheblich.

Schlimmer noch als das, gestalten sich aber die erzählerischen Übergänge. Die Szenenmontage ist mitunter sogar grenzwertig. Zu oft werden zudem einfach chronologisch bedeutsame Dinge ausgespart und somit zwangsläufig Logikfehler produziert. Es wundert beispielsweise schon sehr, dass der kaltblütige Killer die Kinder nicht erschießt, obwohl diese ihm genau ins Antlitz geschaut haben. Und solche Zufallsbegegnungen wie mit der Prostituierten Dilara halten derart dramaturgisch-plakativ dafür her, eine Verbindung zum Täter herzustellen, dass es beinahe des Guten zuviel ist. Wäre da nicht das Finale, das bei aller ungeschminkter Härte im Vorhinein nun plötzlich mit einer Auflösung im TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine -oder Vorstadtkrokodile-Stil aufwartet. Diese Wendung will man dem Film nun so gar nicht abnehmen.

Ist Min Dit: Die Kinder von Diyarbakir also ein schlechter Film? Auf emotionaler Ebene funktioniert der Film eindeutig. So sehr, dass all das Furchtbare ganz schön runter zu ziehen vermag. Die politische Aussage steht auch glasklar fest; allerdings bedarf es hier des Vorwissens und des Verständnisses der Zusammenhänge, um zu begreifen, dass hier sehr offen und mutig dunkle Kapitel der jüngsten türkischen Geschichte thematisiert werden. Als Sozialportrait funktioniert der Film ebenfalls hinlänglich, wenn auch die Untiefen des Straßendaseins vieler elternloser Kinder nicht bis in die letzten Winkel ausgeleuchtet werden. Bleiben die handwerklichen Defizite der Inszenierung, die konstruiert wirkende Dramaturgie und ein zu naives Ende. Das alles beschert dem Film keine Bestnoten. Vermag aber auch nicht, ihn in die Reihen der Filme zu befördern, die man besser schnell vergisst. Er ist und bleibt mutiges politisches Kino, das gesellschaftlich wichtig ist und keinesfalls unbeachtet bleiben sollte.
 von Dimitrios Athanassiou

Copyright by MovieMaze.de: Min Dit: Die Kinder von Diyarbakir - Film, Kino, DVD
 http://www.moviemaze.de/filme/3413/min-dit-die-kinder-von-diyarbakir.html#ixzz0kiN6WtpD



Gespeichert
Serbest | Beiträge: 100
Serbest
Full Member
***
Beiträge: 100


« Antworten #5 am: 10. Apr 2010, 18:34 »

Weitere Infos. zum Film:

Zitat
Starttermine für
Min Dit: The Children of Diyarbakir (2009)

Spanien 18. September 2009 (Donostia-San Sebastian International Film Festival)
Deutschland 28. September 2009 (Hamburg Film Festival)
Belgien 10. Oktober 2009 (Gent International Film Festival)
Griechenland 28. Oktober 2009 (Panorama of European Cinema)
Vereinigte Arabische Emirate 14. Dezember 2009 (Dubai International Film Festival)
Türkei 2. April 2010 
Deutschland 22. April 2010
http://www.imdb.de/title/tt1410272/releaseinfo

Nutzer-Bewertung:
http://www.imdb.de/title/tt1410272/
http://www.imdb.de/title/tt1410272/ratings#reports
Gespeichert
Amos | Beiträge: 4300
Amos
Km Redaktion
*****
Beiträge: 4300


« Antworten #6 am: 12. Apr 2010, 18:56 »

Die Idee zu diesem Film stammte maßgeblich auch von der Journalistin und "Taraf" Kolumnistin Evrim Alataş. Die ist heute früh, wenige Tage vor Vollendung des 34. Lebensjahres ihrem Krebsleiden in einem Krankenhaus in Amed erlegen. Am Donnerstag, 8. April 2010, erschien ihre letzte Kolumne "Kurtlar Vadisi" bei "Taraf", die zurzeit von "Anatolie" übersetzt wird und "Min Dit" zum Thema hatte. 
Gespeichert

When the power of love overcomes the love of power the world will know peace. - Jimi Hendrix.
temhem | Beiträge: 2
temhem
Newbie
*
Beiträge: 2


« Antworten #7 am: 13. Apr 2010, 09:18 »

an alle die den film sehen wollen kann ich schonmal sagen das es sich lohnt auf IMDB hat der film 7,4 von 10 punkten und viele wie möglich angucken aber im kino damit unterstützen wir alles was noch kommen wird und werden natürlich lauter gehört Zwinkernd
Gespeichert
Melav | Beiträge: 48
Melav
Newbie
*
Beiträge: 48


« Antworten #8 am: 14. Apr 2010, 02:11 »

Leider läuft er nicht in meiner Nähe... Dann muss ich wohl wieder hoch in den Norden, um ihn zu sehen. Werde ihn mir auf jeden Fall ansehen.
Gespeichert

Destê tirsoneka sînga sipî nabîni! (Cegerxwîn)
Peskevin | Beiträge: 359
Peskevin
Sr. Member
****
Beiträge: 359

... ji bo Kurd, kurdi u Kurdistan!



« Antworten #9 am: 14. Apr 2010, 20:30 »

Zitat
Min-Dit - Die Kinder von Diyarbakir

Kinostart: 22.04.2010

Dieser Film ist ein Politikum: Als erster kurdischsprachiger Film wurde er zum Filmfestival im türkischen Antalya eingeladen. Die Jury verlieh ihm den Spezialpreis. Vielleicht auch deswegen, weil das Langfilmdebüt von Miraz Bezar, nicht nur durch seine Botschaft, sondern vor allem durch seine eindringliche Machart berührt.

Der in Berlin lebende Regisseur erzählt von zwei Kindern, die sich auf der Straße durchschlagen müssen, weil ihre Eltern von einer paramilitärischen Gruppe ermordet wurden. Die 10-jährige Kurdin Gulistan (Senay Orak) und ihr jüngerer Bruder Firat (Muhammed Al) fahren gerade mit ihren politisch verfolgten Eltern von einem Hochzeitsfest nach Hause, als Uniformierte den Wagen anhalten. Ganz plötzlich ziehen sie die Pistolen und drücken aus nächster Nähe ab – kühl,
geschäftsmäßig und gnadenlos. In Diyarbakir, wohin viele Kurden während des Bürgerkriegs zwischen Armee und Rebellen geflohen sind, bleiben die Kinder auf sich allein gestellt.


Eine 6-Minuten-Kritik von 3sat:
http://www.youtube.com/watch?v=NUrdaoJPf08

Eine ausführlichere Kritik:
http://www.kino-zeit.de/filme/min-dit-die-kinder-von-diyarbakir

Die Webseite mit Kinos, in denen der Film läuft:
http://www.min-dit.com/
Gespeichert

"Ay lê Kurdistanê, Kurdistana minê, Şêrîna l’ber dilê minê Kurdistanê nadim malê dinê Ez ser Kurdistanê têm kuştinê"
qerejdax | Beiträge: 38
qerejdax
Newbie
*
Beiträge: 38


« Antworten #10 am: 15. Apr 2010, 16:28 »

Zitat
Evrim Alataş ist von uns gegangen

Die Autorin und Journalistin Evrim Alataş ist von uns gegangen. Seit 1997 hatte sie Krebs und dennoch hat sie es geschafft, noch so lange zu leben. Morgen (13.4.)  wird sie in Diyarbakir bestattet.

Evrim Alataş, Autorin des Buches,"Her dağın gölgesi Deniz'e düşer" ("Der Schatten eines jeden Berges fällt auf Deniz [Gezmiş]") und Co-Autorin des Filmes "Min Dit" (ich habe gesehen) ist gestorben.Seit 1997 hatte Alataş Krebs und wurde vor zwei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert.Aber bereits nach einer Woche ist sie entlassen worden. Alataş ist heute Morgen um 8:00 Uhr in Ihrer Wohnung in Diyarbakir gestorben.

In dem Dorf,wo sie geboren ist,wird sie auch bestattet

Alataş wird morgen (13 April) um 12:30 in Diyarbakir mit einer Feier vor dem Club der Journallistenvereinigung verabschiedet. Danach wird ihre Beerdigung in Malatya im Bezirk Akcadag stattfinden, im Dorf Gölpinar, wo sie 1976 geboren wurde.

Wer war Evrim Alataş?

Sie entstammt einer kurdisch-alevitischen.Familie. Seit 1994 war sie journalistisch tätig. Unter anderem arbeitete sie als Redakteurin und Reporterin für die Zeitungen Yeni Politika, Demokrasi, Özgür Bakis, Ülkede Özgür Gündem. In den Zeitungen Evrensel, Birgün, Özgür Politika, in der Zeitschrift Esmer und zuletzt in der Zeitung Taraf wurden Kolumnen von ihr veröffentlicht. Ihre Artikel wurden zudem in den Zeitschriften Birkim, Amargi,Tiroj und in der Zeitung Radikal 2 veröffentlicht.

Im Jahre 2003 wurde beim Aram Verlag das Buch "Mayoz Bölünme Hikayeleri" ("Geschichten der meiotischen Teilung") veröffentlicht. Und Ihr Buch "Her Dagin Gölgesi Denize Düser" wurde im August 2009 im İletişim-Verlag veröffentlicht.

In Diyarbakir hatten JITEM-Agenten die Eltern zweier Kinder getötet. Sie hat in Ihrem ersten Film "Min Dit" ("Ich habe gesehen") den Fall der getöteten Eltern dargestellt. Evrim Alataş hat mit Ihrem ersten Film bei dem Golden Orange Festival Antalya [2009] den Sonderpreis der Jury "Behlül Dal" gewonnen.

"Radikal", Ausgabe vom 12. April 2010: "Evrim Alataş'ı kaybettik"
Aus dem Türkischen übersetzt von M.Y. Weiterführende Informationen zu Leben und Werk von Evrim Alataş: http://www.kurdmania.com/News-sid-Evrim-Alata-351-15-04-1976-12-04-2010-zum-Gedenken-1167.html



Layout editiert nach Absprache mit qerejdax
« Letzte Änderung: 18. Apr 2010, 19:59 von Amos » Gespeichert

 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2006-2007, Simple Machines