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Kurdistan Diskussionsforum 22. Mai 2012, 23:26 *
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Autor Thema: "Ein Referendum über ein unabhängiges Kurdistan"  (Gelesen 17761 mal)
Liyah | Beiträge: 94
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« am: 15. Jun 2006, 15:52 »

Den Kurden geht es bei der Wahl am 30. Januar nicht um den Irak, sondern um die Stadt Kirkuk und um einen eigenen Staat
von Boris Kalnoky und Özlem Yasak

Istanbul/Erbil - Wenn am Sonntag im Irak gewählt wird, dann legen die Bürger den Grundstein für die Zukunft ihres Landes. So hört man es in Washington, und so sagt es die Regierung, und so sehen es auch die Kurden im Norden des Irak. Nur, das Land, das sie meinen, heißt nicht Irak, sondern Kurdistan. "Unser Volk wird am Wahltag über die Unabhängigkeit abstimmen", sagt Momasta Zirek. Er ist einer der maßgeblichen Organisatoren der "Kurdistan-Referendum Kommission", und wenn er von Wahlen und Kurdistan und Unabhängigkeit spricht, dann meint er das nicht sinnbildlich.


Vor zwei Monaten hat seine Kommission den Vereinten Nationen eine Unterschriftenliste überreicht, auf der mehr als 1,8 Millionen Namen stehen. Das ist etwas mehr als die gesamte kurdische Bevölkerung des Nordirak, was skeptische Beobachter nachdenklich stimmen mag. Zirek erklärt es damit, daß auch Exilkurden unterschrieben haben. Alle, deren Namen da stehen, sagt er, das ganze kurdische Volk im Irak also, fordern einen unabhängigen Staat, die Abspaltung vom Irak. Offiziell formulieren es die beiden großen Kurdenparteien, die die Region faktisch kontrollieren, natürlich anders. Offiziell ist der Irak die Heimat aller Iraker, und man wird sich friedlich in einem irakischen Bundesstaat der Zukunft auf alle Ewigkeit mit Bagdad verbrüdern. Nur, dieselben Kräfte werden es am Wahltag zulassen, daß in allen Wahllokalen eine zusätzliche Urne steht. In diese Urne mag jeder seine Stimme geben, der einen eigenen, unabhängigen kurdischen Staat sehen möchte. Das meint Zirek, wenn er von "Wahlen für Kurdistan" spricht.


Kurdistan ist eine Realität seit Anfang der neunziger Jahre, seit nach dem ersten Golfkrieg eine Flugverbotszone die Kurden vor Saddams Rache schützte. Sie haben ein eigenes Parlament, eine eigene Regierung, und wer sich in den Norden des Irak begibt, der erhält einen Stempel "Regierung von Kurdistan" in seinen Paß. Das einzige, was fehlt, ist der offizielle Status als Staat. Kurdistan ist eine autonome Region des Irak.


Ein weiteres Problem ist die ölreiche Gegend um die Kurdenmetropole Kirkuk. Unter Saddam wurden mehr als 100 000 Kurden von dort vertrieben, dafür wurden Araber angesiedelt. Die Drei-Völker-Stadt (Kurden, Araber, Turkomanen) ist seit Kriegsende Gegenstand eines erbitterten Tauziehens ihrer drei Volksgruppen und der Mächte, die sie von außen unterstützen. Im Falle der Turkomanen ist es die Türkei, die USA unterstützen die Kurden, und die Araber - nun, sie haben Pech, denn Bagdad hat dem kurdischen Druck nachgegeben Die vertriebenen Kurden dürfen wählen, die Araber werden die Stadt verlassen müssen. Folglich werden sie die Wahlen boykottieren. Zuvor hatten die Kurden mit Boykott gedroht.


Die Wahl in Kirkuk, es geht um den Stadtrat und das Regionalparlament, wird von den Kurden als historisch empfunden, als Wendepunkt der kurdischen Geschichte. Sie waren bereit, zu den Waffen zu greifen, wenn Bagdad nicht eingelenkt hätte. Nun wird die Beteiligung der Vertriebenen den Kurden die Macht in Kirkuk geben und die Stadt als kurdisch etablieren. Viele Beobachter erwarten nach der Wahl einen aggressiven Vorstoß der Kurdenparteien, Kirkuk in das kurdische autonome Gebiet einzugliedern.


Diplomatisch fliegen jetzt schon die Fetzen. Der türkische Außenminister Abdullah Gül hat UN-Generalsekretär Kofi Annan gestern einen Brief geschrieben, in dem er die Wahlen in Kirkuk als "in Widerspruch zu internationalem Recht" bezeichnet. Im Klartext: Ankara wird das Wahlergebnis womöglich nicht anerkennen. Die Kurden warnen, türkische Agenten würden die Turkomanen für einen Aufstand bewaffnen. Ankara und die Turkomanen behaupten, die Kurden würden nicht nur die Vertriebenen, sondern alle möglichen Leute in Kirkuk als Wähler registrieren. Rund 100 000 Rückkehrer lagern in Zelten in und um die Stadt herum; gestern, zwei Tage vor Ende der Registrierungsfrist (die die Kurden verlängern wollen), waren mehr als 70 000 registriert. Als wahlberechtigt gelten nicht nur Vertriebene, sondern jeder, der sich als Familienangehöriger eines Vertriebenen ausweisen kann. Die kurdische Mobilisierung in Kirkuk ist kolossal - mehr als tausend Kurden sind aus dem Ausland angereist, um in Kirkuk zu wählen.

 http://www.welt.de/data/2005/01/27/429350.html
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Liyah | Beiträge: 94
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« Antworten #1 am: 15. Jun 2006, 16:04 »

Dies ist zwar schon bereits Erricht worden doch ich hab bewusst dieses Topic erstellt um zu Zeigen, wie weit wir gekommen sind. Denn es ist nun mal nicht zu verleugnen, das wir für jeden Sieg mag es noch so klein ist., viele Opfer  mit sich bringen mussten. Doch wir kommen Schritt für Schritt näher an unseren Unabhängigen Kurdistan. Irak gab uns unser Land zurück und ein Miteinander Leben ist offensichtlich möglich. Das zeigt, dass beide Seiten im Grunde nicht verfeindet sind, sondern nur nach den Willen des Staates  wie so genannte Marionette handeln. Doch was beide Gemeinsam haben  ist eigentlich die Sorge um die Familie und das Verlangen nach Sicherheit für die Familie und dessen Nachkommen. Darum ist jede Handlung nachvollziehbar. Und das sollte uns Zeigen das wir Menschen nicht nach deren Herkunft beurteilen sollten sondern nach deren Leistung sprich . Handlung. Denn Jeder hat nun mal seine eigene  Erlebnisse  
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Liyah | Beiträge: 94
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« Antworten #2 am: 15. Jun 2006, 16:08 »



Diplomatisch fliegen jetzt schon die Fetzen. Der türkische Außenminister Abdullah Gül hat UN-Generalsekretär Kofi Annan gestern einen Brief geschrieben, in dem er die Wahlen in Kirkuk als "in Widerspruch zu internationalem Recht" bezeichnet. Im Klartext: Ankara wird das Wahlergebnis womöglich nicht anerkennen.

Dies war doch Vorraussehbar, denn durch diesen Sieg in Irak bekommt der Türkische Staat noch zustäzlich durck und Angst. D'enn nun ist es eine Frage der Zeit wann dies auch in Türkei passiert....


Die Kurden warnen, türkische Agenten würden die Turkomanen für einen Aufstand bewaffnen. Ankara und die Turkomanen behaupten, die Kurden würden nicht nur die Vertriebenen, sondern alle möglichen Leute in Kirkuk als Wähler registrieren.

 http://www.welt.de/data/2005/01/27/429350.html
..
OJe..der Tükische Staat ist sich für keine Ausrede verlegen. Jetzt wird Krankhaft nach Ausreden für diese erfolg gesucht und zusätzlich nach Illegalen vorgehensweisen...
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Shorashwan | Beiträge:
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« Antworten #3 am: 19. Jun 2006, 08:22 »

Zitat
Vor zwei Monaten hat seine Kommission den Vereinten Nationen eine Unterschriftenliste überreicht, auf der mehr als 1,8 Millionen Namen stehen. Das ist etwas mehr als die gesamte kurdische Bevölkerung des Nordirak, was skeptische Beobachter nachdenklich stimmen mag.

Seit wann leben in SÜdkurdistan nur 1,8 Millionen Kurden ??
Wenn man nun die Wahlberechtigten meint, will ich auch noch meinen, das von fast 5 Millionen Südkurden sicherlich 1,8 wahlberechtigt sind, also was verzapft da unser Herr Kalnoky wieder ??
Heuzutage kann man also auch mit Defiziten in der Demographie eines Volkes Politologe 1,0 werden ??

Aha...

Zitat
Das meint Zirek, wenn er von "Wahlen für Kurdistan" spricht.
Zum Glück kennt das südkurdische Volk nur ein Vaterland, und muss keinen Opportunismus an den Tag legen  Cool

Zitat
die Kurden würden nicht nur die Vertriebenen, sondern alle möglichen Leute in Kirkuk als Wähler registrieren
Grinsend

Ich hatte eigentlich auch vor nächstes Jahr einen kleinen Abstecher nach Kerkuk zu machen  Grinsend
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roj_evindar | Beiträge: 619
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« Antworten #4 am: 20. Jun 2006, 23:57 »

.....
fehlender Text

 Wer in Kurdistan wählt, der hat keine große Wahl und will sie wohl auch gar nicht haben. Eine Einheitsliste, die Nationale Demokratische Union Kurdistans, umfaßt die beiden großen Parteien der Kurdenführer Barsani und Talabani sowie zahlreiche kleinere Gruppen - Kommunisten, Sozialisten, Bauernpartei, Islamische Partei und so weiter. Die Verteilung der Posten und Mandate im kurdischen Parlament ist bereits ausgehandelt. 70 der 111 Parlamentssitze gehen an Barsani und Talabani, der Rest an die anderen.

Natürlich wird auch für die kurdische Vertretung im Bagdader Parlament gewählt. Es sind ja nicht zuletzt irakische Parlamentswahlen. Aber das interessiert in Kurdistan die wenigsten.
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« Antworten #5 am: 21. Jun 2006, 00:03 »


Zitat
Wer in Kurdistan wählt, der hat keine große Wahl und will sie wohl auch gar nicht haben. Eine Einheitsliste, die Nationale Demokratische Union Kurdistans, umfaßt die beiden großen Parteien der Kurdenführer Barsani und Talabani sowie zahlreiche kleinere Gruppen - Kommunisten, Sozialisten, Bauernpartei, Islamische Partei und so weiter. Die Verteilung der Posten und Mandate im kurdischen Parlament ist bereits ausgehandelt. 70 der 111 Parlamentssitze gehen an Barsani und Talabani, der Rest an die anderen.


Natürlich sind die Posten ausgemacht, was machen den CDU und SPD wenn die gemeinsam in die Wahlen gehen?
Abgesehen davon fallen 41 Sitze auf andere Parteien, wie viele sitze haben CDU und SPD schnell noch mal?

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Shorashwan | Beiträge:
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« Antworten #6 am: 22. Jun 2006, 07:00 »

Demokratie hin oder her, den Kommunisten und Islamisten würde ich nicht einmal einen Sitz im Parlament überlassen..
.....
fehlender Text

 Wer in Kurdistan wählt, der hat keine große Wahl und will sie wohl auch gar nicht haben. Eine Einheitsliste, die Nationale Demokratische Union Kurdistans, umfaßt die beiden großen Parteien der Kurdenführer Barsani und Talabani sowie zahlreiche kleinere Gruppen - Kommunisten, Sozialisten, Bauernpartei, Islamische Partei und so weiter. Die Verteilung der Posten und Mandate im kurdischen Parlament ist bereits ausgehandelt. 70 der 111 Parlamentssitze gehen an Barsani und Talabani, der Rest an die anderen.

Natürlich wird auch für die kurdische Vertretung im Bagdader Parlament gewählt. Es sind ja nicht zuletzt irakische Parlamentswahlen. Aber das interessiert in Kurdistan die wenigsten.
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« Antworten #7 am: 12. Jan 2009, 16:19 »



Seroke herme Kurdistane Ba$ur (kurdistan/Irak)

droht falls der Irakische Minister Nuri al maliki seine Politik die langsam die merkmale trägt das sie gegen das Kurdische Volk in der Autonome region Kurdistan und seine erfolge sich langsam entwickelt damit hat alles begonnen:

-mit kerkuk und der 140 der besagt das die veränderte demografische lage durch den gestürtzen Diktatur Saddam in einigen regionen wiederherzustellen und dann wahlen durchzuführen wo sich die bevöklerung der jeweiligen gebiete dadurch entscheiden ob sie an den autonomischen region Kurdistan anschliessen wollen!

-das die Zentrale regierung in bagdad beschuldigte Maliki vom Arbeiten zum Bereinigen Kurden von den irakischen Sicherheitskräften.

-dann die abgeschlossene vertäge der Kurdische regierungen mit Internationale Erdöl Unternehmen, die laut den Minister für Erdöl al Shahrestanî nichtig  und nicht rechtlich sind!

die Kurdische regierung antwortete damit falls das wirklich so sollte das Ministerium eine Anklage an das Zentrale Gericht einreichen und das Gericht sollte dann entscheiden und nciht einfach in abständen solche beschuldigen zu verbreiten!

diese Äusserungen wurden vor den erwarten besuch von Nuri al maliki veröffentlicht (ich denke dies sollte nur einen Politischen drück auf der zentrale regierung in bagdad ausüben)

der Ministerpresident Nuri al maliki wurde zum Kurdischen parlament in Hewler eingeladen um dies persönlich mit den Abgerodneten im perlament zu besprechen und beide seiten ihre Ansichten vertretten, Nuri al maliki hat mitgeteilt das er vorhabe diese woche sich richtung hewler zu begeben aber ein genaueres termin wurde nciht bekannt gegeben!

Quelle:

auf türkisch: http://peyamner.com/details.aspx?l=6&id=104870

auf Kurdisch: http://peyamner.com/details.aspx?l=5&id=104864

auf Arabisch: http://peyamner.com/details.aspx?l=2&id=104847

Die Beiträge zu den Quellen wurden entfernt, da sie bei Bedarf über die Verlinkungen erreicht werden können! KM-Team
« Letzte Änderung: 12. Jan 2009, 17:51 von X e m x w a r » Gespeichert
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« Antworten #8 am: 24. Jan 2009, 04:10 »

De facto ist die KRG sowieso unabhängig.
Es wird momentan auch fleißig an einer Verfassung im kurdischen Parlament gearbeitet.

Ich bezweifele das die sunnitischen Araber, die Kurden und die schiitischen Araber noch lange im irakischen Parlament ertragen können.
Wird dürfen gespannt sein.

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« Antworten #9 am: 24. Jan 2009, 14:32 »

Ich würde diese Aussage nict überbewerten. Reden mag wohl ziemlich einfach sein für Barzani, handeln wohl umso schwerer. Hoffnung sollte man deshalb nicht in Barzanis Floskeln setzen.
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« Antworten #10 am: 25. Jan 2009, 01:09 »

Ich würde diese Aussage nict überbewerten. Reden mag wohl ziemlich einfach sein für Barzani, handeln wohl umso schwerer. Hoffnung sollte man deshalb nicht in Barzanis Floskeln setzen.


Wieso?
Hat er denn nicht schon sehr viel erreicht?
Fällt dir ein kurdischer Politiker ein der mehr erreicht hat als er?
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